Renault, Austral

Renault Austral im Alltagstest: Hybrid-SUV, das deutschen Fahrern wirklich nützt?

17.02.2026 - 20:59:45

Ist der Renault Austral nur ein weiterer Kompakt-SUV – oder genau das Upgrade, das viele in Deutschland gerade zwischen Verbrenner und E-Auto suchen? Wir haben Stimmen, Tests und Daten zusammengetragen – mit ein paar überraschenden Erkenntnissen.

Ein moderner Vollhybrid-SUV, der im Stadtverkehr fast wie ein Elektroauto wirkt, auf der Autobahn souverän bleibt und realistisch unter 6 Litern verbrauchen kann – genau hier setzt der Renault Austral an. Für alle, die sich (noch) nicht an ein reines E-Auto trauen, verspricht er einen sehr alltagstauglichen Mittelweg.

Du überlegst gerade, ob dein nächster Kompakt-SUV wirklich noch ein klassischer Benziner sein sollte – oder ob ein Hybrid mehr Sinn macht? Dann ist der Austral eines der spannendsten Modelle in der hart umkämpften Tiguan?/Qashqai?Klasse. Was Nutzer jetzt wissen müssen...

Direkt zum Renault Austral auf der Herstellerseite

Analyse: Das steckt hinter dem Hype

Der Renault Austral ersetzt in Europa den Kadjar und ist als kompaktes SUV klar auf den deutschen Massenmarkt ausgerichtet. Er basiert auf der Allianz-Plattform CMF-CD und wird hierzulande vor allem als Vollhybrid (E-Tech Full Hybrid) mit 200 PS beworben – inklusive elektrischer Fahranteile im Stadtverkehr ohne Laden an der Wallbox.

Deutsche Autoportale und Magazine wie Auto Motor und Sport, Auto Bild oder Auto Zeitung kommen in ihren Tests sehr ähnlich zu dem Schluss: komfortabel, sehr ordentlich verarbeitet, digital auf der Höhe – und im Hybrid real sparsam. Kritik gibt es vor allem beim etwas knappen Platz im Fond und beim teils gewöhnungsbedürftigen Automatikgetriebe.

Merkmal Renault Austral (Deutschland, ausgewählte Version E-Tech Full Hybrid)
Fahrzeugklasse Kompakt-SUV (Konkurrenten: VW Tiguan, Nissan Qashqai, Peugeot 3008)
Antriebe (DE) Vollhybrid (E-Tech Full Hybrid, ca. 200 PS Systemleistung), Mildhybrid-Benziner je nach Ausstattung
Getriebe Automatisches Multi-Mode-Getriebe (Hybrid) bzw. Automatik/Handschalter (Mildhybrid, je nach Version)
Antrieb Frontantrieb
Länge / Breite / Höhe knapp 4,5 m Länge, typisches Kompakt-SUV-Format (stadt- und parkhaustauglich)
Kofferraum je nach Version und Rücksitzstellung rund im Bereich von 500 Litern, verschiebbare Rückbank in vielen Ausstattungen
Verbrauch (Praxis-Eindruck aus Tests) Hybrid im gemischten Betrieb oft zwischen ca. 5,5–6,5 l/100 km, in der Stadt teils deutlich darunter, je nach Fahrstil
Infotainment OpenR Link mit großen, hochformatigen Displays, Google-Dienste (Maps, Assistant, Play Store) integriert, Over-the-Air-Updates
Assistenzsysteme Adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Stauassistent, 360°-Kamera, Head-up-Display je nach Ausstattungspaket
Besonderheiten 4Control Advanced (optionale Allradlenkung) für sehr kleinen Wendekreis, hochwertige Materialien im Innenraum in höheren Linien
Marktposition in Deutschland Alternative zu deutschen Platzhirschen, oft mit umfangreicher Serienausstattung und aggressiver Leasing-Kalkulation

Warum der Austral für den deutschen Markt spannend ist

Deutschland ist SUV?Land, aber viele Fahrer sind beim reinen Elektroauto noch zögerlich – Reichweite, Infrastruktur, Preis. Genau diese Lücke will Renault mit dem Austral schließen: Hybrid-Technik, die sich im Stau wie ein E-Auto anfühlt, aber ohne Ladekabel auskommt.

