Ramones-Hype, Punk-Ikonen

Ramones-Hype 2026: Warum die Punk-Ikonen zurück im Feed sind

13.02.2026 - 00:27:51

Ramones-Fieber auf TikTok, neue Reissues und ewige Setlist-Diskussionen: Warum die Punk-Legenden 2026 wieder überall im Gespräch sind.

2026 und überall taucht wieder derselbe Schriftzug auf Kutten, TikTok-Edits und Insta-Reels auf: Ramones. Vier Akkorde, drei Minuten, null Bullshit – und trotzdem (oder genau deshalb) drehen Gen Z und Millennials gerade komplett durch, wenn irgendwo "Blitzkrieg Bop" oder "I Wanna Be Sedated" losgeht. Egal ob auf Indie-Partys in Berlin, in Skate-Parks oder im Soundtrack von Retro-Serien: Die Ramones sind nie wirklich verschwunden, aber 2026 wirken sie plötzlich wieder ultra-gegenwärtig.

Offizielle Ramones-Infos, Merch & Legacy-Projekte checken

Klar, die Originalband ist Geschichte, aber die Marke Ramones lebt weiter: Deluxe-Reissues, Tribute-Shows, Museumsausstellungen, TikTok-Challenges und ein nicht endender Strom an Band-Shirts bei H&M und im Vintage-Laden um die Ecke. Die Frage ist: Was passiert 2026 konkret rund um die Ramones – und was bedeutet das für Fans in Deutschland? Lass uns das Ding einmal sauber auseinandernehmen.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Wenn du im Februar 2026 nach Ramones googelst, landet dir der Algorithmus alles mögliche rein: Anniversary-Editionen, Doku-Gerüchte, neu entdeckte Live-Mitschnitte und ständig neue Punkbands, die sich ganz offen auf Joey, Johnny, Dee Dee und Tommy berufen. Obwohl alle vier Original-Ramones inzwischen verstorben sind, wird das Erbe professionell verwaltet: Der Nachlass, die Marke, die Reissue-Politik – alles wird von Familienmitgliedern, ehemaligen Weggefährten und einem eingespielten Team betreut. Genau da entsteht gerade die neue Dynamik.

In der internationalen Musikpresse machen seit Monaten vor allem zwei Themen die Runde: Zum Einen die fortlaufenden Deluxe-Reissues klassischer Alben mit unvöffentlichten Demos, Live-Takes und alternativen Mixen, zum Anderen mehrere Tribute-Projekte, bei denen jüngere Punk- und Indie-Bands komplette Ramones-Alben nachspielen. Besonders spannend aus deutscher Sicht: Immer wieder fallen dabei Namen von Acts aus Berlin, Hamburg oder dem Ruhrgebiet, die offiziell angefragt oder zumindest in Fan-Wunschlisten gehandelt werden.

Konkrete Tourdaten der Originalband kannst du natürlich vergessen – aber das heißt nicht, dass nichts passiert. In Europa, vor allem in Großbritannien, Spanien und Deutschland, rollt gerade eine neue Welle von Ramones-Tribute-Shows an, teilweise mit ehemaligen Weggefährten als Special Guests, manchmal auch im Rahmen von Punk-Festivals. Dazu kommen Museums- und Ausstellungsformate, bei denen Original-Instrumente, Bühnenoutfits und Memorabilia gezeigt werden. Berlin, Hamburg und München stehen als logisch heiße Kandidaten für künftige Wander-Ausstellungen rund um US-Punk – vor allem, weil die deutsche Szene historisch extrem eng mit New York verknüpft war.

Mehrere US-Medien haben zudem berichtet, dass das Ramones-Camp weiter an digitalen Archiven arbeitet: HD-Remasters alter Livevideos, hochauflösende Fotos, Studio-Dokumente. Das passt perfekt zur aktuellen TikTok- und Reel-Ästhetik: Kurze Clips von verschwitzten Clubshows, dazu eine Hook wie "Sheena Is a Punk Rocker" – fertig ist der virale Sound. Labels und Rechteverwalter haben längst gemerkt, dass klassische Punk-Hits im Kurzvideo-Kontext extrem gut funktionieren. Der Effekt: Junge Leute, die nie ein physisches Album gekauft haben, entdecken die Ramones über Algorithmen – und landen dann am Ende doch beim Vinyl-Reissue im Plattenladen.

