RWE Aktie: Umbau läuft
28.02.2026 - 02:09:11 | boerse-global.deRWE baut sichtbar am eigenen Energie- und Infrastrukturprofil – und liefert dafür gleich zwei starke Bilder. In Nordrhein-Westfalen fällt ein Symbol der Braunkohle-Ära, in Bayern rückt ein Fusionsprojekt in den Fokus. Wie viel Substanz steckt hinter dieser Doppelbewegung aus Rückbau und Zukunftstechnologie?
Frimmersdorf: Aus Kraftwerk wird Digitalstandort
In Grevenbroich hat RWE am 26. Februar einen 117 Meter hohen Kühlturm des ehemaligen Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf gesprengt. Das Bauwerk gehörte zu Block Q; die Anlage wurde 2021 vollständig stillgelegt. Der Abriss ist damit ein weiterer Schritt, das Kapitel fossile Erzeugung am Standort praktisch abzuschließen.
Entscheidend ist aber der Plan für die Fläche: Das rund 70 Hektar große Areal soll zu einem Digital- und Innovationsstandort umgebaut werden. Für das sogenannte Nordgelände ist die baureife Übergabe Mitte 2028 vorgesehen. Geplant sind unter anderem ein Rechenzentrum von IT.NRW mit über 20.000 Quadratmetern, ein Innovationscampus für IT-Sicherheit der öffentlichen Verwaltung sowie ein Denkmalpfad zur industriellen Historie.
Fusion in Bayern: Absichtserklärung mit Milliardenrahmen
Parallel dazu positioniert sich RWE bei neuen Erzeugungstechnologien. Ebenfalls am 26. Februar wurde eine Absichtserklärung für den Fusionsforschungsreaktor „Alpha“ in Garching bei München unterzeichnet – gemeinsam mit dem Land Bayern, Proxima Fusion und dem Max-Planck-Institut.
Die Dimension ist klar umrissen: Die Forschungsanlage ist mit insgesamt 2 Milliarden Euro veranschlagt. Bayern will 400 Millionen Euro beitragen, private Investoren sollen über Proxima Fusion weitere 400 Millionen Euro einbringen. Darüber hinaus hoffen die Projektpartner auf Bundesmittel von mehr als 1 Milliarde Euro. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme in Garching wird in sechs bis sieben Jahren angepeilt. Als nächster Schritt ist anschließend ein kommerzieller Reaktor „Stellaris“ am ehemaligen Kernkraftwerksstandort Gundremmingen vorgesehen.
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Politischer Gegenwind bremst die Erzählung
Ganz ohne Reibung läuft das nicht: Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und Greenpeace kritisieren das bayerische Vorhaben öffentlich als Steuerverschwendung und bezeichnen die Pläne als unseriös. Damit steht neben Technik und Finanzierung auch die politische Akzeptanz als Faktor im Raum – vor allem mit Blick auf mögliche Bundesmittel.
An der Börse bewegt sich die Aktie derweil nahe ihrem jüngsten Hoch: Der Schlusskurs am Donnerstag lag bei 53,82 Euro, nur rund 1,25% unter dem 52?Wochen?Hoch von 54,50 Euro (25.02.2026).
Unterm Strich zeigt der 26. Februar zwei Seiten derselben Strategie: In Frimmersdorf macht RWE Fläche für digitale Nutzung frei, während in Bayern mit „Alpha“ ein langfristiges Forschungsprojekt abgesteckt wird – inklusive klar benannter 2?Milliarden-Euro-Kosten und eines Zielkorridors von sechs bis sieben Jahren bis zur Inbetriebnahme.
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