Rheinmetall Aktie: 80 Milliarden Verteidigungs-Aufträge bis Jahresende
15.05.2026 - 20:50:10 | boerse-global.de
Volle Auftragsbücher, aber ein schwacher Aktienkurs. Bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Rüstungskonzern profitiert von einem massiven Auftragsbestand. Dennoch notiert das Papier mit rund 1.122 Euro nahe dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn verlor der Titel fast 30 Prozent.
Die Umsetzung bremst aktuell den Aktienkurs. Der Markt reagierte zuletzt enttäuscht auf die Quartalszahlen. Der Umsatz stieg zwar auf 1,94 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld allerdings mit deutlich mehr gerechnet. Administrative Kontrollen und Logistikprobleme verzögern die Auslieferungen.
Ein Beispiel liefert das Pulvergeschäft. Laut AlphaValue stoppten Abnahmekontrollen vorerst Verkäufe im Wert von 100 Millionen Euro. Die Folge: Kurzfristig fehlt Umsatztempo. Die Profitabilität wächst indes weiter. Die operative Marge kletterte im ersten Quartal auf 11,6 Prozent.
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Analysten sehen Einstiegschance
Einige Experten werten den Kursrutsch nun als Gelegenheit. Warburg Research hob die Einstufung für Rheinmetall von "Hold" auf "Buy" an. Die Analysten sehen die langfristige Ertragskraft aktuell deutlich unterbewertet. Parallel dazu spricht Berenberg von einem attraktiven Preisniveau.
Die Bank blickt optimistisch in die Zukunft. Bis Ende des Jahres könnte sich Rheinmetall Verteidigungsaufträge von bis zu 80 Milliarden Euro sichern. Die Visibilität für die kommenden Jahre ist hoch. Bereits jetzt decken Rahmenverträge fast drei Viertel des erwarteten Umsatzes für 2027 ab.
Expansion auf dem Wasser und in der Luft
Um langfristig zu wachsen, diversifiziert Vorstandschef Armin Papperger das Geschäft. Das Segment "Naval Systems" fließt nach der Integration von Naval Vessels Lürssen erstmals voll in die Bilanz ein. Damit deckt der Konzern nun auch den maritimen Bereich ab. Hinzu kommt ein geplantes Joint Venture für Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie.
Diese Expansion bringt jedoch Komplexität mit sich. JPMorgan stufte die Aktie deshalb zuletzt auf "Neutral" ab. Andere Häuser fokussieren sich auf den Kapazitätsausbau. Die neue Drohnenfertigung in Neuss startet bald in Serie. Das soll mittelfristig neuen Schub liefern. Sobald Rheinmetall die aktuellen Lieferengpässe auflöst, rückt die starke Auftragslage wieder in den Vordergrund.
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