Für deutsche Fans hat das mehrere Folgen. Erstens: Du bekommst mehr Ramones-Content denn je, auch wenn die Band selbst nicht mehr aktiv ist. Zweitens: Die Chance steigt, dass künftige Ausstellungen, Tribute-Konzerte und Spezial-Events gezielt in europäische Großstädte gebracht werden, weil die Streamingzahlen und Social-Media-Daten klar zeigen, wo die Nachfrage sitzt. Und drittens: In der deutschen Clubkultur – ob Punk-Keller, Indie-Bar oder Technoclub – tauchen Ramones-Tracks aktuell wieder viel häufiger im DJ-Set auf. Was früher eine nischige Oldschool-Referenz war, wird 2026 wieder zum kollektiven Moshpit-Signal.

Dazu kommen ständig neue Interviews mit Produzenten, ehemaligen Tourmanagern oder befreundeten Musikern, die alte Geschichten auspacken: Stress mit Majorlabels, legendär chaotische Touren durch Europa, bizarre Begegnungen in deutschen TV-Shows in den 70ern und 80ern. Viele dieser Anekdoten gehen dann über Musikblogs, Podcasts und YouTube-Dokus viral – und erzeugen genau diese Mischung aus Nostalgie und FOMO: "Krass, ich war nie dabei, aber ich wünschte, ich hätte diese Band live gesehen." Diese Emotion füttert wiederum das Interesse an Tribute-Touren und Special-Shows, die versuchen, zumindest einen Teil dieses Gefühls rüberzubringen.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Okay, reden wir über das, was am Ende wirklich zählt: die Songs. Auch wenn die Original-Ramones nicht mehr auf der Bühne stehen, orientieren sich fast alle ernstzunehmenden Tribute-Acts und Special-Shows sehr eng an den klassischen Setlists aus den späten 70ern und frühen 80ern. Das bedeutet für dich als Fan: Du bekommst eher ein komprimiertes Best-of-Feuerwerk als ein experimentelles Konzert mit B-Seiten.

Typische "Ramones-Style"-Setlist aktuell – egal ob bei Tribute-Bands oder Hommage-Abenden – sieht ungefähr so aus:

  • "Blitzkrieg Bop" (natürlich, was sonst?)
  • "Sheena Is a Punk Rocker"
  • "Rockaway Beach"
  • "I Wanna Be Sedated"
  • "Judy Is a Punk"
  • "Beat on the Brat"
  • "Do You Remember Rock 'n' Roll Radio?"
  • "Teenage Lobotomy"
  • "Pinhead" ("Gabba Gabba Hey!"-Pflichtmoment)
  • "Pet Sematary" (90s-Kino-Flash inklusive)
  • "The KKK Took My Baby Away"
  • "I Wanna Be Your Boyfriend" (für alle, die heimlich doch romantisch sind)

Das Entscheidende: Die Songs sind kurz, direkt und knallen hintereinander weg. Original-Ramones-Shows hatten berüchtigt wenige Pausen und kaum Ansagen, dafür 20 bis 30 Songs in knapp einer Stunde. Viele der heutigen Hommage-Acts übernehmen genau dieses Tempo, weil es den Spirit transportiert: kein Gelaber, nur Energie. Für dich als Konzertgänger: kaum Zeit zum Durchatmen, dafür nonstop mitsingen, springen, stagediven – und immer wieder dieser Chor-Effekt, wenn bei "Hey! Ho! Let's go!" einfach alle Arme hochgehen.

Atmosphärisch unterscheiden sich die Shows je nach Ort. In kleinen Clubs in Berlin-Friedrichshain, Leipzig, Köln oder Hamburg-St. Pauli herrscht meistens eine Mischung aus Oldschool-Punks mit abgewrackten Patches, Indie-Kids im Retro-Outfit und erstaunlich vielen sehr jungen Fans, die die Songs über Spotify und TikTok kennen. Du hast also 50-Jährige neben 18-Jährigen im Pit, alle schreien dieselben Zeilen. Genau dieser Cross-Gen-Zusammenprall macht die Abende so speziell.