In deutschen Tests wird besonders positiv hervorgehoben, dass der Hybrid im Stadtverkehr häufig rein elektrisch anrollt und bremst, was nicht nur den Verbrauch senkt, sondern auch den Komfort erhöht. Gerade Pendler, die viel Stop-and-go fahren, profitieren davon. Auf der Autobahn arbeitet dann überwiegend der Verbrenner, unterstützt vom E-Motor für Zwischenspurts.

Ein weiterer Pluspunkt speziell für Deutschland: 4Control Advanced, die optionale Allradlenkung. In engen Parkhäusern oder Altstädten wirkt sich der verkleinerte Wendekreis deutlich aus – ein Feature, das man sonst eher aus höheren Premiumsegmenten kennt.

Innenraum & Infotainment: Google an Bord

Renault ist bei der Vernetzung inzwischen einer der aggressivsten Player. Im Austral setzt der Hersteller in vielen Versionen auf das OpenR-Link-System mit Integration von Google Maps, Assistant und ausgewählten Apps aus dem Play Store. Die Bedienung erinnert bewusst an ein Android?Tablet.

Für den deutschen Markt ist das im Alltag ein echter Vorteil: Verkehrsdaten von Google, oft schnellere Routenberechnung als bei klassischen Hersteller-Navis, und eine Sprachbedienung, die im Test vieler Redaktionen deutlich praxisnäher ist als alteingesessene Sprachsteuerungen. OTA?Updates sorgen dafür, dass sich das System künftig weiterentwickelt.

Die Haptik im Innenraum wird in vielen Tests als spürbar hochwertiger beschrieben als beim Vorgänger Kadjar. Soft-Touch-Oberflächen, ambientebeleuchtete Zierleisten und eine solide Geräuschdämmung vermitteln ein fast schon halb-premiumsiges Gefühl – ein bewusstes Signal in Richtung VW, Audi & Co.

Platzangebot & Alltagstauglichkeit: Familien-Check

Beim Platzangebot zeigt sich, dass der Austral eher auf Komfort und Design als auf maximale Lade- oder Sitzflächen getrimmt ist. Vorne sitzen selbst großgewachsene Fahrer bequem, mit guten Sitzen (in höheren Linien oft mit AGR-Anmutung), hinten wird es laut deutschen Tests ab etwa 1,85 m Körpergröße jedoch etwas knapper – vor allem in Kombination mit Panoramadach.

Der Kofferraum liegt im guten Klassenschnitt, aber nicht an der Spitze. Besonders praktisch ist die verschiebbare Rücksitzbank in vielen Versionen: Wer mehr Beinfreiheit braucht, schiebt zurück, wer mehr Kofferraumvolumen möchte, schiebt nach vorn. Für den typischen Familienalltag mit Kinderwagen, Einkauf und Urlaubsgepäck reicht das allemal, wer aber Maxi?Transporter?Ambitionen hat, sollte genau vergleichen.

Fahrgefühl: Zwischen Komfort und Effizienz

Das Fahrwerk ist klar auf Komfort und Sicherheit abgestimmt, nicht auf Sport. Deutsche Tester loben, dass der Austral viele Querfugen und Schlaglöcher gelassen wegfiltert, ohne schwammig zu wirken. Mit der optionalen Allradlenkung fühlt sich der Wagen in der Stadt kleiner an, in Kurven aber stabil.

Das Hybrid-System erfordert etwas Eingewöhnung: Das spezielle Multi-Mode-Getriebe arbeitet nicht wie eine klassische Wandlerautomatik. Bei starker Beschleunigung kann der Motor daher akustisch deutlicher präsent sein als bei einem DSG. Im Alltag mit entspanntem Gasfuß fährt der Austral aber leise und unaufgeregt.

Mehrere deutsche Verbrauchstests bestätigen: Wer nicht dauerhaft Vollgas fährt, kann den WLTP-Verbrauch relativ gut erreichen oder nur leicht übertreffen. Für viele Fahrer, die von einem älteren Benziner umsteigen, bedeutet das reale Ersparnisse an der Zapfsäule, ohne Reichweitenangst.

