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Rio Tinto Aktie: Kupferkosten deutlich gesenkt

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 07:59 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Rio Tinto übertrifft Erwartungen bei Eisenerz und senkt die Kostenprognose für Kupfer deutlich. Der Bergbauriese profitiert von Goldpreis und Produktivität.

Rio Tinto: Starke Eisenerzverkäufe und sinkende Kupferkosten
Abstrakte, atmosphärische Darstellung des Bergbausektors mit warmen Erdtönen und subtilen Metallreflexen, die Effizienz und Kostensenkung andeuten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rio Tinto liefert mehr Eisenerz als gedacht – und wird beim Kupferabbau spürbar günstiger. Der Bergbaukonzern hat im zweiten Quartal seine Verkaufszahlen bei Eisenerz über die Analystenerwartungen gehievt, während die Kostenprognose für Kupfer kräftig nach unten korrigiert wurde. Für ein Unternehmen dieser Größenordnung ist das eine bemerkenswerte Kombination aus operativer Erholung und strategischem Rückenwind.

Eisenerz auf Sechsjahreshoch

Die Verkäufe aus den Pilbara-Minen kletterten im zweiten Quartal um 7 Prozent auf 85,3 Millionen Tonnen – der höchste Stand seit 2020. Der Markt hatte im Konsens nur mit rund 83,4 Millionen Tonnen gerechnet. Gegenüber dem ersten Quartal bedeutet das sogar ein Plus von 18 Prozent, nachdem zwei tropische Wirbelstürme zu Jahresbeginn den Betrieb belastet hatten.

Weltweit summierten sich die Eisenerzverkäufe auf 88,8 Millionen Tonnen, ein Anstieg von 5 Prozent zum Vorjahr. Die reine Produktionsmenge in der Pilbara-Region blieb dagegen mit 83,5 Millionen Tonnen stabil – der Sprung bei den Verkäufen resultiert also vor allem aus abgebautem Lagerbestand und einer besseren Logistik nach den Wetterstörungen.

Kupfer: Weniger Menge, deutlich niedrigere Kosten

Bei Kupfer zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Produktion sank im zweiten Quartal um 7 Prozent auf 213.000 Tonnen, sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem Vorquartal. Auf Halbjahressicht steht wegen der Goldbeimischung beim Kupferabbau dennoch ein Plus von 3 Prozent bei den Kupferäquivalenten zu Buche.

Der eigentliche Kurstreiber liegt in der Kostenseite: Rio Tinto senkte die Prognose für die C1-Netto-Stückkosten der Kupferproduktion 2026 auf 30 bis 50 US-Cent pro Pfund – zuvor waren 65 bis 75 US-Cent veranschlagt. Der anhaltend hohe Goldpreis als Nebenprodukt sowie Produktivitätsgewinne treiben diese Neubewertung. Für die Eisenerzkosten bleibt der Konzern bei seiner bisherigen Spanne von 23,50 bis 25,00 US-Dollar pro Tonne, auch wenn gestiegene Dieselpreise die Kosten im ersten Halbjahr belastet haben.

In den übrigen Sparten zeigt sich ebenfalls Bewegung: Die Alumina-Produktion legte um 10 Prozent auf 2,0 Millionen Tonnen zu, während Bauxit um 3 Prozent auf 15,2 Millionen Tonnen zurückging. Lithiumcarbonat-Äquivalente wuchsen um 20 Prozent auf 14.600 Tonnen – ein kleines, aber wachsendes Segment im Portfolio.

Rio Tinto bestätigte zudem seine Jahresproduktionsziele für alle Kernrohstoffe. Zur geopolitischen Lage äußerte sich der Konzern vorsichtig: Die Situation in der Straße von Hormus bleibe volatil, bislang gebe es aber nur begrenzte direkte Auswirkungen auf den eigenen Betrieb. Notfallpläne für eine mögliche Eskalation der Energie- und Logistikmärkte hält das Unternehmen weiterhin bereit.

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