Revolution Medicines Aktie: 13,2 Monate in Phase 3
07.06.2026 - 03:03:56 | boerse-global.de
Revolution Medicines hat mit Daraxonrasib ein starkes Signal geliefert. Der Wirkstoff verlängerte in einer Phase-3-Studie das Überleben bei Patienten mit vorbehandeltem metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs deutlich. Für ein Feld mit extrem wenigen wirksamen Optionen ist das ein seltener Befund.
Die Daten stammen aus der RASolute-302-Studie und wurden auf der Plenarsitzung der ASCO-Jahrestagung vorgestellt. Parallel erschien die Arbeit im New England Journal of Medicine. Das verstärkt die Wahrnehmung zusätzlich.
Deutlich längeres Überleben
Im Mittelpunkt steht der Abstand zur Standardchemotherapie. Die mittlere Gesamtüberlebenszeit lag mit Daraxonrasib bei 13,2 Monaten. In der Vergleichsgruppe waren es 6,7 Monate.
Auch bei der progressionsfreien Überlebenszeit zeigt sich ein klarer Vorsprung. Hier kam Daraxonrasib auf 7,2 Monate, die Chemotherapie auf 3,6 Monate. Die objektive Ansprechrate stieg auf 31,6 Prozent und lag damit deutlich über den 11,2 Prozent der Kontrollgruppe.
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Hinzu kommen klinisch relevante Verbesserungen bei Schmerzen, allgemeinem Gesundheitszustand und Lebensqualität. Experten reagierten entsprechend euphorisch. Die Resultate wurden als „unprecedented“, „game changer“ und „practice-changing“ bezeichnet.
Rückenwind für den Wirkstoff
Der regulatorische Pfad ist bereits vorbereitet. Die FDA hat Daraxonrasib den Status einer Breakthrough Therapy und einer Orphan Drug eingeräumt. Außerdem nahm die Behörde den Wirkstoff in ihr National-Priority-Voucher-Pilotprogramm auf, was die Prüfung nach vollständiger Einreichung auf etwa ein bis zwei Monate verkürzen soll.
Im Mai genehmigte die FDA zudem ein Expanded-Access-Programm für geeignete Patienten. Revolution Medicines will die Daten nun bei den weltweiten Behörden einreichen und auch einen Zulassungsantrag in den USA stellen. Truist Securities sieht einen möglichen US-Start im dritten Quartal 2026.
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Aktie bleibt nervös
An der Börse spiegelt sich die klinische Fantasie bereits in einer massiven Rally. Die Aktie schloss am Freitag bei 129,00 Euro und verlor 3,73 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt sie trotzdem 91,11 Prozent im Plus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar 266,48 Prozent.
Vom Rekordhoch bei 159,50 Euro vom 1. Juni ist der Kurs inzwischen 19,12 Prozent entfernt. Die hohe Schwankung bleibt mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 130,81 Prozent extrem. Das dürfte spannend werden, wenn die nächsten Zulassungsschritte und die geplante Phase-3-Studie RASolute 303 in Großbritannien anrollen.
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