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Red Cat Aktie: Teal Drones gewinnt US-Armee-Programm

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz eines massiven Umsatzanstiegs auf 15,5 Millionen Dollar leidet die Aktie unter hohem Cash-Verbrauch und Kursverlusten.

Red Cat Holdings: Umsatzexplosion bei 849 Prozent, Aktie unter Druck
Abstrakte Szene, die den Verteidigungs- und Technologiesektor darstellt, mit Andeutungen von Drohnentechnologie und strategischem Fortschritt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Red Cat Holdings liefert Zahlen, die eigentlich für Euphorie sorgen müssten. Der Drohnenhersteller meldet für das erste Geschäftsquartal einen Umsatzsprung von 849 Prozent auf 15,47 Millionen Dollar. Die Aktie fällt trotzdem – seit Jahresbeginn steht nur noch ein mageres Plus von 0,28 Prozent zu Buche.

Der Widerspruch zwischen operativem Fortschritt und Kursentwicklung prägt aktuell das Bild bei dem auf autonome Drohnentechnologie spezialisierten Unternehmen.

Militärische Aufträge häufen sich

Die Tochtergesellschaft Teal Drones treibt das US-Programm zur Drohnendominanz voran. Ihr Aufklärungsdrohnen-Modell Black Widow hat sich bereits das Kurzstrecken-Aufklärungsprogramm der US-Armee gesichert. Anfang Juli erreichte Teal Drones zudem die zweite Runde des Gauntlet-Wettbewerbs im Rahmen des Dominanzprogramms.

Die internationale Nachfrage wächst parallel. Ein NATO-Partnerland hat neue Bestellungen für die Black-Widow-Plattform aufgegeben, ein zweiter asiatisch-pazifischer Verbündeter zog nach. Für ein Unternehmen, das noch vor einem Jahr tiefrote Zahlen schrieb, ist das ein bemerkenswerter Wandel.

Die Kehrseite der Wachstumsstory

Die Bruttomarge drehte von minus 52,1 Prozent im Vorjahr auf plus 12,7 Prozent. Das klingt nach Trendwende. Der operative Verlust im Quartal lag jedoch weiterhin bei 27,3 Millionen Dollar, der Cash-Verbrauch bei knapp 32 Millionen Dollar.

Red Cat sitzt zwar auf 131,9 Millionen Dollar Cash-Reserven, aufgebaut durch eine Kapitalerhöhung über 225 Millionen Dollar. Das Wachstum kostet also weiterhin viel Geld – und die Verwässerung der Aktionäre durch die Kapitalerhöhung dürfte einer der Gründe für den Kursdruck sein.

Charttechnik zeigt Abwärtstrend

Der Titel schloss am Freitag bei 6,72 Euro und büßte binnen 30 Tagen rund 31 Prozent ein. Vom 52-Wochen-Hoch bei 16,30 Euro, erreicht im März, trennen die Aktie mittlerweile fast 59 Prozent.

Der 14-Tage-RSI von 32,5 signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain. Die Aktie notiert damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 9,56 Euro – ein Zeichen, dass der mittelfristige Trend trotz der operativen Fortschritte nach unten zeigt.

Die Diskrepanz zwischen Auftragslage und Kursverlauf bleibt das zentrale Thema für Red Cat. Solange der Cash-Verbrauch die Größenordnung neuer Aufträge übersteigt, dürfte der Markt operative Erfolge nur zögerlich mit höheren Kursen belohnen.

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