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Rocket Lab: SpaceX-IPO am 11. Juni setzt Bewertung unter Druck

02.06.2026 - 20:27:26 | boerse-global.de

Der bevorstehende SpaceX-Börsengang setzt Rocket Labs Aktienkurs unter Druck, trotz Rekordumsätzen und solidem Auftragsbestand.

Rocket Lab: SpaceX-IPO am 11. Juni setzt Bewertung unter Druck - Bild: über boerse-global.de
Rocket Lab: SpaceX-IPO am 11. Juni setzt Bewertung unter Druck - Bild: über boerse-global.de

Rocket Lab USA versucht sich zu stabilisieren. Die Aktie notierte am 2. Juni um 14:10 UTC bei 126,84 US-Dollar, ein Plus von 4,45 Dollar gegenüber dem Vortagesschluss von 122,39 Dollar. Die Intraday-Spanne lag zwischen 123,46 und 127,40 Dollar, das Volumen überstieg zu diesem Zeitpunkt bereits 6,0 Millionen Stücke.

Der Grund für die jüngste Volatilität liegt nicht in operativen Problemen. Es ist der bevorstehende Börsengang von SpaceX, der die Bewertung börsennotierter Raumfahrtunternehmen neu kalibriert.

SpaceX zwingt zur Neubewertung

Rocket Lab galt bislang als einer der sichtbarsten börsennotierten Vergleichswerte für Investoren, die vor dem SpaceX-IPO Zugang zu Startdiensten, Satellitenbau und nationalen Sicherheitsprogrammen suchten. Genau diese Rolle macht die Aktie nun anfällig.

Am 1. Juni verlor der Titel mehr als 13 Prozent, während die breiten Indizes stabil blieben. Zuvor hatte die Aktie innerhalb von zwölf Monaten 436 Prozent zugelegt.

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SpaceX bereitet einen Börsengang vor, der die Dimensionen verschiebt. Das Unternehmen strebt eine Bewertung von rund zwei Billionen US-Dollar an und will 75 Milliarden Dollar einsammeln. Das Pricing ist für den 11. Juni geplant, die Notierung soll an der Nasdaq erfolgen. Diese Größenordnung zwingt Anleger, die Bewertungen im gesamten Sektor zu überdenken.

Fundamentaldaten als Gegengewicht

Rocket Lab liefert operativ. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 63,5 Prozent auf 200,3 Millionen Dollar, der Auftragsbestand erreichte 2,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen sicherte sich 31 neue Electron- und HASTE-Startverträge sowie fünf dedizierte Neutron-Missionen.

Für das zweite Quartal peilt Rocket Lab einen Umsatz zwischen 225 und 240 Millionen Dollar an. Die GAAP-Bruttomarge soll bei 33 bis 35 Prozent liegen, der bereinigte EBITDA-Verlust zwischen 20 und 26 Millionen Dollar.

Die Liquidität ist gesichert. Nach Abschluss eines At-the-Market-Angebots verfügt das Unternehmen über mehr als zwei Milliarden Dollar Gesamtliquidität. Ende März standen 1,205 Milliarden Dollar an Barmitteln in der Bilanz.

Nächster Start im Juni

Der nächste operative Meilenstein steht unmittelbar bevor. Die Mission "The Grain Goddess Provides" soll frühestens im Juni vom Launch Complex 1 in Neuseeland starten. An Bord: QPS-SAR-13, auch MIKURA-I genannt, ein Satellit für die japanische iQPS. Er wird in eine kreisförmige Erdumlaufbahn von 575 Kilometern Höhe gebracht.

Es ist der achte Start für iQPS, insgesamt sind 15 Missionen für die synthetische Aperturradar-Konstellation des japanischen Unternehmens vereinbart.

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Die Startfrequenz zählt, weil Anleger die Ausführung im Kleinraketen-Segment gegen die Erwartungen für größere Programme abwägen. Rocket Lab arbeitet parallel an Neutron: Hardware-Integration, Archimedes-Triebwerk-Qualifikation, zweite Stufe und wiederverwendbare Verkleidungssysteme laufen. Der Erstflug ist für Ende 2026 geplant.

Ausführung gegen Multiplikator

Die Aktie wird auf zwei Ebenen bewertet. Auf der einen Seite: Rekordumsatz, 2,2 Milliarden Dollar Backlog, ein Juni-Start und wachsende Vertragsaktivität. Auf der anderen: SpaceX hebt die Bewertungsmaßstäbe im gesamten Sektor an und macht jüngste Kursgewinne anfällig für schnelle Korrekturen.

Die Erholung über den Vortagesschluss zeigt, dass Käufer nach dem Montags-Rückgang zurückkehren. Die zentrale Frage bleibt: Kann Rocket Lab durch operative Stärke eine Bewertung rechtfertigen, die in Echtzeit gegen den größten Vergleichswert der Branche gemessen wird?

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