Was die Soundästhetik angeht, versuchen viele Tribute-Acts, den rauen, trockenen Livesound der frühen CBGB-Zeit nachzubauen: viel Mitten, wenig Effekte, Gitarre direkt ins Amp, kaum Schnickschnack. Trotzdem haben moderne Shows natürlich bessere PAs und Lichtanlagen, was dazu führt, dass die Songs heute teilweise fetter und wuchtiger wirken als auf den historischen Bootlegs. Manche Bands bauen ein, zwei eigene Elemente ein – zum Beispiel angepasste Intros oder medleyartige Übergänge –, aber die Grundregel lautet: Die Hooks bleiben unangetastet. Niemand will bei "I Wanna Be Sedated" einen Drum-Breakdown im Metalcore-Stil hören.

Einige Events gehen noch einen Schritt weiter und inszenieren komplette Album-Abende. Dann wird zum Beispiel "Ramones" (1976) oder "Rocket to Russia" (1977) am Stück durchgespielt, inklusive Original-Reihenfolge. Für Nerds ein Fest, weil Tracks wie "Now I Wanna Sniff Some Glue" oder "We're a Happy Family" plötzlich genauso viel Raum bekommen wie die Hits. Im Anschluss folgt oft ein extra Block mit Fan-Favoriten, damit niemand ohne "Blitzkrieg Bop"-Moment nach Hause geht.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob so eine Tribute-Show überhaupt "authentisch genug" ist: Genau diese Diskussion führt das Netz seit Jahren. Viele alte Fans sagen, dass es ihnen vor allem um das Gemeinschaftsgefühl geht – den Moment, in dem der ganze Laden "Gabba Gabba Hey" brüllt und du plötzlich checkst, warum diese Band in drei Akkorden mehr Haltung transportiert hat als andere in 10-Minuten-Epen. Jüngere Fans sehen es pragmatisch: Sie wissen, dass sie die Originale nie sehen werden, also feiern sie die nächstbeste ehrliche Näherung – und laufen danach mit noch mehr Respekt für die historische Band nach Hause.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Kaum eine Legacy-Band hat so viele anhaltende Fan-Theorien wie die Ramones. Reddit-Threads, TikTok-Kommentare und Insta-Fanpages drehen sich nicht nur um alte Tourdaten, sondern immer wieder um die Frage: Was kommt noch? Und: Wie weit darf man eine tote Band digital "weiterleben" lassen?

Auf Reddit kursieren seit Monaten Spekulationen über unveröffentlichte Live-Mitschnitte aus Europa, angeblich auch aus Deutschland. Manche User behaupten, Toningenieure hätten bei Festivalshows in den 80ern komplette Multitrack-Mitschnitte angefertigt, die in Labelarchiven liegen. Beweise gibt es selten, aber immer wieder tauchen kurze, qualitativ auffällig gute Snippets auf YouTube auf, die die Spekulation füttern. Die Hoffnung vieler Fans: ein offizielles "Ramones in Europe"-Livealbum mit Schwerpunkt Deutschland, inklusive Ansagen in gebrochenem Englisch, verwirrten TV-Moderatoren und wüst tobendem Publikum.

Auf TikTok ist ein anderes Thema groß: AI-Experimente. Einige Creator spielen mit der Idee, Joeys Stimme per KI neue Songzeilen singen zu lassen oder bekannte Ramones-Tracks in andere Sprachen zu übersetzen. Ein kurzer Clip, in dem eine KI-Version von Joey angeblich eine deutsche Zeile nuschelt, ging viral und spaltete die Kommentarspalte: Die einen feiern die Technik, die anderen finden es respektlos, die Stimme eines Toten so zu "verwursten". Hier prallen Gen-Z-Experimentierfreude und Respekt vor dem Original aufeinander.

Ein Dauerbrenner-Thema in Fan-Foren sind auch Merch- und Ticketpreise. Viele regen sich über Fast-Fashion-Ketten auf, die Ramones-Logoshirts verramschen, während kleine Punklabels ums Überleben kämpfen. Dazu die Frage: Ist ein 45-€-Ticket für eine groß aufgezogene Tribute-Show in einer Arena gerechtfertigt, wenn die eigentliche Band gar nicht auftritt? Einige Fans argumentieren, dass die Produktionskosten, Rechte und Gäste das rechtfertigen. Andere sagen: Punk sollte nie so teuer sein, und Ramones-Shows hätten ihren Mythos auch, weil sie früher bezahlbar waren. In Deutschland mischt sich da schnell eine soziale Komponente rein – Punk als Gegenentwurf zu Luxus-Eventkultur.

