Rogers Communications Aktie: CRTC verbietet Gebühren
30.06.2026 - 05:19:45 | boerse-global.de
Rogers Communications steht vor einer schwierigen Bilanzwoche. Im Juli veröffentlicht der kanadische Telekom-Riese seine Ergebnisse für das zweite Quartal. Die Vorzeichen sind belastet: Ein neues Gesetz drückt die Stimmung massiv.
Die Aktie verlor zuletzt deutlich an Boden. Innerhalb von 30 Tagen sank der Kurs um fast zwölf Prozent auf 29,81 Euro. Damit notiert das Papier rund 15 Prozent unter seinem Jahreshoch vom März.
Der Relative-Stärke-Index von 32,3 signalisiert jedoch eine mögliche technische Gegenbewegung. Der Wert nähert sich damit dem überverkauften Bereich an.
Regulatorischer Gegenwind belastet Margen
Grund für die Nervosität ist eine Entscheidung der Aufsichtsbehörde CRTC. Seit Juni sind Aktivierungs- und Stornogebühren in Kanada verboten. Analysten rechnen branchenweit mit jährlichen Umsatzeinbußen von bis zu 75 Millionen Kanadischen Dollar.
Parallel dazu reagieren institutionelle Investoren. Louisbourg Investments halbierte im ersten Quartal seinen Bestand und verkaufte rund 135.000 Aktien. Das verbleibende Paket hat noch einen Wert von knapp fünf Millionen Dollar.
Analysten bleiben trotz Volatilität optimistisch
Trotz der regulatorischen Hürden halten viele Experten an ihren positiven Einschätzungen fest. Die Dividende von 0,50 Dollar je Aktie wird wie geplant im Juli ausgezahlt. Acht von elf Analysten raten derzeit zum Kauf.
Mehrere Banken haben ihre Kursziele für die kommenden Monate konkretisiert:
- Scotiabank: 60,50 C$ (Sector Outperform)
- TD Securities: 60,00 C$ (Buy)
- JPMorgan: 65,00 C$
- National Bank: 63,00 C$ (Outperform)
Rogers versucht derweil, mit Marketing-Aktionen die Kundenbindung zu stärken. Zum Canada Day verlost der Konzern hunderte Baseball-Tickets in Toronto. Die Bilanzvorlage im Juli muss nun beweisen, wie stark das operative Geschäft das Gebühren-Aus abfedern kann.
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