Rolls-Royce, Aktie

Rolls-Royce Aktie: Milliarden-Comeback

23.02.2026 - 08:36:25 | boerse-global.de

Der britische Triebwerkshersteller kündigt ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an und verhandelt gleichzeitig über staatliche Förderung für ein neues Flugzeugtriebwerk.

Rolls-Royce macht ernst: Der britische Triebwerkshersteller will seinen Aktionären bis zu 1,5 Milliarden Pfund (rund zwei Milliarden Dollar) zurückgeben. Das berichtet Sky News unter Berufung auf informierte Kreisen. Die Ankündigung soll diese Woche zusammen mit den Jahreszahlen erfolgen – und wäre bereits das zweite Aktienrückkaufprogramm binnen kurzer Zeit.

Die Zahlen dürften passen: Rolls-Royce erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen operativen Gewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund. Bereits 2025 hatte das Unternehmen seine Prognose angehoben und einen freien Cashflow von bis zu 3,1 Milliarden Pfund in Aussicht gestellt. Damals folgte ein Rückkaufprogramm über eine Milliarde Pfund – nun soll die nächste Tranche also deutlich größer ausfallen.

Staatshilfe für neue Triebwerks-Offensive

Parallel dazu verhandelt CEO Tufan Erginbilgiç mit der britischen Regierung über Steuergeld für ein ehrgeiziges Projekt: Die Entwicklung eines neuen Triebwerks für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge. Laut Financial Times geht es um ein Gesamtvolumen von drei Milliarden Pfund. Zunächst soll der Staat 100 bis 200 Millionen Pfund für einen Demonstrator des UltraFan 30 beisteuern.

Der Clou: Rolls-Royce hatte sich vor über zehn Jahren aus dem lukrativen Markt für Narrow-Body-Jets zurückgezogen. Heute dominieren dort Airbus A320 und Boeing 737 MAX – und die Konkurrenten beim Triebwerk. Mit dem UltraFan 30 will der Konzern zurück ins Spiel. Wirtschaftsminister Peter Kyle führt offenbar intensive Gespräche mit Erginbilgiç, eine Zusage soll in der ersten Jahreshälfte 2026 fallen.

Deutschland mischt ebenfalls mit

Mehrere Finanzierungsoptionen stehen im Raum: Förderung über das Aerospace Technology Institute, den National Wealth Fund oder klassische Starthilfen. Die Regierung könnte sogar eine Kapitalbeteiligung am Projekt erwägen. Allerdings könnte die Mittelvergabe heikel werden – auch Airbus und Safran haben Ansprüche auf Fördergelder für ihre britischen Standorte angemeldet.

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Interessant: Auch Deutschland zeigt Interesse an einer Beteiligung. Rolls-Royce unterhält erhebliche Produktionskapazitäten in der Bundesrepublik, was Berlin Mitspracherechte verschaffen könnte. Das Unternehmen selbst spricht von "konstruktiven Gesprächen" mit der Regierung.

Die Konstellation ist bemerkenswert: Ein Konzern, der seinen Aktionären Milliarden ausschüttet, bittet gleichzeitig um staatliche Unterstützung. Die Erklärung liegt in der Projektnatur – die Entwicklung eines komplett neuen Triebwerks verschlingt gewaltige Summen und dauert Jahre. Rolls-Royce will offenbar das Risiko teilen, ohne auf Kapitalrückflüsse an die Anleger zu verzichten. Die Jahreszahlen am 26. Februar dürften zeigen, ob sich das Unternehmen diesen Spagat leisten kann.

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