Ein weiterer Running-Gag auf TikTok: Die Theorie, dass jedes Festival besser wird, wenn du einfach irgendwo im Set "Blitzkrieg Bop" einbaust. Zahlreiche Clips zeigen DJ-Sets und Bandauftritte, bei denen plötzlich, oft aus ironischem Reflex, der "Hey! Ho! Let's go!"-Chant gestartet wird – und die Menge direkt eskaliert. Manche User ziehen daraus die halb-ernste Theorie, dass Ramones-Songs so etwas wie ein "sozialer Cheat-Code" für kollektive Energie sind. Unabhängig von Genre, Alter oder Subkultur verstehen offenbar alle, was dann zu tun ist: springen, schreien, grinsen.

Auch beliebt: Spekulationen darüber, welche aktuell gehypten Acts am ehesten als moderne Ramones-Nachfolger taugen. In deutschen Threads fallen öfter Namen aus der Hamburger Schule, der Leipziger DIY-Szene oder dem Berliner Post-Punk-Umfeld. Manche Fans argumentieren, dass die eigentliche Ramones-Haltung – radikale Einfachheit, Humor, Anti-Rockstar-Pose – heute eher im Underground als auf den großen Bühnen zu finden ist. Andere sehen Parallelen zu bestimmten Pop-Punk- oder Hyperpop-Acts, die schnelle, eingängige Songs ohne viel Ballast raushauen.

Auf Instagram wiederum lebt die ikonische Symbolik der Band weiter: Das Adlermotiv im Logo, die Lederjacke, die Sonnenbrille, die Jeans, der Topf-Haarschnitt. Unter Hashtags wie #ramones, #punkstyle oder #1970srock posten Fans Kutten, Tattoos, Vintage-Flyer und selbstgemalte Artworks. Besonders spannend: Viele junge Content-Creator nutzen Ramones-Referenzen bewusst als Anti-Poser-Statement. Während andere mit Luxusmarken flexen, posten sie abgeranzte Chucks, zerfetzte Bandshirts und alte Clubstempel – dazu Zitate wie "We're a happy family" oder "I don't care". Die Ramones dienen hier weniger als nostalgisches Retro-Motiv, sondern als zeitloser Kommentar auf Überinszenierung.

Alle Daten auf einen Blick

Damit du nicht den Überblick verlierst, hier eine übersichtliche Sammlung relevanter Daten rund um die Ramones-Legacy, typische Tribute-Shows und wichtige Eckpunkte für deutsche Fans. (Hinweis: Konkrete künftige Termine dienen als Beispielstruktur – check immer aktuelle Listings lokaler Venues.)

Jahr Ereignis Ort/Bezug Kommentar für Fans
1976 Release des Debütalbums "Ramones" New York, US-Punk-Startschuss Geburtsstunde vieler Setlist-Klassiker wie "Blitzkrieg Bop" und "Judy Is a Punk".
1977 "Rocket to Russia" erscheint International Album mit Dauerbrennern wie "Sheena Is a Punk Rocker" und "Rockaway Beach".
Ende 70er/80er Zahlreiche Europatouren u.a. Deutschland Historische Shows in Berlin, Hamburg, München – Grundlage vieler Live-Legenden.
2001 Joey Ramone verstirbt New York Beginn der Legacy-Ära, Fokus verschiebt sich zu Archiv und Nachlassverwaltung.
2004 Ramones werden in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen Cleveland Offizielle Anerkennung ihres Einflusses auf Rock, Punk und Popkultur.
2010er Vinyl-Reissues und Boxsets Global Neue Fan-Generation entdeckt die Band über Re-Releases im Plattenladen.
2020er Streaming- und TikTok-Renaissance Online Ramones-Songs landen in Serien, Filmen, Reels und Challenges – Einstieg für Gen Z.
2026 (Beispiel) Ramones-Tribute-Festivalnacht Berlin, Astra Kulturhaus Mehrere Bands spielen zusammengestellte Best-of-Setlists mit Fokus auf 70s-Material.
2026 (Beispiel) Themenabend "Ramones & Friends" Hamburg, Molotow Lokale Punk-Acts covern Ramones plus eigene Songs, inspiriert vom New-York-Sound.
durchgehend Online-Releases von Live-Clips und Archivmaterial YouTube, Social Media Immer wieder neue/verbesserte Mitschnitte, Interviews und Dokus tauchen auf.

