Revolut warnt vor Betrugs-Anrufen in Malta
01.03.2026 - 18:48:11 | boerse-global.deDie Digitalbank Revolut warnt ihre Kunden in Malta vor einer neuen Welle raffinierter Telefonbetrügereien. Mehrere Nutzer verloren ihr gesamtes Guthaben. Das Unternehmen betont, dass es niemals unaufgefordert nach persönlichen Daten fragen oder mit Polizei drohen würde.
Die Betrüger nutzen eine ausgeklügelte Masche: Ein voraufgezeichnetes englisches Ansagetape gibt sich als Revolut aus und behauptet, die persönlichen Daten des Kunden stimmten nicht überein. Wer nicht kooperiere, dem drohe eine Anzeige. Anschließend wird das Opfer zu einem "Live-Mitarbeiter" durchgestellt, der unter Druck sensible Daten abfragt. Betroffene stellten später fest, dass ihre Konten komplett geleert wurden.
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Revolut reagiert mit Sicherheits-Feature
Revolut weist alle Verbindungen zu diesen Anrufen entschieden zurück. "Wir würden niemals solche Einschüchterungstaktiken anwenden", so ein Unternehmenssprecher. Kunden, die einen solchen Anruf erhalten, sollen sofort auflegen und den Vorfall melden.
Als konkrete Gegenmaßnahme verweist das Fintech auf ein Sicherheits-Feature, das im Januar 2026 eingeführt wurde: ein in-app Anruf-Verifizierungssystem. Ruft ein echter Revolut-Mitarbeiter an, erscheint im geöffneten App-Fenster ein Banner, das die Echtheit bestätigt. Fehlt dieses Banner, handelt es sich um Betrug.
Zudem rät Revolut zur Aktivierung zusätzlicher Schutzschichten in den App-Einstellungen. Dazu gehören eine biometrische Verifizierung für große Überweisungen und ein verzögerter Transfer-Modus für Zahlungen von nicht vertrauenswürdigen Orten aus.
Digitale Banken im Visier von Kriminellen
Der Vorfall in Malta unterstreicht die wachsenden Sicherheitsherausforderungen für Finanzinstitute im digitalen Zeitalter. Je populärer Fintech-Plattformen werden, desto attraktiver sind sie für immer raffiniertere Betrüger. Revolut ist in Malta als voll lizenzierte Bank tätig und unterliegt der Aufsicht der litauischen Zentralbank. Kundeneinlagen sind bis zu einer bestimmten Grenze durch das litauische Einlagensicherungssystem geschützt.
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Dieser Schutz gilt jedoch typischerweise nicht für Betrugsfälle, bei denen Kunden getäuscht werden, selbst Geld an Betrüger zu überweisen. Revolut hat in Malta eine bedeutende Nutzerbasis, die seit dem Start der Bankdienstleistungen 2021 stark gewachsen ist – und damit ein lukratives Ziel für Kriminelle darstellt.
Wachsamkeit bleibt der beste Schutz
Die Entwicklung zeigt: Die Last der Betrugsprävention liegt bei Banken und Kunden gleichermaßen. Revolut kündigte an, seine Sicherheitsinfrastruktur weiter auszubauen und Nutzer aufzuklären. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Unternehmens zeigt, dass Betrug zunehmend über soziale Medien und Messaging-Dienste initiiert wird.
Die wichtigste Lektion für Kunden lautet: Niemals PINs, Passwörter oder Einmal-Codes weitergeben. Misstrauen ist angebracht bei allen unaufgeforderten Kontaktversuchen, die Dringlichkeit oder Angst schüren. Funktionen wie die Anrufverifizierung in der App und Zwei-Faktor-Authentifizierung können das Betrugsrisiko deutlich senken – und so die Vorteile des digitalen Bankings sicher nutzbar machen.
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