Rogers Communications Aktie: 230 Stellen fallen weg
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 05:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rogers Communications setzt den Rotstift massiv an. Hunderte Stellen im Kundenservice und im Medienbereich fallen weg. Die Maßnahme trifft das Unternehmen in einer kritischen Phase. Die Folge: wütende Kunden und sinkendes Vertrauen.
Kahlschlag im Service und Radio
Der kanadische Telekom-Riese reduziert sein Personal im großen Stil. In der Sport- und Mediensparte fallen 230 Stellen weg. Parallel dazu schließt der Konzern sechs Radiostationen. Besonders hart trifft es offenbar den Kundensupport an vorderster Front. Dort hat Rogers in der vergangenen Woche zahlreiche Entlassungen eingeleitet. Die genaue Zahl der betroffenen Stellen im Service bleibt offiziell ungenannt. Berichte deuten jedoch auf hunderte betroffene Techniker und Berater hin.
Gebrochene Versprechen belasten Ruf
Die Streichungen verschärfen ein bestehendes Problem. Kunden berichten aktuell von extrem langen Wartezeiten in der Hotline. Bis zu drei Stunden hängen Betroffene teilweise in der Leitung. Damit steht ein zentrales Versprechen der Fusion mit Shaw Communications auf der Kippe. Damals garantierte Rogers einen rein kanadischen Kundenservice. Nun mehren sich die Anzeichen für eine Verlagerung in ausländische Callcenter.
Das Management verteidigt den Schritt. Rogers investiert verstärkt in digitale Tools und Self-Service-Optionen. Laut Konzernangaben fordern Kunden diese Automatisierung zunehmend ein. An der Börse herrscht derweil Skepsis vor. Die Aktie notiert bei 30,65 Euro. Damit liegt das Papier rund 13 Prozent unter seinem Jahreshoch vom März.
Ende Juli legt Rogers die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Marktteilnehmer blicken dann vor allem auf die Entwicklung der Nutzerzahlen. Auch die Stabilität der Dividende steht angesichts der hohen Investitionen in das Breitbandnetz unter Beobachtung.
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