Rocket Lab Aktie: 130 Insider-Verkäufe in sechs Monaten
24.06.2026 - 06:35:43 | boerse-global.deRocket Lab hat in den vergangenen Wochen einen steilen Absturz erlebt. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro Ende Mai hat die Aktie mehr als ein Drittel ihres Wertes verloren — und zwei Faktoren treiben den Rückgang gleichzeitig an.
Sell-the-News nach Nasdaq-100-Aufnahme
Am 22. Juni trat Rocket Lab offiziell dem Nasdaq-100 bei. Nasdaq hatte die Aufnahme im Rahmen der quartalsweisen Neugewichtung am 11. Juni angekündigt. Was folgte, war ein klassischer Sell-the-News-Effekt: Die Aktie eröffnete am Montag mit einem Minus von mehr als 8 Prozent. Anleger hatten sich im Vorfeld positioniert und kassierten nach dem Ereignis ihre Gewinne.
Erschwerend kam sektorweiter Druck hinzu. Der bevorstehende SpaceX-Börsengang lenkt Kapital und Aufmerksamkeit von kleineren Raumfahrtunternehmen ab — ein Gegenwind, der die gesamte Branche trifft.
130 Verkäufe, null Käufe
Parallel dazu läuft eine bemerkenswerte Insider-Verkaufswelle. In den vergangenen sechs Monaten haben Führungskräfte die Aktie insgesamt 130 Mal gehandelt — ausschließlich Verkäufe, kein einziger Kauf.
CFO Adam Spice verkaufte in diesem Zeitraum Anteile im Gesamtwert von rund 116 Millionen Dollar. COO Frank Klein trennte sich von Papieren im Wert von etwa 24,8 Millionen Dollar. Jüngster Fall: SVP und General Counsel Arjun Kampani übertrug am 18. Juni 88.000 Aktien zu je 107,98 Dollar in einen Exchange-Fonds — ein Vorgang auf Basis einer Subscription-Vereinbarung vom März 2026. Über 90 Tage summieren sich die Insider-Verkäufe auf 573.515 Aktien im Wert von 76,4 Millionen Dollar.
Insider-Verkäufe nach einem Kursanstieg von über 100 Prozent seit Jahresbeginn sind nicht ungewöhnlich. Dass jedoch kein einziger Kauf registriert wurde, macht das Muster auffällig.
Starke Fundamentaldaten, Neutron als nächster Treiber
Das operative Geschäft zeigt derweil keine Schwäche. Im ersten Quartal erzielte Rocket Lab erstmals mehr als 200 Millionen Dollar Umsatz in einem Quartal — konkret 200,3 Millionen Dollar, ein Plus von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 2,2 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Zu den laufenden Verträgen zählen ein 816-Millionen-Dollar-Auftrag der Space Force, ein 190-Millionen-Dollar-Hyperschallvertrag sowie ein 24-Millionen-Dollar-Entwicklungsauftrag für die Neutron-Oberstufe. Für Q2 erwartet das Unternehmen zwischen 225 und 240 Millionen Dollar Umsatz — rund 12 Prozent über dem damaligen Analystenkonsens.
Der wichtigste Katalysator bleibt die Neutron-Rakete. Rocket Lab hat bei der FAA ein Startfenster vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026 beantragt — der erste formelle Schritt gegenüber einer Bundesbehörde. Der Erstflug ist für Q4 2026 geplant. Kurz danach, voraussichtlich im August, folgt der Q2-Quartalsbericht. Beide Termine dürften die Richtung für die zweite Jahreshälfte vorgeben.
Rocket Lab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab-Analyse vom 24. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
