Rolls-Royce Aktie: V12 bleibt, E-Ziel fällt
20.03.2026 - 01:23:53 | boerse-global.deRolls-Royce verabschiedet sich von einem Versprechen, das die Marke seit 2021 begleitet hat: Die Luxusautomarke gibt das Ziel auf, bis 2030 ausschließlich Elektrofahrzeuge anzubieten. CEO Chris Brownridge bestätigte am Mittwoch den strategischen Kurswechsel — und die legendären V12-Motoren werden deutlich länger gebaut als bislang geplant.
Schwache Spectre-Zahlen als Weckruf
Der Rückzug vom Elektro-Mandat kommt nicht überraschend. Die Verkaufszahlen des Spectre, bisher das einzige rein elektrische Modell der Marke, brachen 2025 um 47 Prozent auf 1.002 Einheiten ein — nach 1.890 im Vorjahr. Der EV-Anteil an den Gesamtauslieferungen sank damit von 33 auf 17,7 Prozent. Rolls-Royce lieferte 2025 insgesamt 5.664 Fahrzeuge aus, mit klarem Fokus auf margenstarke Sonderanfertigungen.
Brownridge brachte es auf eine einfache Formel: Für jeden Kunden, der ein elektrisches Fahrzeug wünscht, gibt es einen anderen, der ausdrücklich den 6,75-Liter-V12 verlangt. Die neue Strategie folgt daher der Nachfrage — ein Ansatz, den auch Bentley und Aston Martin bereits gewählt haben.
Rückenwind kommt zudem von der Regulierungsseite. Abgeschwächte Euro-7-Emissionsstandards und ein flexiblerer Umgang mit dem geplanten EU-Verbrennerverbot ab 2035 schufen den nötigen Spielraum für den Strategiewechsel. Der Spectre bleibt im Programm, und die nächste Generation des Cullinan soll weiterhin eine elektrische Variante erhalten.
Luftfahrtsparte setzt auf Effizienz
Parallel dazu meldet die Aerospace-Sparte einen Finanzierungserfolg: 64 Millionen Euro aus dem EU-Programm Clean Aviation fließen in die Weiterentwicklung des UltraFan-30-Triebwerksdemonstrators. Das Projekt läuft im Rahmen der UNIFIED-Partnerschaft, zu der Airbus, Lufthansa Technik und mehrere Forschungsinstitute gehören. Ziel ist eine Emissionsreduzierung von bis zu 30 Prozent bei Schmalrumpfflugzeugen. Bodentests sind für 2028 geplant.
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Das Bild, das Rolls-Royce damit zeichnet, ist zweigeteilt: Im Automobilbereich Bewahrung des Bewährten, in der Luftfahrt konsequente Dekarbonisierung.
Breiter Marktdruck am Mittwoch
Die Ankündigung fiel auf einen schwachen Handelstag in London. Der FTSE 100 verlor 2,35 Prozent und schloss bei 10.063,50 Punkten — belastet durch steigende Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten sowie die anhaltend restriktive Haltung der Bank of England, die den Leitzins bei 3,75 Prozent beließ. Die Rolls-Royce-Aktie verlor im Tagesverlauf knapp drei Prozent und notiert damit rund zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 15,92 Euro.
Gemessen an den vergangenen zwölf Monaten bleibt die Bilanz dennoch eindrucksvoll: Der Kurs hat sich in diesem Zeitraum um mehr als 40 Prozent verteuert.
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