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Royal Navy testet Drohnenabwehr mit Wildcat-Helikopter

28.02.2026 - 18:31:15 | boerse-global.de

Ein britischer Zerstörer wehrte in einer Übung koordinierte Drohnenangriffe ab. Der Einsatz zeigt den globalen Trend hin zu hybriden, KI-gestützten Marinetaktiken.

Royal Navy testet Drohnenabwehr mit Wildcat-Helikopter - Foto: über boerse-global.de
Royal Navy testet Drohnenabwehr mit Wildcat-Helikopter - Foto: über boerse-global.de

Die britische HMS Duncan hat in einer 72-Stunden-Übung erfolgreich Schwärme autonomer Angreifer abgewehrt. Die Übung zeigt, wie Marine-Streitkräfte weltweit auf die Drohnen-Bedrohung reagieren.

Cardigan Bay, Wales – In einem realistischen Test hat das britische Flugabwehrschiff HMS Duncan gezeigt, wie moderne Marinen auf die wachsende Drohnen-Bedrohung reagieren. Während der 72-stündigen Übung „Sharpshooter“ wehrte der Zerstörer vom Typ 45 koordinierte Angriffe von Hochgeschwindigkeits-Drohnen aus Luft und Wasser ab. Das Manöver markiert einen strategischen Wendepunkt: Die Zukunft der Seekriegsführung wird zunehmend durch den Kampf gegen kostengünstige autonome Systeme definiert.

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Wildcat-Helikopter als schwebende Abwehrplattform

Das Herzstück der Verteidigung war der an Bord stationierte Wildcat-Helikopter der 815 Naval Air Squadron. Er agierte nicht nur als Aufklärer, sondern griff selbst aktiv in das Gefecht ein. Mit seinen Martlet-Lenkwaffen bekämpfte die Besatzung Ziele in bis zu sechs Kilometern Entfernung. Diese Fähigkeit erweitert den Verteidigungsradius einer Marine-Einheit entscheidend und verschafft wertvolle Reaktionszeit.

Die erfolgreiche Integration des bemannten Hubschraubers in die Drohnenabwehr ist ein praktischer Schritt in der neuen Luftfahrtstrategie der Royal Navy. Diese sieht eine hybride Luftstaffel vor, in der bemannte und unbemannte Systeme Seite an Seite operieren. Der Wildcat überbrückt dabei die Zeit, bis vollautonome Plattformen wie der Proteus-Demonstrator einsatzbereit sind.

Globaler Trend: Das Wettrüsten der autonomen Systeme

Der Fokus auf Drohnenabwehr ist kein britisches Alleinstellungsmerkmal. Weltweit rüsten Marinen auf. Erst diese Woche erhielt die deutsche Marine ihr erstes großes autonomes Unterwasserfahrzeug „BlueWhale“ für Patrouillen in der Ostsee. Die Europäische Verteidigungsagentur treibt Projekte für koordinierte Drohnenschwärme voran, und die USA entwickeln Langstrecken-Angriffsdrohnen für kleinere Kriegsschiffe.

Diese Entwicklungen zeigen: Eine neue Form des maritimen Wettrüstens ist im Gange. Es dreht sich um Autonomie und künstliche Intelligenz. Die Fähigkeit, solche Systeme sowohl einzusetzen als auch wirksam zu bekämpfen, wird zum neuen Maßstab für Seemacht. Der erfolgreiche Test der HMS Duncan liefert hierfür wertvolle taktische Erkenntnisse.

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Die Zukunft ist hybrid: Bemannt und unbemannt

Die Royal Navy verfolgt eine evolutionäre Strategie unter dem Motto „unbemannt wo möglich, bemannt wo nötig“. Autonome Systeme sollen künftig Routinetasks wie Überwachung übernehmen, um teure bemannte Plattformen für komplexe Gefechtsaufgaben freizuspielen. Der Proteus, dessen Erstflug Anfang 2026 stattfand, soll Technologien für genau diese anspruchsvollen Rollen erproben.

Doch der bemannte Helikopter bleibt vorerst unverzichtbar. Für etwa 2040 plant die Navy ein Nachfolgemodell für Wildcat und Merlin, das für Missionen mit hohem Entscheidungsdruck ausgelegt sein wird. Der Weg führt zu einer resilienten Marineflieger-Truppe, in der Drohnen die erste Verteidigungslinie bilden und menschliche Besatzungen in hochmodernen Helikoptern die entscheidenden Schläge führen.

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