Rocket Lab: Slusky verkauft 60.000 Aktien für 8,96 Mio. Dollar
03.06.2026 - 20:33:26 | boerse-global.deMehrere hochrangige Rocket-Lab-Manager und ein Boardmitglied haben Ende Mai Aktien verkauft — zu Preisen, die deutlich über dem aktuellen Kurs liegen. Das gibt dem ohnehin turbulenten Kursbild eine neue Dimension.
Boardmitglied verkauft für fast neun Millionen Dollar
Den größten Einzelblock meldete Director Alexander Slusky: Er trennte sich am 28. Mai von 60.000 Aktien in zwei Tranchen — 40.000 Stück zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 149,10 Dollar und weitere 20.000 zu 150,00 Dollar. Erlös insgesamt: rund 8,96 Millionen Dollar. Die Anteile wurden über die Partnerschaft Abalone Cove LLLP gehalten; nach den Verkäufen verblieben dort noch 374.675 Aktien.
Parallel dazu meldete Marvin Bradford Clevenger, President von Rocket Lab USA, den Verkauf von 3.500 Aktien zu durchschnittlich 146,67 Dollar. Chief Operating Officer Frank Klein veräußerte 36.860 Aktien, General Counsel Arjun Kampani weitere 23.804 Aktien. Beide Transaktionen liefen automatisch über Rule-10b5-1-Pläne ab, die beide am 19. September 2025 aufgesetzt worden waren.
Verkaufspreise weit über aktuellem Kurs
Was die Meldungen besonders auffällig macht: Alle Transaktionen fanden bei Kursen zwischen 146 und 150 Dollar statt. Aktuell notiert die Aktie bei rund 102,80 Euro — ein Rückstand von mehr als 20 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro, das erst am 27. Mai markiert wurde. Allein in den vergangenen sieben Handelstagen verlor der Kurs über 20 Prozent.
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Die automatisierten Handelspläne von Klein und Kampani sprechen zwar für vorausschauende Liquiditätsplanung ohne direkten Bezug zu aktuellen Unternehmensnachrichten. Sluskys Direktverkauf unterliegt dieser Einschränkung nicht.
Starkes Quartal als Gegengewicht
Das operative Bild ist unbestritten stark. Im ersten Quartal 2026 erzielte Rocket Lab einen Rekordumsatz von 200,3 Millionen Dollar — ein Plus von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die GAAP-Bruttomarge lag bei 38,2 Prozent, der Auftragsbestand wuchs auf 2,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen verfügt über mehr als zwei Milliarden Dollar Liquidität und hat im Quartal 31 neue Electron- und HASTE-Verträge sowie fünf dedizierte Neutron-Starts unterzeichnet. Das Gesamtmanifest umfasst inzwischen über 70 kontrahierte Missionen.
Für das zweite Quartal 2026 erwartet Rocket Lab einen Umsatz zwischen 225 und 240 Millionen Dollar bei einer bereinigten EBITDA-Verlustspanne von 20 bis 26 Millionen Dollar.
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