Raspberry, Pico

Raspberry Pi Pico knackt PS3 Super Slim

25.01.2026 - 05:09:12

Ein Hardware-Hack mit dem Raspberry Pi Pico befreit die abgeschottete PlayStation 3 Super Slim und ermöglicht erstmals volle Systemkontrolle mit massivem Leistungsschub.

Sonntag, 25. Januar 2026 – Die Modding-Szene feiert einen Paukenschlag: Die als uneinnehmbar geltende PlayStation 3 Super Slim ist gefallen. Eine neue Hardware-Methode, die einen günstigen Raspberry Pi Pico nutzt, durchbricht den Sicherheitsring der letzten PS3-Modelle. Sie ermöglicht die Installation einer quasi-Custom Firmware (qCFW) und ein bisher undenkbares Übertakten der Hardware. Dieser Durchbruch verändert die Möglichkeiten der fast 20 Jahre alten Konsole fundamental.

Bisher waren Besitzer der PS3 Super Slim (4000er Serie) und späterer Slim-Modelle auf Software-Lösungen wie HEN beschränkt. Diese boten nur einen Bruchteil der Freiheiten, die eine vollwertige Custom Firmware auf älteren Konsolen gewährte. Die neue Methode des polnischen Modders @Modyfikator89 durchbricht diese Barriere endgültig.

Der Hack verbindet einen Raspberry Pi Pico direkt mit dem Mainboard der Konsole. Der Minicomputer agiert als Modchip und spielt bei jedem Start den Exploit BadWDSD in den XDR-Arbeitsspeicher der PS3 ein. Dieser hardwarenahe Angriff setzt im Bootloader an, noch bevor die Sicherheitsmechanismen vollständig laden. Da der Exploit das grundlegende Hardware-Verhalten ausnutzt, gilt er als unpatchbar – selbst durch künftige Sony-Updates.

Leistungsexplosion und verlorene Features kehren zurück

Der größte Vorteil der qCFW ist die umfassende Systemkontrolle. Die Community berichtet von spektakulären Übertaktungserfolgen: Der RSX-Grafikchip läuft stabil mit bis zu 850 MHz, der CELL-Hauptprozessor soll sogar bis auf 4,1 GHz getrieben werden können. Das glättet die Performance bei anspruchsvollen Spielen und reduziert Ruckler spürbar.

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Doch es geht um mehr als pure Leistung. Die Mod ermöglicht erstmals echte Custom Firmwares wie Evilnat CFW auf der Super Slim. Damit kehren längst verloren geglaubte Features zurück:
* OtherOS: Die Installation eines vollwertigen Linux-Betriebssystems ist wieder möglich.
* PS2-Emulation: Native Unterstützung für PlayStation-2-ISO-Dateien ohne umständliche Konvertierung.
* Factory Service Mode: Ein mächtiges Werkzeug zur Systemwiederherstellung, das sogar “gebrickte” Konsolen retten kann.

Was der Hack für die Szene bedeutet

Der Erfolg des BadWDSD-Exploits ist ein bedeutender Sieg der Homebrew-Community im Dauerkampf mit den Konsolenherstellern. Sony hat die PS3 längst abgeschrieben, doch die Hingabe der Enthusiasten verleiht dem Hardware-Oldie neues Leben. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet die als kostengünstige und sichere Finalversion designede Super Slim hat sich über ein Jahrzehnt gegen diesen Zugriff gewehrt.

Die Installation erfordert allerdings fortgeschrittene technische Fähigkeiten, insbesondere präzises Löten am Mainboard. Zudem gibt es eine wichtige Einschränkung: Der Hack funktioniert nur bei Modellen mit NOR-Flash-Speicher. Die 12-GB-Super-Slim-Varianten mit eMMC-Speicher werden derzeit nicht unterstützt.

Neue Ära für eine alte Legende

Mit der nun geknackten Super Slim beginnt eine neue Ära für die PS3. Entwickler werden die qCFW wahrscheinlich verfeinern und die Installation vereinfachen. Die Leistungsgewinne könnten neue Projekte wie Patches für höhere Bildraten oder Auflösungen beflügeln.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrem Start beweist die PlayStation 3 erneut ihre Langlebigkeit. Dieser Hack ist ein Beleg für den Einfallsreichtum der Modding-Community, die verstecktes Potenzial in alter Hardware weckt. Für viele Enthusiasten ist es Grund genug, die alte Konsole wieder aus dem Regal zu holen.

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