Rigetti Aktie: 12,52 Prozent Sprung auf Symposium
21.05.2026 - 12:23:19 | boerse-global.deRigetti präsentiert sich gerade als einer der spannendsten Namen im Quantenbereich. Auf der Canaccord Genuity Virtual Quantum Symposium spricht CEO Subodh Kulkarni über technologische Fortschritte und den Fahrplan hin zu einem späteren kommerziellen Durchbruch. Der Kurs reagiert darauf deutlich: Die Aktie legt heute 12,52 Prozent auf 16,41 Euro zu.
Der Hintergrund ist ein Mix aus Fortschritt und weiter hohem Risiko. Das Unternehmen wächst beim Umsatz kräftig, verbrennt aber weiter Geld. Genau dieser Gegensatz prägt die Bewertung.
Umsatz springt nach oben
Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz auf 4,4 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es erst 1,5 Millionen Dollar. Treiber waren mehr Nutzung der Quantum Processing Units und mehr Serviceverträge.
Unter dem Strich steht ein GAAP-Nettogewinn von 33,1 Millionen Dollar. Dieser Wert täuscht allerdings über das operative Bild hinweg. Ein nicht zahlungswirksamer Bewertungsgewinn von 54 Millionen Dollar aus Derivate-Warrant-Verbindlichkeiten verzerrte das Ergebnis. Bereinigt blieb ein Non-GAAP-Nettoverlust von 14,7 Millionen Dollar.
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Auch operativ bleibt der Druck hoch. Der Quartalsverlust aus dem laufenden Geschäft lag bei 26 Millionen Dollar. Für Investoren ist das der eigentliche Maßstab, nicht der buchhalterische Sondereffekt.
108-Qubit-System jetzt breit verfügbar
Im Zentrum der Management-Kommunikation steht das Cepheus-1-108Q-System. Der Quantencomputer ist inzwischen über Amazon Braket, Microsoft Azure Quantum und Rigettis eigene Quantum Cloud Services verfügbar. Das ist ein wichtiger Schritt, weil Zugang und Nutzbarkeit für die Kommerzialisierung entscheidend sind.
Technisch setzt Rigetti auf eine chipletbasierte Architektur. Diese soll das Skalieren von Quantenhardware erleichtern. Die aktuelle mittlere Zwei-Qubit-Gate-Fidelity liegt bei rund 99,1 Prozent. Bis Ende 2026 will das Unternehmen auf 99,5 Prozent kommen.
Viel Liquidität, hoher Kapitalbedarf
Finanziell hat Rigetti noch Spielraum. Zum Quartalsende lagen Kasse, Cash-Äquivalente und verfügbare Wertpapiere bei 569 Millionen Dollar. Schulden weist das Unternehmen nicht aus. Das gibt Luft für die Forschung, ändert aber nichts an dem kapitalintensiven Geschäftsmodell.
Besonders im Fokus steht ein geplantes Investitionsprogramm von 100 Millionen Dollar in Großbritannien. Dort soll ein 1.000-Qubit-System entwickelt werden. Das unterstreicht den Anspruch, technisch in eine neue Größenordnung vorzustoßen.
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Analysten bleiben konstruktiv
Auch die Analystenseite bleibt überwiegend positiv. Cantor Fitzgerald hält nach den Zahlen an „Overweight“ fest und nennt ein Kursziel von 30 Dollar. Mizuho setzte das Kursziel auf 27 Dollar und verwies auf angepasste Schätzungen für das Geschäftsjahr.
Der Markt muss damit weiter zwei Dinge gleichzeitig bewerten: das schnelle Umsatzwachstum und die enormen Kosten für den Ausbau der Plattform. Die Aktie notiert trotz des heutigen Sprungs noch 18,78 Prozent unter dem Stand von Jahresbeginn und knapp 66 Prozent unter dem Hoch vom Oktober 2025. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 14,34 Euro, der 100-Tage-Durchschnitt bei 17,08 Euro.
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