Red Cat Aktie: Spannender Umschwung?
19.01.2026 - 15:09:31Die vorläufigen Zahlen klingen fast unglaublich: Ein Umsatzsprung von über 1.800 Prozent im vierten Quartal. Doch anstatt zu jubeln, schicken Anleger die Aktie des Drohnenherstellers heute zunächst auf Talfahrt. Der Titel verliert im frühen Handel rund 7 Prozent auf 12,15 US-Dollar. Marktteilnehmer fragen sich: Ist das klassisches “Sell on good news” oder wiegen die hohen Verluste schwerer als das Wachstum?
Vom Entwickler zum Massenproduzenten
Die gemeldeten Daten markieren eine fundamentale Wende. Red Cat erwartet für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz zwischen 24 und 26,5 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal lagen die Erlöse noch bei lediglich 1,3 Millionen US-Dollar. Auf Jahressicht steuert das Unternehmen auf 38 bis 41 Millionen US-Dollar zu, ein Anstieg von 153 Prozent gegenüber 2024.
Verantwortlich für diese Dynamik ist primär das “Short Range Reconnaissance” (SRR) Programm der U.S. Army. Nachdem die “Black Widow”-Drohne als offizielles System ausgewählt wurde, läuft nun die erste Produktionsphase (LRIP). Der Konzern hat sich damit erfolgreich vom Prototypen-Entwickler zum Lieferanten militärischer Hardware gewandelt.
Expansion und Analysten-Lob
Um die steigende Nachfrage zu bedienen, hat Red Cat seine Fertigungskapazitäten massiv ausgebaut. Neben erweiterten Werken in Utah und Kalifornien entstand in Georgia eine neue Anlage für maritime Drohnen, die jährlich über 500 unbemannte Wasserfahrzeuge produzieren kann. Dies signalisiert eine Diversifizierung über reine Flugdrohnen hinaus.
Die Wall Street reagiert mit Zuversicht auf die operative Entwicklung. Das Analysehaus Needham & Company hob das Kursziel am 13. Januar auf 16,00 US-Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent vom aktuellen Niveau.
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Finanzielle Risiken bleiben
Trotz des Umsatzwachstums ist die Profitabilität noch nicht in Sicht. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 verdoppelte sich der Nettoverlust beinahe auf 52,4 Millionen US-Dollar. Analysten rechnen nicht vor 2028 mit schwarzen Zahlen.
Die Bilanz zeigt sich jedoch stabil: Mit liquiden Mitteln und Forderungen von rund 212,5 Millionen US-Dollar (Stand Ende September 2025) kann das Unternehmen die Großaufträge der Army vorerst ohne Kapitalerhöhungen vorfinanzieren. Ein Risikofaktor bleibt die hohe Short-Quote von rund 20 Prozent, die die Aktie anfällig für hohe Volatilität macht.
Die kürzlich erteilte NATO-Zulassung für die Black Widow öffnet nun auch den europäischen Markt für Red Cat. In einem Umfeld steigender Verteidigungsausgaben und nach dem US-Verbot chinesischer Konkurrenten wie DJI stehen die Chancen gut. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob das Management die Skalierung der Produktion ohne Effizienzverluste bewältigen kann.
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