Renault, Aktie

Renault Aktie: Margen unter Druck

19.02.2026 - 10:42:28 | boerse-global.de

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Die Franzosen haben ihre Jahreszahlen vorgelegt ? und gleich einen Dpfer für 2026 hinterhergeschoben. Während Konzernchef François Provost die Ergebnisse von 2025 als Beweis für die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens feiert, verlor die Aktie am Donnerstagvormittag über drei Prozent. Der Grund: Die operative Marge soll im laufenden Jahr auf 5,5 Prozent sinken, nach 6,3 Prozent im Vorjahr.

Renault steckt mitten in der internationalen Expansion. Lateinamerika, Asien, Südkorea ? überall werden neue Modelle gelauncht und Märkte erschlossen. Parallel läuft die Elektrifizierung der Flotte auf Hochtouren: Der Anteil der E-Autos kletterte 2025 deutlich, mit Modellen wie dem Renault 5, der sich zum meistverkauften E-Fahrzeug im B-Segment in Europa entwickelte. Doch diese Offensive hat ihren Preis. Neue Elektromodelle sind in der Anlaufphase margenschwächer, die Expansion in Schwellenländer ebenfalls. Hinzu kommt der verschärfte Wettbewerb in Europa, wo chinesische Hersteller zunehmend Druck machen.

Die Zahlen für 2025 fielen solide aus: Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro, die Verkäufe legten um 3,2 Prozent auf 2,34 Millionen Fahrzeuge zu ? in einem Markt, der nur um 1,6 Prozent wuchs. Dacia und Alpine glänzten besonders: Die Billigmarke Dacia wurde mit dem Sandero zur meistverkauften Pkw-Marke in Europa, Alpine durchbrach erstmals die 10.000er-Marke.

Milliardenverlust durch Nissan-Buchung

Unter dem Strich steht allerdings ein Verlust von 10,9 Milliarden Euro. Der Schock in den Büchern hat jedoch nichts mit dem operativen Geschäft zu tun: Die bilanzielle Neuordnung der Nissan-Beteiligung schlug mit 9,3 Milliarden Euro negativ zu Buche, weitere 2,3 Milliarden stammten aus dem Beitrag der assoziierten Unternehmen. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Wertminderungen auf Fahrzeugentwicklungen. Trotzdem will Renault eine stabile Dividende von 2,20 Euro je Aktie zahlen.

Provost, der im Juli 2025 von Luca de Meo übernahm, hat mehrere strategische Entscheidungen seines Vorgängers bereits gekippt. Die Elektro- und Softwareeinheit Ampere wurde wieder integriert, Mobilitätsdienste eingestellt, bei Alpine die Kosten gesenkt. Das Ziel: Renault schlanker und wettbewerbsfähiger machen.

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Kostensenkungen als Gegenmittel

Die Antwort auf sinkende Margen lautet Effizienz. Renault will die variablen Kosten pro Fahrzeug um durchschnittlich 400 Euro pro Jahr senken ? durch engere Zusammenarbeit mit Zulieferern, technologische Verbesserungen und Synergien beim Joint Venture Horse Powertrain. Mittelfristig soll die operative Marge zwischen fünf und sieben Prozent liegen, der freie Cashflow bei mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich. Für 2026 rechnet der Konzern allerdings nur mit einer Milliarde Euro Cashflow, nach 1,5 Milliarden im Vorjahr.

Die detaillierte Strategie wird Provost am 10. März auf dem Kapitalmarkttag vorstellen. Bis dahin bleibt die Aktie unter Beobachtung ? die Analysten von Bernstein und Jefferies sehen den Ausblick zwar im Rahmen der Konkurrenz, doch die Nervosität der Anleger ist spürbar.

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