Rocket Lab Aktie: SpaceX-IPO am 12. Juni
09.06.2026 - 22:51:47 | boerse-global.de
Drei Faktoren treffen Rocket Lab gleichzeitig — und das Ergebnis ist brutal. Die Aktie verliert am Dienstag über zehn Prozent und hat seit dem Allzeithoch Ende Mai bereits mehr als ein Drittel ihres Wertes abgegeben.
SpaceX-IPO drückt auf die Stimmung
Der bevorstehende Börsengang von SpaceX hatte die gesamte Raumfahrtbranche beflügelt. Nun dreht die Stimmung. SpaceX senkte seine angestrebte Bewertung von rund zwei Billionen auf 1,77 Billionen Dollar — und das reichte, um Anleger im gesamten Sektor nervös zu machen. Hinzu kam die Explosion einer Blue-Origin-Rakete, die das Vertrauen in die Branche zusätzlich belastete.
Der SpaceX-Börsengang ist für den 12. Juni geplant und könnte der größte in der Geschichte werden. Bis dahin bleibt die Unsicherheit hoch.
Jobs-Report trifft Wachstumsaktien
Am Freitag veröffentlichte das Bureau of Labor Statistics seinen Mai-Bericht. Das Ergebnis überraschte: 172.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft — Ökonomen hatten nur 80.000 erwartet. Für Wachstumsaktien wie Rocket Lab ist das eine schlechte Nachricht. Ein robuster Arbeitsmarkt erhöht den Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen anzuheben. Höhere Zinsen drücken auf die Bewertung von Unternehmen, die noch stark auf künftiges Wachstum setzen.
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Insider verkaufen nahe dem Hoch
Erschwerend kommt eine Welle von Insiderverkäufen hinzu. Zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni trennten sich mehrere Führungskräfte — darunter der General Counsel und der Chief Operating Officer — von Aktien im Gesamtwert von 18 Millionen Dollar. Direktor Alexander Slusky verkaufte allein 60.000 Aktien für knapp neun Millionen Dollar. Marvin Clevenger, Präsident von Rocket Lab USA, trennte sich von 3.500 Aktien für rund 513.000 Dollar.
Alle Transaktionen liefen über vorab festgelegte 10b5-1-Handelspläne — rechtlich einwandfrei. Dass die Verkäufe so konzentriert nahe dem 52-Wochen-Hoch erfolgten, hat Anleger dennoch aufgeschreckt. Über die vergangenen 90 Tage summiert sich der Nettowert der Insiderverkäufe auf fast 35 Millionen Dollar.
Operativ läuft das Geschäft
Das Kursgeschehen spiegelt keine operativen Probleme wider. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz um 63,5 Prozent auf 200,3 Millionen Dollar. Die Bruttomarge stieg auf 38,2 Prozent, der Auftragsbestand erreichte 2,2 Milliarden Dollar. Die Nettoliquidität lag bei über einer Milliarde Dollar.
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Am 10. Juni — also morgen — startet Rocket Lab die Mission „Curveball" vom Wallops Island in Virginia. Der suborbitale Flug läuft im Rahmen des HASTE-Programms für Regierungs- und Geheimdienstkunden. Ein konkreter Beweis, dass das Unternehmen längst mehr ist als ein reiner Raketenstarter.
Trotz des Rücksetzers steht die Aktie auf Jahressicht noch 35 Prozent im Plus. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 84,89 Euro liegt knapp unter dem aktuellen Kurs von 87,90 Euro — ein technischer Puffer, den Anleger im Blick behalten. Von den 15 Analysten, die Rocket Lab beobachten, empfehlen 86 Prozent den Kauf, kein einziger rät zum Verkauf.
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