Rocket Lab Aktie: Hyperschall-Auftrag trifft Analystenlob
20.03.2026 - 17:45:20 | boerse-global.deRocket Lab hat diese Woche gleich mehrere positive Meldungen geliefert — und das ausgerechnet nach einem heftigen Kursrutsch. Der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte und eine neue Kaufempfehlung von der Wall Street sorgen für Rückenwind, während die Aktie nach dem Schock einer Milliarden-Kapitalerhöhung wieder Boden gutmacht.
Der Rekordvertrag im Detail
Am 18. März unterzeichnete Rocket Lab einen 190-Millionen-Dollar-Vertrag für 20 Hyperschall-Testflüge mit seinem HASTE-Träger im Rahmen des MACH-TB-2.0-Programms des US-Verteidigungsministeriums. Der erste Flug soll bereits wenige Monate nach Vertragsunterzeichnung stattfinden. Das Unternehmen verweist auf eine 100-prozentige Erfolgsquote bei bisherigen HASTE-Missionen seit 2023.
Der Deal ist nicht nur ein Prestigegewinn. Er katapultiert den Gesamtauftragsbestand über die Marke von zwei Milliarden Dollar und umfasst nun mehr als 70 Starts im Backlog. Allein im ersten Quartal 2026 hat Rocket Lab 28 neue Starts verkauft — fast so viele wie im gesamten Jahr 2025.
Analyst sieht 28 Prozent Kurspotenzial
Zeitgleich mit der Vertragsankündigung initiierte Clear-Street-Analyst Greg Pendy die Abdeckung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 88 Dollar. Er hebt das vertikal integrierte Geschäftsmodell als Wettbewerbsvorteil hervor und sieht zwei zentrale Wachstumstreiber: den bewährten Electron-Träger und die mittelgroße Neutron-Rakete, die nach einer Produktionsverzögerung nun für das vierte Quartal 2026 erwartet wird. Neutron ist wiederverwendbar und soll deutlich größere Nutzlasten transportieren als Electron — und damit einen erheblich größeren Markt erschließen.
Pendy rechnet außerdem damit, dass Rocket Lab seine Electron-Startrate bis 2030 auf rund 52 Missionen pro Jahr steigert. Beim Raumfahrtsystemgeschäft beobachtet er eine strategische Verschiebung: Das Unternehmen übernimmt zunehmend die Rolle des Hauptauftragnehmers statt Subunternehmer zu sein — was in der Regel bessere Margen bedeutet.
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Das breitere Analystenbild stützt diese Einschätzung. Laut TipRanks tragen neun Analysten eine Kaufempfehlung, vier ein Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 89,36 Dollar — rund 28 Prozent über dem aktuellen Kurs von 71,93 Dollar.
Kapitalerhöhung belastet, Erholung setzt ein
Mittwochnachmittag brach die Aktie um rund neun Prozent ein, nachdem Rocket Lab eine Kapitalerhöhung von bis zu einer Milliarde Dollar angekündigt hatte. Solche Maßnahmen drücken typischerweise auf den Kurs, weil bestehende Aktionäre eine Verwässerung ihrer Anteile befürchten. Am Donnerstag erholte sich der Kurs im vorbörslichen Handel um zwei Prozent.
Anleger müssen den gestiegenen Auftragsbestand gegen den Kapitalbedarf abwägen: Insgesamt hat Rocket Lab at-the-market-Programme von bis zu 1,75 Milliarden Dollar angekündigt, um Projekte wie die Neutron-Rakete und den Ausbau des Raumfahrtsystemgeschäfts zu finanzieren. Der Rekordvertrag liefert Planungssicherheit für vier Jahre — ob das die Verwässerungssorgen langfristig überwiegt, wird sich spätestens mit dem Neutron-Erststart Ende 2026 zeigen.
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