Rheinmetall Aktie: Marschflugkörper-Fertigung in Unterlüß
10.05.2026 - 20:44:51 | boerse-global.deVolle Auftragsbücher, ehrgeizige Rüstungspläne und dennoch ein massiver Kursrutsch. Bei Rheinmetall klaffen operative Entwicklung und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Vor der anstehenden Hauptversammlung am Dienstag steht Konzernchef Armin Papperger unter Druck, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Auslöser der aktuellen Nervosität sind die jüngsten Quartalszahlen. Der Düsseldorfer Konzern steigerte den Umsatz im ersten Jahresviertel zwar um knapp acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld allerdings mit deutlich mehr gerechnet.
Die Quittung am Aktienmarkt folgte prompt. Die Rheinmetall-Aktie brach zum Wochenschluss um über zehn Prozent auf 1.207,20 Euro ein — ein neues Jahrestief. Seit Anfang Januar hat das Papier damit rund ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Charttechnisch ist der Aufwärtstrend vorerst gebrochen, der Kurs notiert weit unterhalb der 200-Tage-Linie.
Verantwortlich für den Umsatzrückstand sind laut Unternehmensangaben zeitliche Verschiebungen. Lieferverzögerungen bei Militär-Lkw und Produktionsanpassungen im spanischen Munitionswerk Murcia bremsten das Wachstum. Diese Aufträge sollen im zweiten Quartal umsatzwirksam werden. Strukturelle Probleme sieht das Management hier nicht.
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Marschflugkörper aus Niedersachsen
Papperger will auf dem Aktionärstreffen mit strategischen Fortschritten punkten. Ein vorab veröffentlichtes Redemanuskript offenbart konkrete Pläne für den niedersächsischen Standort Unterlüß. Noch im laufenden Jahr soll dort die Fertigung von Marschflugkörpern für Deep-Strike-Operationen anlaufen.
Dafür bündeln die Düsseldorfer ihre Kräfte mit dem niederländischen Rüstungsunternehmen Destinus. Ein geplantes Gemeinschaftsunternehmen soll fortschrittliche Raketensysteme vermarkten. Im Mittelpunkt steht das System Ruta 2. Der Flugkörper soll bei 250 Kilogramm Nutzlast Ziele in 700 Kilometern Entfernung erreichen. Bei der Zielerkennung kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz.
Parallel dazu treibt Rheinmetall die Expansion auf See voran. Nach der abgeschlossenen Übernahme der NVL-Gruppe im ersten Quartal positioniert sich der Konzern als Volldienstleister für alle Teilstreitkräfte. Das Spektrum reicht nun von unbemannten Marinefahrzeugen bis zum Bau von Fregatten.
Großaufträge sollen Wende bringen
Die operative Basis bleibt trotz des jüngsten Kursrückgangs massiv. Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf einen Rekordwert von rund 73 Milliarden Euro. Der Vorstand hält entsprechend an seiner Jahresprognose fest und stellt ein Umsatzwachstum von über 40 Prozent in Aussicht.
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Im zweiten Quartal rechnet das Management mit erheblicher Dynamik beim Auftragseingang. Das Volumen soll die Marke von 20 Milliarden Euro übersteigen. Auf der Liste stehen unter anderem milliardenschwere Programme für Lynx-Kampfpanzer und Fregattenmunition.
Auf der virtuellen Hauptversammlung am 12. Mai stimmt die Aktionärsbasis über die vorgeschlagene Dividende von 11,50 Euro je Aktie ab. Einen Tag später wird das Papier ex-Dividende gehandelt. Bis dahin muss Papperger die Investoren überzeugen, dass die verzögerten Umsätze tatsächlich im zweiten Quartal in den Büchern stehen.
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