Rigetti Aktie: Konstante Bewegungen
16.01.2026 - 20:54:30Die Aktie des Quantencomputing-Spezialisten Rigetti steht aktuell im Spannungsfeld zwischen schwachen Fundamentaldaten und enormen Zukunftshoffnungen. Obwohl das Unternehmen operative Verzögerungen meldet und beim Umsatz enttäuschte, sorgen Analysten für Aufsehen. Eine neue “Strong Buy”-Einstufung verspricht sattes Kurspotenzial, doch rechtfertigt die technologische Vision die aktuellen Risiken?
Rosenblatt sieht 62 Prozent Potenzial
Verantwortlich für das aktuelle Interesse ist eine offensive Einschätzung von Rosenblatt Securities. Analyst John McPeak stufte den Titel am heutigen Freitag auf “Strong Buy” hoch und setzte das Kursziel auf 40,00 US-Dollar fest. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau von rund 24,70 US-Dollar impliziert dies ein Aufwärtspotenzial von etwa 62 Prozent.
Unterstützung erhält diese bullische Sichtweise von Williams Trading und Benchmark, die ebenfalls die 40-Dollar-Marke anvisieren. Einigkeit herrscht am Markt jedoch nicht: Das Analysehaus Jefferies bleibt vorsichtiger, bewertet die Aktie mit “Hold” und sieht den fairen Wert bei lediglich 30,00 US-Dollar. Diese Diskrepanz verdeutlicht das hohe Risiko, das mit der aktuellen Marktkapitalisierung von 8,15 Milliarden US-Dollar einhergeht.
Krypto-Angst hilft Quanten-Aktien
Ein spannender makroökonomischer Faktor stützt die Investitionsthese im Sektor: Christopher Wood, Chefstratege bei Jefferies, reduzierte am 16. Januar die Bitcoin-Gewichtung in seinem Musterportfolio um 10 Prozent. Seine Begründung liefert den Quanten-Titel Argumente: Die langfristige Bedrohung der kryptografischen Sicherheit durch Quantencomputer veranlasst Investoren dazu, Kapital in die Entwickler dieser Technologie umzuschichten. Rigetti profitiert als “Pure Play”-Anbieter von diesem Absicherungsgedanken institutioneller Anleger.
Ernüchternde Zahlen und Verzögerungen
Wer auf die nackten Zahlen blickt, findet jedoch weniger Grund zur Euphorie. Im dritten Quartal 2025 fiel der Umsatz mit 1,95 Millionen US-Dollar um über 18 Prozent im Jahresvergleich und verfehlte die Erwartungen der Analysten. Zwar fiel der Verlust pro Aktie mit 0,03 US-Dollar geringer aus als befürchtet, doch die Profitabilität bleibt in weiter Ferne. Experten wie McPeak rechnen nicht vor 2030 mit dem sogenannten “Quantenvorteil”, was darauf hindeutet, dass Verluste bis ins Jahr 2031 anhalten könnten.
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Hinzu kommt eine operative Geduldsprobe: Die Einführung des neuen 108-Qubit-Systems “Cepheus-1” verschiebt sich zur Optimierung auf das Ende des ersten Quartals 2026. Dennoch gibt es Lichtblicke auf technischer Seite: Die gemeldeten Fehlerraten (Gate Fidelity) liegen bei vielversprechenden 99 Prozent für das neue System.
Die Situation bei Rigetti bleibt eine Wette auf die technologische Exzellenz, nicht auf kurzfristige Erträge. Während technische Meilensteine entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit gegen Konkurrenten wie IonQ bleiben, müssen Anleger die Diskrepanz zwischen Analysten-Euphorie und der finanziellen Realität (“Cash Burn”) aushalten. Der Kurs dürfte weiterhin primär von Nachrichten zum technischen Fortschritt und weniger von den nächsten Quartalszahlen getrieben werden.
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