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RTL Group: Rekorddividende und Sky-Deal prägen Hauptversammlung

04.04.2026 - 14:00:57 | boerse-global.de

Der Medienkonzern meldet starke Finanzkraft durch Verkäufe, strebt Streaming-Profitabilität an und plant die milliardenschwere Übernahme von Sky Deutschland. Die Hauptversammlung Ende April soll den Kurs absegnen.

RTL Group: Rekorddividende und Sky-Deal prägen Hauptversammlung - Foto: über boerse-global.de

RTL Group setzt mit einer Rekorddividende und der geplanten Sky-Übernahme seinen digitalen Umbruch fort. Die Hauptversammlung Ende April soll den Kurs für die Zukunft absegnen.

Die Veröffentlichung der Einberufung zur Hauptversammlung am 29. April markiert einen strategischen Wendepunkt für den Medienkonzern. Nach einem Jahr der Umstrukturierung und dem Verkauf von RTL Nederland präsentiert sich das Unternehmen finanziell gestärkt und mit klaren Zielen: Die Streamingdienste sollen 2026 profitabel werden, und die milliardenschwere Übernahme von Sky Deutschland soll einen nationalen Streaming-Champion formen.

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Finanzielle Stärke trotz Werbemarkt-Flaute

Das Geschäftsjahr 2025 war für RTL von zwei Seiten geprägt. Während die Gesamterlöse aufgrund des schwierigen TV-Werbemarktes in Deutschland und Frankreich um 3,8 Prozent auf 6,018 Milliarden Euro sanken, schoss der Konzerngewinn auf über eine Milliarde Euro. Grund für diesen Sprung war der erfolgreiche Verkauf der niederländischen Tochtergesellschaft.

Dieser Deal veränderte die Bilanz fundamental: Statt einer Nettoverschuldung von 492 Millionen Euro weist RTL Group nun Netto-Cash von 126 Millionen Euro aus. Dieses Polster soll zwei Zwecken dienen: der Finanzierung des Sky-Deals und einer üppigen Belohnung der Aktionäre. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 5,50 Euro je Aktie vor – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Streaming vor der Profitabilität – ESG-Ziele im Blick

Das Herzstück der Zukunftsstrategie schlägt im Streaming. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg 2025 um 19,2 Prozent auf über 8 Millionen. Noch wichtiger: Die Verluste in diesem Geschäft schrumpften von 137 auf nur noch 47 Millionen Euro. Das vierte Quartal erreichte fast die Gewinnschwelle. Die Führung bekräftigt: 2026 soll das Streaminggeschäft profitabel werden.

Parallel macht der Konzern bei seinen Klimazielen große Fortschritte. Gegenüber 2018 wurden die Treibhausgasemissionen bereits um 44 Prozent reduziert. Ein Schlüssel dazu ist Strom aus erneuerbaren Quellen, der mittlerweile 96 Prozent des Verbrauchs deckt. Das langfristige Ziel von 50 Prozent bis 2030 rückt damit in greifbare Nähe.

Mega-Deal: Sky-Übernahme als Game-Changer

Alles steht im Zeichen der geplanten Übernahme von Sky Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Fusion von RTLs frei empfangbaren Angeboten mit Skys Premium-Rechten etwa für die Bundesliga soll einen echten Gegenpol zu globalen Playern wie Netflix schaffen.

Aktuell verhandelt RTL mit EU-Wettbewerbshütern, um eine zügige Genehmigung zu erreichen. Berichten zufolge könnte das Unternehmen Zugeständnisse im Bereich der Werbevermarktung anbieten. Nach der nationalen Freigabe durch die KEK Ende 2025 wird eine Entscheidung der EU-Kommission für Mitte April erwartet. Der Abschluss des Deals ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

Führungswechsel und Ausblick

Die Hauptversammlung wird auch einen Wechsel an der Konzernspitze besiegeln. Langzeit-CEO Thomas Rabe, der den tiefgreifenden Umbau steuerte, übergibt im Mai an Clément Schwebig. Seine Aufgabe wird es sein, die integration von Sky operativ umzusetzen und die Profitabilität im Streaming zu vollenden.

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Für 2026 prognostiziert der Konzern leicht steigende Erlöse und ein um etwa 10 Prozent wachsendes bereinigtes EBITA von rund 725 Millionen Euro – vorausgesetzt, die Werbemärkte stabilisieren sich. Die Kombination aus starker Bilanz, klarer Digitalstrategie und ambitioniertem Zukauf macht RTL Group zu einem bemerkenswerten Fallbeispiel für die Transformation eines traditionellen Medienhauses.

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