Häufige Fragen zu Ramones

Weil rund um die Ramones immer wieder dieselben Fragen auftauchen, kommt hier ein ausführlicher FAQ-Block – perfekt, wenn du frisch im Fandom bist oder deine Nerd-Kenntnisse auffrischen willst.

Wer waren die Ramones überhaupt?

Die Ramones waren eine US-amerikanische Band aus New York und gelten als eine der ersten und einflussreichsten Punkbands überhaupt. Die klassische Urbesetzung bestand aus Joey Ramone (Gesang), Johnny Ramone (Gitarre), Dee Dee Ramone (Bass) und Tommy Ramone (Schlagzeug). Witzig: Keiner von ihnen hieß im echten Leben Ramone, sie nahmen den gemeinsamen "Nachnamen" als Band-Identität an. Musikalisch standen sie für ultra-knackige Songs, simple Strukturen, eingängige Melodien und einen bewusst reduzierten Stil – als Gegenreaktion auf überproduzierten 70s-Rock.

Warum sind die Ramones heute noch so wichtig?

Ohne Ramones würde Pop- und Rockgeschichte anders aussehen. Sie haben gezeigt, dass du keine virtuosen Soli, keine 10-Minuten-Songs und keine bombastische Bühnenshow brauchst, um maximal aufzurütteln. Aus ihrer Haltung heraus entstanden ganze Szenen: US-Punk, Hardcore, Pop-Punk, diverse Indie-Spielarten. Unzählige Bands – von The Clash über Green Day bis hin zu deutschen Acts – berufen sich direkt oder indirekt auf die Ramones. Dazu kommt ihr ikonisches Logo, das bis heute als visuelles Symbol für "No Bullshit Rock" funktioniert. Dass ihre Songs in Serien, Filmen, Games und Social-Media-Clips laufen, sorgt dafür, dass jede neue Generation automatisch mit ihnen in Berührung kommt.

Kann ich die Ramones überhaupt noch live erleben?

Die Originalmitglieder leben leider nicht mehr, also: Nein, eine echte Reunion wirst du nie sehen. Aber: Du kannst sehr wohl Ramones-Songs in würdiger Live-Qualität erleben. Es gibt weltweit Tribute-Bands, Spezialprojekte mit ehemaligen Weggefährten und Festival-Slots, in denen komplette Ramones-Sets performt werden. Wichtig ist, zu unterscheiden: Handelt es sich um eine billige Coverband ohne Liebe zum Detail oder um ein Projekt, das sich ernsthaft mit Sound, Setlist und Bühnenästhetik beschäftigt? In Deutschland lohnt sich ein Blick auf Club-Programme von Punk-orientierten Venues in Großstädten – hier tauchen regelmäßig Ramones-Tribute-Abende auf.

Wie starte ich am besten mit der Diskografie?

Wenn du neu bist, fang unkompliziert an. Drei gute Einstiegspunkte:

  • "Ramones" (1976): Das Debüt, roh, direkt, Allkiller-Tracklist mit "Blitzkrieg Bop", "Beat on the Brat", "Judy Is a Punk".
  • "Rocket to Russia" (1977): Noch melodischer, mit Klassikern wie "Sheena Is a Punk Rocker" und "Rockaway Beach".
  • Eine gute Best-of-Compilation: Perfekt, um die größten Hooks schnell mitzunehmen, bevor du tiefer einsteigst.

Danach kannst du dich in spätere Alben wie "Road to Ruin" oder "End of the Century" reinhören, um zu checken, wie sich ihr Sound mit der Zeit leicht verschoben hat. Viele Reissues bieten Bonus-Tracks, Demos und Live-Versionen – ideal, wenn du verstehen willst, wie nah Studio und Bühne bei den Ramones beieinander lagen.

Warum tragen so viele Leute Ramones-Shirts, ohne die Band zu kennen?

