Retro-Walking, Rückwärtsgehen

Retro-Walking: Rückwärtsgehen wird zum Fitness-Trend

07.02.2026 - 06:40:12

Rückwärtsgehen entlastet die Kniegelenke, stärkt die Muskulatur und fördert die kognitive Leistung. Sportmediziner bestätigen die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile des Trends.

Retro-Walking erobert als gesunder Trend Fitnessstudios und Parks. Die ungewöhnliche Bewegung entlastet die Knie, stärkt die Muskulatur und fordert sogar das Gehirn. Sportmediziner und Orthopäden bestätigen die vielfältigen Vorteile des bewussten Rückwärtsgehens.

Schonender Gang für strapazierte Knie

Der größte Vorteil liegt in der entlastenden Biomechanik. Beim Rückwärtsgehen setzt der Fuß zuerst mit dem Ballen auf, nicht mit der Ferse. Diese Bewegung reduziert den Druck auf die Kniescheibe erheblich und kann so Schmerzen bei Arthrose lindern. Orthopäden wie Markus Klingenberg betonen, dass besonders die oft von Arthritis betroffene Knieinnenseite entlastet wird. Stattdessen wird der vordere Oberschenkelmuskel (Quadrizeps) stärker aktiviert.

Training für Muskeln und Gleichgewicht

Retro-Walking setzt neue Reize:
* Intensivere Muskelarbeit: Waden, vordere Oberschenkel und Schienbeinmuskulatur werden stärker gefordert.
* Stabilerer Rumpf: Die Rücken- und Rumpfmuskulatur muss mehr arbeiten, um die Balance zu halten – das verbessert die Haltung.
* Bessere Koordination: Der ungewohnte Bewegungsablauf schult Gleichgewichtssinn und Körperwahrnehmung (Propriozeption). Sportler nutzen kurze Einheiten deshalb schon lange zum Aufwärmen.

Gehirnjogging in Bewegung

Die positiven Effekte gehen über den Körper hinaus. Rückwärtsgehen ist anspruchsvolles Gehirntraining. Während Vorwärtsgehen automatisiert abläuft, erfordert der Rückwärtsgang volle Konzentration. Dies aktiviert besonders den präfrontalen Kortex, der für Planung und Gedächtnis zuständig ist.

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Kann man sich so sogar besser erinnern? Eine Studie der University of Roehampton legt das nahe: Probanden erinnerten sich besser an Videos, nachdem sie rückwärts gegangen waren.

Vom Reha-Tool zum Mainstream

Retro-Walking ist längst mehr als eine Kuriosität. In der Physiotherapie hilft es nach Verletzungen oder Schlaganfällen, Gang und Balance wiederherzustellen. Freizeitsportler schätzen die effiziente Methode: Schätzungen zufolge verbrennt Rückwärtsgehen bis zu 40 Prozent mehr Kalorien als normales Gehen im gleichen Tempo.

Der Trend passt in die Entwicklung zu ganzheitlichen, achtsamen Bewegungsformen. Der Einstieg ist einfach: Schon fünf bis zehn Minuten, zwei- bis dreimal pro Woche auf freiem, sicherem Gelände können Wirkung zeigen. Diese simple Übung dürfte sich dauerhaft in gesundheitsbewussten Routinen etablieren.

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