Rivian, Aktie

Rivian Aktie: NHTSA prüft 114.922 Fahrzeuge

29.05.2026 - 19:29:36 | boerse-global.de

US-Behörde untersucht Aufhängungsprobleme bei Rivian. Der R2-Start im Juni rückt näher, während die Aktie schwankt.

Rivian Aktie: NHTSA prüft 114.922 Fahrzeuge - Foto: über boerse-global.de
Rivian Aktie: NHTSA prüft 114.922 Fahrzeuge - Foto: über boerse-global.de

Rivian bekommt kurz vor dem wichtigen R2-Start neue Probleme mit der alten Modellreihe. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat eine Vorprüfung zu den hinteren Aufhängungskomponenten des R1T und R1S eröffnet. Für Anleger ist das heikel, weil der Konzern gerade Vertrauen für den nächsten Wachstumsschritt braucht.

Im Fokus stehen rund 114.922 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2023 und 2024. Auslöser sind Berichte über ein mögliches Lösen des hinteren Toe-Link-Bauteils während der Fahrt. Die Behörde nennt zwei Beschwerden von Kunden, darunter einen Fall mit einem Aufprall gegen eine Leitplanke.

Rivian stellt sich weiter hinter die eigene Technik und betont, die Komponenten arbeiteten wie vorgesehen. Das Unternehmen hatte allerdings bereits Anfang 2026 einen Rückruf für fast 20.000 Fahrzeuge gestartet, um Probleme bei der Montage von Fahrwerks-Hardware zu beheben. Genau deshalb dürfte die neue Prüfung mehr Gewicht haben als ein gewöhnlicher Behördenvorgang.

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R2 als Wachstumstreiber

Parallel dazu läuft Rivians nächstes großes Projekt auf Hochtouren. Der R2 soll bald offiziell an den Start gehen, Einladungen für Bestellungen und erste Auslieferungen sind für Juni geplant. Das Modell gilt als Schlüsselprodukt auf dem Weg zur Profitabilität.

Der Hersteller peilt bis Ende 2026 die Auslieferung von 25.000 R2-Einheiten an. Zunächst soll die Launch Edition kommen, danach folgen Premium- und Standardvarianten in späteren Phasen bis 2027. Für das Werk in Illinois ist das ein zentraler Test, denn dort soll die Serie in größerem Maßstab anlaufen.

Aktie bleibt nervös

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit bereits wider. Die Aktie kostet 14,04 Euro und hat heute 7,73 Prozent zugelegt, bleibt seit Jahresbeginn aber 15,31 Prozent im Minus. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 14,39 Prozent zu Buche.

Technisch liegt der Titel knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 13,10 Euro und auch über der 200-Tage-Linie von 13,39 Euro. Der RSI von 35,1 zeigt zugleich, dass die Aktie nach dem jüngsten Anstieg noch kein überhitztes Bild abgibt. Die NHTSA-Prüfung dürfte nun zusammen mit dem R2-Takt die wichtigste Messlatte für die nächsten Wochen bleiben.

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