RDM Group: Stillhalteabkommen steht
31.03.2026 - 14:15:25 | boerse-global.deDer Kartonhersteller Reno De Medici (RDM Group) kämpft mit hartem Marktumfeld und verschafft sich durch ein Stillhalteabkommen mit seinen Gläubigern wertvolle Zeit. Nachdem eine Millionen-Zinszahlung Mitte März ausblieb, steht nun die finanzielle Neuordnung im Fokus. Trotz der angespannten Lage signalisiert das Unternehmen Kontinuität im operativen Geschäft.
Strategische Atempause nach Zahlungsausfall
Die Entscheidung, die Zinszahlungen für die im Jahr 2029 fälligen vorrangig besicherten Anleihen im Volumen von 600 Millionen Euro vorerst auszusetzen, war ein bewusster Schritt zur Sicherung der Liquidität. Da das Unternehmen seit Ende 2021 nicht mehr börsennotiert ist und sich im Mehrheitsbesitz von Apollo Global Management befindet, findet dieser Prozess abseits der öffentlichen Aktienmärkte statt.
Mit dem nun geschlossenen Stillhalteabkommen (Forbearance Agreement) verzichten Gläubiger, die mehr als 70 Prozent des Anleihekapitals halten, vorübergehend auf rechtliche Schritte. Diese Vereinbarung bietet der RDM Group den nötigen Spielraum, um Gespräche über eine umfassende Rekapitalisierung der Schulden zu führen. Die Produktion und die Auslieferungen laufen laut Unternehmensangaben währenddessen ohne Unterbrechungen weiter.
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Ursachen der finanziellen Schieflage
Hinter der aktuellen Krise steht eine Kombination aus makroökonomischen Belastungen und strukturellen Veränderungen in der europäischen Kartonindustrie. Die Nachfrage nach Papier und Verpackungsmaterialien ist nach dem Ende der Pandemie spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig leidet die Branche unter massiven Überkapazitäten in ganz Europa, was die Margen der Hersteller erheblich unter Druck setzt.
Die Ratingagentur S&P Global Ratings reagierte prompt auf die ausgebliebene Zahlung vom 16. März. Sie senkte das langfristige Emittentenrating der RDM Group auf „SD“ (Selective Default) und stufte die betroffene Anleihe auf „D“ (Default) herab. Aus Sicht der Analysten stellt die Nichtzahlung einen Ausfall dar, auch wenn das Stillhalteabkommen kurzfristig für Stabilität sorgt, da die Gläubiger nicht die ursprünglich vereinbarten Leistungen erhalten.
Zeitplan für die Sanierung
Das Stillhalteabkommen ist zeitlich eng befristet. Es endet spätestens am 15. Juni 2026 oder mit dem Abschluss der geplanten Rekapitalisierung. Bis zu diesem Datum muss das Management eine tragfähige Lösung präsentieren, um die langfristige finanzielle Stabilität der Gruppe zu gewährleisten. Ziel der laufenden Verhandlungen ist es, die Schuldenlast so umzustrukturieren, dass das Unternehmen auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld bestehen kann.
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