Preise, Leasing und Verfügbarkeit in Deutschland

Konkrete Listenpreise und Aktionen verändern sich laufend – insbesondere durch Händlerangebote, Tageszulassungen und Hersteller-Leasing. Deshalb lohnt sich ein aktueller Blick bei Renault Deutschland oder direkt beim Händler vor Ort, statt sich auf veraltete Zahlen zu verlassen.

In der Praxis positioniert sich der Austral in Deutschland aber ganz bewusst unterhalb vergleichbar ausgestatteter deutscher Premiumkonkurrenten. Vor allem im Privat- und Gewerbeleasing taucht er regelmäßig mit offensiven Monatsraten auf, was ihn für Dienstwagenfahrer und Selbstständige attraktiv macht.

Wichtig für dich: Der Austral ist in Deutschland regulär bestell- und konfigurierbar, mit verschiedenen Ausstattungsniveaus (z.B. Techno, Esprit Alpine etc.) und Hybrid- wie Mildhybrid-Varianten. Lieferzeiten und konkrete Verfügbarkeiten hängen stark von Motorisierung, Ausstattung und lokaler Nachfrage ab – hier unbedingt beim Händler aktuelle Infos einholen.

Das sagen die Experten (Fazit)

Fasst man die aktuellen deutschen Tests und Nutzerstimmen zusammen, ergibt sich ein klares Bild: Der Renault Austral ist kein Show?SUV, sondern ein ziemlich durchdachtes Alltagsauto – mit ein paar klaren Stärken und wenigen, aber relevanten Schwächen.

Stärken, die immer wieder genannt werden:

  • Sparsamer Hybrid-Antrieb: Besonders im Stadt- und Pendelbetrieb deutlich unter vielen reinen Benzinern, ohne Ladeinfrastruktur.
  • Komfortables Fahrwerk: Entspanntes Gleiten, gute Geräuschdämmung, auf Wunsch mit Allradlenkung sehr handlich in der Stadt.
  • Modernes Infotainment mit Google: Intuitive Bedienung, starke Navigation, zeitgemäße Vernetzung – für Tech-affine Fahrer ein Plus.
  • Wertige Anmutung im Innenraum: Materialien und Design wirken erwachsener als beim Kadjar, nahe an vielen Premiummodellen.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Inklusive Ausstattung und Leasingangeboten eine echte Alternative zu etablierten Konkurrenten.

Schwächen und Kritikpunkte:

  • Platz hinten: Für sehr große Mitfahrer im Fond etwas knapp, vor allem mit Panoramadach.
  • Getriebecharakter: Unter Volllast oder bei häufigen Beschleunigungswechseln wirkt das Hybrid-Getriebe teils ungewohnt.
  • Kofferraum nicht Klassenführer: Praktisch, aber wer maximale Ladekapazität sucht, findet in der Klasse noch größere Angebote.
  • Komplexe Konfiguration: Viele Pakete und Optionen – man sollte sich Zeit nehmen, um die für den eigenen Alltag passende Version zusammenzustellen.

Für wen lohnt sich der Renault Austral in Deutschland besonders?

Wenn du vor allem viel Stadt, Umland und gelegentliche Autobahnstrecken fährst und keinen Bock auf Ladekabel, aber trotzdem spürbar weniger Spritkosten willst, ist der Austral einer der interessantesten Hybriden im Kompakt-SUV-Segment. Dienstwagenfahrer, die Wert auf moderne Konnektivität legen, sollten ihn ebenfalls auf die Shortlist setzen.

Bist du dagegen regelmäßig mit voller Besatzung und viel Gepäck auf Langstrecke unterwegs oder erwartest einen betont sportlichen Fahreindruck, lohnt sich ein genauer Vergleich mit größeren oder dynamischeren Alternativen. Hier macht der Austral bewusst keinen auf GTI, sondern bleibt beim Komfort- und Effizienzfokus.

Unterm Strich zeigt die aktuelle Experten- und Nutzerlage: Renault hat mit dem Austral einen Treffer für den deutschen Markt gelandet – vor allem für Fahrer, die einen modernen, vernetzten und sparsamen SUV suchen, ohne gleich in die Voll-Elektro-Welt wechseln zu müssen.

@ ad-hoc-news.de

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