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Razer Project Motoko: KI-Headset will mehr als nur zocken

24.01.2026 - 16:32:12

Razer präsentiert auf der CES ein drahtloses Headset mit KI-Assistent und Kameras, das Objekte erkennt und universell mit Sprachmodellen kompatibel sein soll.

Ein Gaming-Headset, das sieht, hört und versteht – Razers „Project Motoko“ könnte die Grenzen zwischen Spiel, Arbeit und Alltag auflösen. Der Lifestyle-Konzern stellte das Konzept für ein drahtloses, KI-natives Headset auf der CES in Las Vegas vor. Es soll nicht nur exzellenten Sound liefern, sondern als kontextbewusster Assistent im täglichen Leben agieren.

Vom Gaming-Peripheral zum allgegenwärtigen Assistenten

Das am 6. Januar vorgestellte Gerät geht weit über klassische Kopfhörer-Funktionen hinaus. Es ist als tragbare KI konzipiert, die in Echtzeit mit der Umgebung des Nutzers interagiert. Die Vision: Eine Brücke zwischen immersivem Gaming, Produktivität und erweiterter Realität schlagen.

Herzstück sind zwei First-Person-View-Kameras auf Augenhöhe. Sie ermöglichen es der integrierten KI zu „sehen“, was der Nutzer sieht. Angetrieben von Qualcomm Snapdragon-Plattformen, erkennt das System in Echtzeit Objekte und Texte. So könnte es Straßenschilder übersetzen, Dokumente im Blickfeld zusammenfassen oder bei Rezepten helfen, indem es Zutaten identifiziert.

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Universelle KI und der Vorteil des Kopfhörer-Designs

Ein entscheidendes Merkmal ist die geplante universelle Kompatibilität. Nutzer sollen frei wählen können, ob sie Assistenten von OpenAI, Gemini oder Grok nutzen. Dieser agnostische Ansatz unterscheidet das Projekt von Wearables, die oft an ein Ökosystem gebunden sind.

Razer setzt bewusst auf ein Over-Ear-Design – als Alternative zu Smart Glasses. Das Argument: Ein Headset biete deutlich bessere Audioqualität und Geräuschisolierung als die offenen Lautsprecher in Brillen. Damit eigne es sich gleichermaßen für Gaming, Musikgenuss und KI-Assistenz. Die angepeilte Akkulaufzeit von 36 Stunden bei aktiver KI wäre ein großer Sprung gegenüber aktuellen Smart Glasses.

Der Weg in die Läden und die Konkurrenz

CES ist bekannt für spekulative Prototypen. Doch Razer betont, „Project Motoko“ tatsächlich auf den Markt bringen zu wollen. Zuerst soll ein Developer Kit erscheinen, dann eine Retail-Version. Ein konkretes Datum oder einen Preis gibt es noch nicht, er soll aber mit High-End-Smart Glasses konkurrieren können.

Der gezeigte Prototyp wirkte noch klobig, ein schlankeres Design ist für das Finale geplant. Ein Push-to-Talk-Knopf soll die KI aktivieren – eine Design-Entscheidung für mehr Nutzerkontrolle und zum Addressieren von Datenschutz-Bedenken in lauter Umgebung.

Das Projekt tritt in einen hart umkämpften Markt ein. Es konkurriert mit KI-Brillen von Meta und anderen innovativen Audio-Geräten. Der Trend auf der CES 2026 war klar: Immer mehr Hersteller integrieren KI in physische Geräte für Alltagshilfen. Gleichzeitig arbeiten andere an Neurotechnologie-Headsets zur Leistungssteigerung von Gamern.

Razers Stärke könnte die Kombination aus hochwertiger Hardware und einer vertrauten Gaming-Form sein. Mit seiner etablierten Marke in der Community hat das Unternehmen eine einzigartige Position, um ein leistungsstarkes KI-Wearable einem Mainstream-Publikum schmackhaft zu machen. Der Erfolg wird davon abhängen, ob „Project Motoko“ ein nahtloses Nutzererlebnis liefert und Verbraucher von den Vorteilen eines „Always-On“-Assistenten im eigenen Kopfhörer überzeugt.

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