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Romance Scams: KI-gestützte Betrüger nutzen Valentinstag aus

14.02.2026 - 06:41:12

Kriminelle Netzwerke nutzen künstliche Intelligenz für professionellen Romance Scam, verursachen Milliardenschäden und setzen auf emotionale Manipulation.

Polizei und Verbraucherschützer warnen pünktlich zum Valentinstag vor einer dramatischen Zunahme von Liebesbetrug. Kriminelle nutzen die Sehnsucht nach Nähe gezielt aus und werden dabei immer professioneller. Sie erschaffen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) täuschend echte Profile und setzen sogar Deepfake-Videos ein, um Vertrauen zu erschleichen und ihre Opfer finanziell auszunehmen.

So bauen die Betrüger emotionale Fallen

Die Täter, sogenannte Romance Scammer, folgen einem ausgeklügelten Muster. Sie legen attraktive Fake-Profile an, oft mit angesehenen Berufen wie Ingenieur oder Arzt. Nach dem ersten Kontakt auf Dating-Apps oder sozialen Medien intensivieren sie die Kommunikation rasch. Sie überhäufen ihr Opfer mit Aufmerksamkeit, um eine starke emotionale Bindung aufzubauen.

Der entscheidende Moment kommt mit der Bitte um Geld. Die Täter täuschen eine plötzliche Notlage vor – einen Unfall, hohe Arztkosten oder gestohlene Reisepapiere. Unter großem Zeitdruck fordern sie finanzielle Hilfe an. Die Zahlungen sollen über schwer nachverfolgbare Wege wie Kryptowährungen, Geschenkkarten oder direkte Überweisungen erfolgen.

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Milliardenschäden und gebrochene Herzen

Die finanziellen Verluste sind immens. Das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung schätzt den globalen Jahresgewinn aus Online-Liebesbetrug auf fast 40 Milliarden US-Dollar. In Deutschland belief sich der Schaden allein in Sachsen 2024 auf über 4,1 Millionen Euro. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, denn viele Betroffene schämen sich, zur Polizei zu gehen.

Der emotionale Schaden wiegt oft schwerer als der finanzielle Verlust. Opfer verlieren nicht nur ihr Erspartes, sondern auch das Vertrauen in andere Menschen. Der Betrug hinterlässt gebrochene Herzen und kann zu schweren psychischen Belastungen führen.

Diese Warnsignale sollten Sie kennen

Behörden identifizieren klare rote Flaggen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn eine neue Online-Bekanntschaft:

  • Zu perfekt wirkt: Das Profilbild ist übermäßig attraktiv, die Lebensgeschichte klingt unglaubwürdig.
  • Schnell intensive Gefühle äußert: Schon nach kurzer Zeit ist von „Seelenverwandtschaft“ oder Heiratsplänen die Rede.
  • Persönliche Treffen vermeidet: Immer werden Ausreden wie technische Probleme für abgesagte Videoanrufe gefunden.
  • Nach Geld fragt: Das ist das eindeutigste Alarmsignal. Überweisen Sie niemals Geld an Menschen, die Sie nur online kennen.
  • Isolierungsversuche startet: Der Täter versucht möglicherweise, Sie von Freunden und Familie zu distanzieren.

Verbraucherschützer raten bei Verdacht zu einer umgekehrten Bildersuche. So lässt sich prüfen, ob die Profilfotos gestohlen sind.

Organisierte Kriminalität mit KI-Werkzeugen

Hinter den Betrugsmaschen stecken heute keine Einzeltäter mehr, sondern internationale kriminelle Netzwerke. Diese operieren aus „Betrugsfabriken“, oft in Südostasien oder Westafrika. Die Nutzung von KI hat ihre Effizienz explosionsartig gesteigert.

KI-Übersetzer überwinden Sprachbarrieren, Chatbots führen automatisierte Gespräche. Besonders alarmierend ist der Einsatz von Echtzeit-Deepfakes in Videoanrufen. Diese Technologie macht es für Laien nahezu unmöglich, die Täuschung zu durchschauen.

Wird die Bedrohung durch KI noch größer?

Experten sind sich einig: Die Gefahr wird weiter wachsen. Die Entwicklung generativer KI ermöglicht Betrügern noch personalisiertere und überzeugendere Angriffe. Zukünftige Szenarien könnten vollständig autonome KI-Agenten umfassen, die tausende Opfer gleichzeitig ins Visier nehmen.

Als Reaktion fordern Verbraucherschützer schärfere Regeln für Online-Plattformen und mehr Aufklärung. Betroffene sollten jeden Betrugsversuch umgehend bei der Polizei und der genutzten Plattform melden.

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