Revolution Medicines Aktie: 60% geringeres Sterberisiko
02.06.2026 - 08:38:06 | boerse-global.de
Revolution Medicines veröffentlichte auf der ASCO-Jahrestagung 2026 Daten, die Anleger elektrisieren. Die Aktie schoss um rund 20 Prozent nach oben. Gleichzeitig erschienen die Ergebnisse im New England Journal of Medicine. Im Mittelpunkt steht der Wirkstoff Daraxonrasib.
Fast verdoppelte Überlebenszeit
Die Phase-3-Studie RASolute 302 testete Daraxonrasib bei Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Ergebnis: Die mediane Gesamtüberlebenszeit stieg auf 13,2 Monate – fast doppelt so hoch wie bei der Chemotherapie mit 6,7 Monaten.
Für Patienten mit einer RAS-G12-Mutation sank das Sterberisiko um 60 Prozent. Die Hazard Ratio lag bei 0,40. Die Studie erreichte ihre primären und wichtigsten sekundären Endpunkte mit hoher statistischer Signifikanz.
Onkologen sprechen von einem potenziellen Paradigmenwechsel. Die Überlebensraten bei dieser Krebsart stagnieren seit über einem Jahrzehnt.
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Besser verträglich
Die Daten zeigen nicht nur eine bessere Wirksamkeit. Auch die Verträglichkeit überzeugt.
Schwere Nebenwirkungen (Grad 3 oder höher) traten bei 43,6 Prozent der Daraxonrasib-Patienten auf. In der Chemotherapie-Gruppe waren es 57,5 Prozent. Die Abbrecherquote wegen Nebenwirkungen? 1,2 Prozent gegenüber 11,2 Prozent.
Patienten berichteten zudem von deutlich weniger Krebsschmerzen und einer besseren Lebensqualität. Diese Kombination aus Wirksamkeit und Verträglichkeit sehen Experten als entscheidenden Vorteil für die kommerziellen Chancen des Medikaments.
Zulassungsverfahren läuft
Der Markt reagierte mit einem sprunghaften Anstieg des Handelsvolumens. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens kletterte in Richtung 34 Milliarden Dollar.
Revolution Medicines reicht derzeit einen rollierenden Zulassungsantrag bei der FDA ein. Die Behörde hat dem Medikament bereits den Breakthrough-Therapy-Status verliehen. Für Patienten, die nicht auf die vollständige Zulassung warten können, gibt es ein erweitertes Zugangsprogramm.
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Die Ansprechrate verdreifachte sich fast: 31,6 Prozent für Daraxonrasib gegenüber 11,2 Prozent für Chemotherapie.
Breitere Pipeline in Sicht
Der Erfolg der RASolute-302-Studie ist ein Proof of Principle für die gesamte Strategie des Unternehmens. Revolution Medicines zielt auf den RAS-Signalweg ab – eine bislang schwer angreifbare Zielstruktur.
Klinische Studien laufen bereits für die Erstlinientherapie und für Kombinationsansätze bei verschiedenen RAS-bedingten Krebsarten. Mit rund 2,2 Milliarden Dollar frischem Kapital aus jüngsten Aktienemissionen ist das Unternehmen gut finanziert. Die Pipeline mit weiteren RAS(ON)-Hemmern kann in die nächste Entwicklungsphase starten.
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