Red Cat Aktie: Schweigen hat seinen Preis
21.03.2026 - 05:37:20 | boerse-global.deRekordumsatz, ein milliardenschweres Potenzial in der Ukraine — und trotzdem bricht der Kurs ein. Red Cat lieferte am 18. März starke Zahlen, verweigerte aber jeglichen Ausblick auf 2026. Das Ergebnis: ein Kursrutsch von fast elf Prozent allein am Freitag, der die Aktie innerhalb einer Woche rund 16 Prozent ins Minus drückte.
Zahlen, die nicht überzeugen konnten
Der Quartalsumsatz für Q4 2025 kletterte auf 26,2 Millionen Dollar — ein Plus von rund 1.842 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Red Cat zwischen 38 und 41 Millionen Dollar Umsatz, was einem Wachstum von etwa 153 Prozent entspricht.
Auf der Kostenseite bleibt das Bild jedoch trüb. Der Verlust je Aktie von -0,16 Dollar verfehlte die Konsenserwartung von -0,14 Dollar, und die Bruttomarge lag zuletzt bei -38,54 Prozent. Wachstum ja — aber zu welchem Preis?
Das Schweigen des Managements zur Prognose war das eigentliche Marktereignis des Earnings Calls. CEO Jeff Thompson und sein Team begründeten die Zurückhaltung damit, dass zunächst Klarheit über den FRP-SRR2-Auftrag benötigt werde. Sobald Verträge unterzeichnet seien, wolle man den Markt informieren — ohne auf den nächsten Quartalsbericht zu warten.
Ukraine und neue Partnerschaften als Hoffnungsträger
Inhaltlich bot der Call durchaus Substanz. Red Cat befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen, um in der Ukraine jährlich rund 350.000 DJI-Drohnen durch eigene Black-Widow-Systeme zu ersetzen. Das Volumen könnte laut Unternehmensangaben das SRR-Programm übersteigen und sich auf Zehntausende Einheiten skalieren.
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Anfang März kam eine weitere strategische Weichenstellung hinzu: die Kooperation mit Allen Control Systems, die das KI-gestützte Bullfrog-Gegendrohnensystem in bestehende Plattformen integriert — sowohl in Luft- als auch in Seefahrzeugen. Red Cat erweitert damit sein Portfolio über reine Drohnenplattformen hinaus in Richtung eines multi-domänen Verteidigungsangebots.
Analysten halten die Linie
Die Analystengemeinde zeigt sich trotz der Kurskorrektur wenig beeindruckt. Needham erhöhte das Kursziel nach den Quartalszahlen von 16 auf 20 Dollar und behielt das Kaufvotum bei. Die Guidance-Verzögerung beeinträchtige die SRR2-Opportunität nicht, so die Begründung. Ladenburg Thalmann hatte das Ziel bereits Anfang März auf 20 Dollar angehoben, Northland Securities hatte im Januar 22 Dollar als Ziel ausgegeben. Der Konsens liegt laut MarketBeat bei einem Kursziel von 20,67 Dollar bei einem Gesamtrating von "Hold". Einzig Weiss Ratings empfiehlt den Verkauf — mit Verweis auf das negative Kurs-Gewinn-Verhältnis und die hohe Volatilität.
Letztere ist mit einer annualisierten 30-Tages-Volatilität von über 109 Prozent tatsächlich bemerkenswert. Solange Red Cat keine konkreten Vertragszahlen und Margenverbesserungen vorweisen kann, dürfte der Kurs weniger von Fundamentaldaten als von Nachrichtenlage und Stimmung getrieben werden. Die nächste Weichenstellung liegt damit beim SRR2-Vertrag — dessen Unterzeichnung Red Cat selbst als Auslöser für eine offizielle Prognose benannt hat.
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