Das ist eine der großen Popkultur-Ironien. Das Ramones-Logo ist grafisch so stark, dass es sich von der Musik emanzipiert hat. Modeketten drucken es auf Shirts, Taschen und Caps, weil es "rockig" aussieht, auch wenn viele Käufer keine einzige Songzeile kennen. In der Szene sorgt das für gemischte Gefühle: Manche regen sich über "fake Fans" auf, andere sehen es entspannt und sagen: Wenn jemand wegen des Shirts nachfragt, wessen Logo er da trägt, und am Ende wirklich in die Musik reinhört, hat die Band wieder einen Menschen erreicht. Am Ende entscheidest du selbst, wie streng du das siehst. Die Band selbst war immer daran interessiert, möglichst viele Leute zu erreichen – also würde sie wahrscheinlich über die ganze Debatte eher grinsen.

Gibt es besondere Verbindungen der Ramones zu Deutschland?

Ja, mehrfach. Die Ramones haben schon früh in ihrer Karriere in Deutschland gespielt, sowohl in großen Städten als auch in kleineren Venues. Viele ältere Fans erinnern sich noch an verschwitzte Clubshows in Berlin, Hamburg oder im Ruhrgebiet. Auch in deutschen Medien tauchte die Band früh auf, wenn auch anfangs oft mit irritierten Moderatoren, die mit dem Sound wenig anfangen konnten. Später wurde Deutschland zu einem ihrer stabilen Live-Märkte in Europa. Dazu kommt: Deutsche Punk- und Indie-Szenen – von 80er-Hardcore bis 90er-Hamburger Schule – haben Elemente von Tempo, Direktheit und Humor der Ramones übernommen, auch wenn sie musikalisch eigene Wege gingen. Heute zeigt sich die Verbindung in Tribute-Shows, Ausstellungs-Projekten und nicht zuletzt darin, wie oft du das Logo auf den Straßen deutscher Großstädte siehst.

Wie unterscheidet sich der Ramones-Einfluss für Gen Z und Millennials?

Spannend ist, dass Millennials die Ramones häufig über Pop-Punk, Skate-Punk und Games entdeckt haben – über Bands wie Green Day, The Offspring oder Soundtracks von Tony-Hawk-Spielen. Sie sehen Ramones oft als "Urväter" eines Sounds, den sie schon aus der Jugend kannten. Gen Z hingegen kommt über Streaming, Serien, TikTok und Vintage-Ästhetik. Für sie ist es normal, über einen 15-Sekunden-Snippet zu einer 50 Jahre alten Band zu finden. Gleichzeitig sind viele Gen-Z-Fans sehr tief im Archiv, lesen Liner Notes, schauen Dokus, posten Nerd-Fakten. Beiden Generationen gemeinsam ist das Gefühl, dass Ramones-Songs eine Art Zeitlosigkeit besitzen: kurze, direkte Emotion, die auch 2026 noch funktioniert, wenn du sie auf einer Bluetooth-Box am See laufen lässt.

Welche Songs sollte ich unbedingt live erlebt haben – egal wer sie spielt?

Wenn du den Kern verstehst willst, gibt es ein paar Titel, die du mindestens einmal im Moshpit mitgebrüllt haben solltest – egal ob im Club, auf einem Festival oder bei einer Tribute-Show:

  • "Blitzkrieg Bop": Der ultimative Chant-Moment. Wenn "Hey! Ho! Let's go!" ertönt und alle Arme hochgehen, weißt du, warum diese Band zur Legende wurde.
  • "I Wanna Be Sedated": Diese Mischung aus Melodie, leichter Düsterkeit und Humor trifft auch 2026 noch genau ins Nervensystem.
  • "Sheena Is a Punk Rocker": Pop, Punk, Sommer, Rebellion – mehr verdichtest du in unter drei Minuten kaum.
  • "Pinhead": Für den "Gabba Gabba Hey"-Chor, der sich im Kopf einbrennt.
  • "Pet Sematary": Gerade live ein spannender Kontrasttrack, weil er die spätere Phase der Band repräsentiert.

Wenn du nach so einem Abend verschwitzt, leicht benommen, aber komplett grinsend vor dem Club stehst, hast du ziemlich genau das Gefühl erlebt, das seit den 70ern mit diesem Bandnamen verbunden ist – egal, wie viele Jahrzehnte inzwischen vergangen sind.


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