Ray Peat: Die umstrittene Diät erlebt ein Comeback
12.02.2026 - 09:04:12Die Ernährungswelt entdeckt den Stoffwechsel neu – und damit eine alte Kontroverse. Die pro-metabolische Diät des Biologen Dr. Ray Peat, die Zucker und gesättigte Fette empfiehlt, erlebt eine überraschende Renaissance. Sie passt perfekt zum aufkommenden Trend des „metabolischen Essens“ 2026.
Zucker statt Gemüse: Die provokanten Regeln
Im Kern der Ray-Peat-Philosophie steht ein simples Ziel: den Stoffwechsel auf Hochtouren halten. Statt Kalorien zu zählen, sollen Lebensmittel die zelluläre Energieproduktion ankurbeln. Das führt zu überraschenden Empfehlungen.
- Zucker als Treibstoff: Einfachzucker aus Früchten, Honig, Orangensaft und sogar Haushaltszucker gelten als ideale Energiequellen für Leber und Schilddrüse.
- Milch und Fett willkommen: Milchprodukte, Butter, Kokosöl und Rindfleisch sind Grundnahrungsmittel. Gesättigte Fette werden als stabil und weniger entzündungsfördernd angesehen.
- Gelatine als Ausgleich: Kollagen, Gelatine und Knochenbrühe sollen das Aminosäureprofil von Muskelfleisch ergänzen.
Der große Feind: Pflanzenöle und Nüsse
Ein zentraler Glaubenssatz macht die Diät besonders kontrovers: die strikte Ablehnung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFAs). Ray Peat sah in Pflanzenölen wie Sonnenblumen- oder Rapsöl, aber auch in Nüssen und fettem Fisch, Stoffwechsel-Bremsen.
Seiner Theorie nach unterdrücken diese Fette die Schilddrüsenfunktion und stören die Energiegewinnung in den Zellen. Auch rohes Blattgemüse, Getreide und Hülsenfrüchte werden kritisch gesehen. Ersetzt werden sie durch gut gekochtes Wurzelgemüse wie Karotten.
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Loyaler Kult vs. wissenschaftliche Kritik
Trotz begeisterter Anhänger, die von mehr Energie und besserem Schlaf berichten, steht die Wissenschaft dem Ansatz skeptisch gegenüber. Die Kritikpunkte sind gewichtig:
- Es fehlen große klinische Studien, die die Wirksamkeit und Sicherheit belegen.
- Die Empfehlungen zu Zucker und gesättigten Fetten widersprechen fundamental den offiziellen Richtlinien zur Vorbeugung chronischer Krankheiten.
- Die komplexen biochemischen Erklärungen sind für Laien schwer nachvollziehbar.
Dennoch trifft der Fokus auf Stoffwechselgesundheit einen Nerv. Immer mehr Menschen suchen Alternativen zu restriktiven Diäten und hinterfragen hochverarbeitete Lebensmittel.
Wird „metabolisches Essen“ zum Mainstream?
Die reine Ray-Peat-Diät wird wohl Nische bleiben. Ihre Grundprinzipien jedoch könnten die Ernährungstrends 2026 prägen. Der Gedanke, den Stoffwechsel zu „füttern“ statt auszuhungern, gewinnt an Boden.
Konzepte wie Schilddrüsenunterstützung, Lebergesundheit und die Vermeidung von Stoffwechselstress rücken in den Fokus. Die Debatte darüber, was unseren Zellen wirklich Energie gibt, ist damit neu entfacht.
@ boerse-global.de
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