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Rocket Lab: Quartalsbericht am 10. August

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 09:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rocket Lab legt Quartalsbericht am 10. August vor. Die Aktie notiert trotz jüngster Erholung weit unter dem Jahreshoch.

Rocket Lab Aktie: Quartalszahlen am 10. August als wichtiger Test
Moderne Raumfahrtanlage bei Dämmerung mit atmosphärischer Beleuchtung und technologischem Design. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rocket Lab nennt einen festen Termin für die nächsten Zahlen. Der 10. August 2026 wird zum Stresstest für eine Aktie, die seit dem Frühjahr fast die Hälfte ihres Werts verloren hat.

Quartalsbericht am 10. August

Rocket Lab veröffentlicht seine Zahlen zum zweiten Quartal 2026 nach US-Börsenschluss am Montag, den 10. August. Um 14 Uhr Pacific Time, also 23 Uhr deutscher Zeit, folgt die Telefonkonferenz mit dem Management. Einen Livestream samt Aufzeichnung stellt das Unternehmen auf seiner Investor-Relations-Seite bereit.

Der Termin bekommt zusätzliches Gewicht durch die jüngste Unternehmensaktivität. Rocket Lab arbeitet an der Integration der milliardenschweren Übernahme des Satellitenbetreibers Iridium und sammelt parallel neue Verteidigungsaufträge ein. Der August-Bericht zeigt erstmals im Detail, wie schnell sich diese Entwicklungen in Auftragsbestand und Umsatz niederschlagen.

Aktie tief im Minus seit dem Frühjahrshoch

Die Rocket-Lab-Aktie schloss am Mittwoch bei 69,75 US-Dollar, ein Plus von 0,91 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Anstieg von 3,56 Prozent zu Buche. Der kurzfristige Bounce ändert wenig am großen Bild: Vom 52-Wochen-Hoch bei 151 US-Dollar, erreicht am 27. Mai, trennen die Aktie noch immer 53,81 Prozent.

Der RSI von 34,1 signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 93 Prozent zeigt, wie unruhig der Handel in den vergangenen Wochen war. Ein Verkaufsdruck nach dem SpaceX-Börsengang, ein risikoscheues Gesamtmarktumfeld und deutliche Insider-Verkäufe drückten den Kurs seit Mai spürbar nach unten.

Auf Jahressicht steht die Aktie damit praktisch bei null. Über die vergangenen zwölf Monate bleibt allerdings ein Plus von knapp 42 Prozent bestehen.

Analysten uneins, Aufträge laufen weiter

Die Einschätzungen der Wall Street gehen auseinander. Morgan Stanley hob am 8. Juli sein Bull-Case-Kursziel für Rocket Lab von 185 auf 293 US-Dollar an, bestätigte das Overweight-Rating und nannte 105 US-Dollar als Basisszenario. Die Bank vergleicht das Unternehmen inzwischen mit einem kleineren SpaceX. Piper Sandler sieht das anders und stufte die Aktie Mitte Juli auf Neutral zurück, mit Verweis auf die Bewertung.

Operativ füllt sich der Auftragsbestand trotz Kursschwäche weiter. Rocket Lab bestand die System Requirements Review für die Tracking Layer Tranche 3 der Space Development Agency, ein Raketenwarn- und Trackingsystem. Zusammen mit einem früheren Auftrag aus der Transport Layer-Beta Tranche 2 übersteigt das Volumen der SDA-Verträge nun 1,3 Milliarden US-Dollar.

Neutron-Erstflug weiterhin für Ende 2026 geplant

Die nächste Rakete des Unternehmens, Neutron, bleibt ein zentraler Blickpunkt für Investoren, die über das laufende Quartal hinausdenken. Der Erstflug ist nach früheren Terminverschiebungen jetzt für das vierte Quartal 2026 angesetzt. Frühere Rückschläge bei der Hardware, darunter der Verlust von für den Flug vorgesehenen Bauteilen, bremsten das Programm zeitweise. Die Entwicklung anderer Komponenten läuft parallel weiter, ebenso die Arbeit am Triebwerk.

Die Electron-Rakete lieferte im ersten Halbjahr 2026 unterdessen Rekordzahlen. Allein zwischen Januar und März unterschrieb Rocket Lab 36 neue Startverträge, 31 davon für Electron und HASTE, fünf für Neutron. Das übertrifft die 21 Missionen des kompletten Jahres 2025 bereits nach einem Quartal.

Mit dem 10. August steht nun ein konkretes Datum, an dem sich zeigt, wie weit die Iridium-Integration, der wachsende Verteidigungs-Auftragsbestand und der Neutron-Zeitplan finanziell tatsächlich tragen.

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