RTX Aktie: Doppelter Auftragssegen
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 20:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zwei Aufträge an einem Tag, ein Aktienkurs, der sich sichtlich freut. Für Pratt & Whitney, das Triebwerksgeschäft von RTX, läuft die Woche rund — sowohl im zivilen als auch im militärischen Geschäft ziehen neue Verträge an Land.
Auf der Farnborough International Airshow hat sich Flugzeugvermieter Jackson Square Aviation für das GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney entschieden. Die Bestellung betrifft eine nicht näher bezifferte Anzahl von Maschinen aus der A320neo-Familie von Airbus. Jackson Square Aviation, Teil der japanischen Mitsubishi-HC-Capital-Gruppe, betreibt bereits 91 GTF-angetriebene A320neo-Jets in seiner Flotte. Insgesamt kommt Pratt & Whitney damit auf einen Auftragsbestand von über 8.000 GTF-Triebwerken bei mehr als 90 Kunden weltweit.
Milliardenauftrag im Militärgeschäft
Parallel dazu meldet die kanadische Tochter Pratt & Whitney Canada einen deutlich größeren Deal. V2X Inc. hat dem Unternehmen einen neunjährigen Wartungsvertrag über 1 Milliarde Dollar erteilt. Im Rahmen des Auftrags überholt Pratt & Whitney Canada mehr als 750 PT6A-68-Triebwerke, die die T-6-Trainerflotte des US-Militärs antreiben.
Die Arbeiten laufen am Standort Bridgeport, der seit mehr als vier Jahrzehnten Wartungsdienste für dieses Triebwerksmodell anbietet. Es ist bereits das zweite Mal, dass die Anlage für dieses Regierungsprogramm ausgewählt wird — ein Hinweis auf die etablierte Position von Pratt & Whitney im militärischen Wartungsgeschäft.
Analysten bleiben zuversichtlich
Die Investmentbank Jefferies bestätigte ihre Kaufempfehlung für RTX mit einem Kursziel von 220 Dollar. Die Analysten rechnen für das zweite Quartal mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,74 Dollar — leicht über dem Konsens von 1,67 Dollar.
Der Markt honoriert die Nachrichtenlage: RTX-Aktien legten zuletzt um 1,52 Prozent zu und notierten bei 196,43 Dollar. Damit setzt sich die Erholung vom Freitagsschluss bei 193,51 Dollar fort, an dem das Papier noch leicht nachgegeben hatte.
Mit dem zivilen GTF-Auftrag und dem militärischen Wartungsvertrag unterstreicht Pratt & Whitney seine Doppelrolle als Triebwerksbauer für Passagierflugzeuge und als Servicepartner des US-Militärs. Die Zahlen zum zweiten Quartal, die in den kommenden Wochen anstehen, dürften zeigen, wie stark sich dieser Auftragsschub bereits in den Segmentergebnissen niederschlägt.
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