Rush-Studie, Gehirn-Training

Rush-Studie: Gehirn-Training verzögert Alzheimer um fünf Jahre

21.02.2026 - 14:22:13 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie zeigt, dass lebenslange geistige Herausforderungen den Ausbruch von Alzheimer-Demenz um durchschnittlich fünf Jahre hinauszögern können.

Geistige Aktivität kann Alzheimer-Symptome um Jahre aufhalten. Das zeigt eine neue Studie der Rush University, die jetzt im Fachjournal Neurology veröffentlicht wurde. Die Forscher fanden heraus: Ein lebenslang aktives Gehirn gewinnt wertvolle Zeit.

Fünf Jahre mehr ohne Demenz-Symptome

Die Wissenschaftler analysierten über acht Jahre die Daten von fast 2.000 älteren Erwachsenen. Ihr Ergebnis ist messbar: Personen mit der höchsten geistigen Aktivität entwickelten Alzheimer durchschnittlich fünf Jahre später als die mit der geringsten. Die Vorstufe der Demenz, eine leichte kognitive Beeinträchtigung, trat sogar sieben Jahre später auf.

„Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung intellektuell stimulierender Umgebungen“, sagt Leitautorin Andrea Zammit vom Rush University Medical Center. Die Studie erfasste Gewohnheiten wie Lesen, Schreiben und das Spielen komplexer Spiele über die gesamte Lebensspanne.

So funktioniert die „Kognitive Reserve“

Doch wie schützt Lesen vor Alzheimer? Die Antwort liefert das Konzept der „Kognitiven Reserve“. Es beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, Schäden zu kompensieren – ähnlich wie effiziente Software auf älterer Hardware läuft.

Die Studie stützt diese Theorie mit Zahlen: Nach Bereinigung anderer Faktoren hatten Teilnehmer mit hoher kognitiver Aktivität ein um 38 Prozent geringeres Alzheimer-Risiko. Ihr Gehirn nutzt offenbar alternative Netzwerke, um Denkprozesse trotz beginnender Schäden aufrechtzuerhalten. Entscheidend ist: Aktivitäten in jedem Alter, auch im Ruhestand, zahlen sich aus.

Ist es nie zu spät?

Die Forschung widerlegt die Annahme, im Alter sei Prävention unmöglich. Auch Aktivitäten im späten Leben tragen messbar zur Resilienz bei. Die Studie ergänzt damit globale Erkenntnisse. Ein Lancet-Bericht hatte bereits 2024 gezeigt, dass bis zur Hälfte aller Demenzfälle verzögert oder verhindert werden könnte.

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Doch die Kognitive Reserve ist kein Allheilmittel. Sie verhindert nicht die biologischen Veränderungen im Gehirn, sondern maskiert die Symptome länger. Der Abbau kann deshalb später manchmal schneller erscheinen. Dennoch sind fünf gewonnene, symptomfreie Jahre für Betroffene und Angehörige von unschätzbarem Wert.

Prävention wird zur Lebensaufgabe

Die Implikationen sind weitreichend. Gesundheitsökonomen betonen: Eine fünf Jahre spätere Demenz würde die Zahl schwerer Pflegefälle drastisch senken. Könnten in Zukunft personalisierte „Gehirn-Trainingspläne“ zum Standard werden?

Die Botschaft der Forscher ist klar: Jede geistige Herausforderung – ob neue Sprache, strategisches Spiel oder anspruchsvolle Arbeit – wirkt wie eine Einzahlung auf ein Sparkonto. Von diesem Reservenkonto zehrt das Gehirn im Alter. Es ist fast nie zu spät, damit zu beginnen.

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