Radikale Rebellin: Warum Valie Export jetzt wieder überall aufploppt
14.03.2026 - 16:29:46 | ad-hoc-news.deAlle reden über Valie Export – und viele fragen sich: Ist das Kunst oder Angriff? ????
Brüste im Schaufenster, Zigaretten auf der Haut, Protest im Pornokino: Die österreichische Künstlerin hat früh genau das gemacht, was heute auf TikTok als "social experiment" viral gehen würde – nur ohne Filter, ohne Safety-Net und mit echtem Risiko.
Wenn du wissen willst, wo Feminismus in der Kunst wirklich angefangen hat, warum Museen sie als Ikone feiern und wieso ihre Arbeiten trotzdem immer noch weh tun, dann lies weiter. Das hier ist kein nettes Moodboard – das ist Hardcore-Kunstgeschichte im Live-Modus.
Das Netz staunt: Valie Export auf TikTok & Co.
Auf Social Media taucht der Name Valie Export immer öfter auf, wenn es um feministische Kunst, Body Art oder Vintage-Performance-Clips geht. Ihr Look: Schwarz-Weiß-Fotos, analoge Körner, roh, direkt ins Gesicht. Kein Weichzeichner, kein Beauty-Filter – nur Körper, Straße, Publikum.
Gerade in einer Welt, in der alles inszeniert wirkt, knallen ihre Arbeiten wie ein Throwback in eine Zeit, in der Kunst noch lebensgefährlich sein konnte. Viele kommentieren: "OMG, sie hat DAS in den 70ern gemacht?" – und genau da beginnt der Kunst-Hype. Die Clips ihrer historischen Aktionen funktionieren heute wie virale Hits, obwohl sie Jahrzehnte alt sind.
Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:
- Brutale Performance-Clips von Valie Export auf YouTube entdecken
- Iconic Valie-Export-Shots für deinen Insta-Artfeed
- TikTok-Reactions zu Valie Exports radikalsten Aktionen
Unter Videos ihrer Aktionen liest du alles: von "Queen of Performance" bis "Das wäre heute unmöglich" oder "Das ist doch Selbstverletzung, keine Kunst". Genau diese Reibung macht sie für die TikTok-Generation spannend: Export ist kein pastellfarbener Gallery-Wall-Content – sie ist eher der Störfaktor in deinem Feed.
Ihr Style ist provokant, körperlich, oft schmerzhaft anzusehen. Es geht um Frauenkörper als Kampfzone, um Medienbilder, Pornographie, Macht. Statt Selfie-Ästhetik gibt es hier: Zigaretten, Fleisch, Straße, direkte Konfrontation mit Fremden. Also alles, was dein Algorithmus eigentlich vermeiden will – und was du trotzdem nicht wegklicken kannst.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du über Valie Export mitreden willst, gibt es ein paar Arbeiten, die du unbedingt draufhaben musst. Das sind die Key-Pieces, die in jedem Kunstseminar, in jeder Feminismus-Doku und immer wieder in Ausstellungen auftauchen.
- "Tap and Touch Cinema" (Tapp- und Tastkino)
Stell dir vor: Eine Performancekünstlerin läuft durch die Stadt, trägt ein kleines Kino vor der Brust – vorne ein Vorhang, dahinter ihr nackter Oberkörper.
Passant:innen werden eingeladen, ihre "Vorstellung" zu ertasten, nicht zu sehen.
Genau das hat Valie Export in den 1960er/1970er Jahren gemacht. Sie zwingt Menschen dazu, sich körperlich zu involvieren – aber unter ihren Regeln.
Was daran so krass ist: Sie dreht den Spieß um. Statt dass Frauenkörper im Kino passiv betrachtet werden, müssen Menschen jetzt offensiv handeln, sich selbst entlarven. Heute würde das sofort viral gehen – inklusive Moral-Debatte, Shitstorm und Millionen-Kommentaren. - "Aktionshose: Genitalpanik"
Ein ikonisches Bild, das du wahrscheinlich schon gesehen hast, auch wenn du den Namen noch nicht kanntest: Export sitzt mit kurzer, offener Hose und Maschinengewehr in der Hand, direkt in die Kamera blickend.
Die Performance dahinter: Sie soll in einem Pornokino aufgetaucht sein, mit offener Hose, um die männlichen Zuschauer zu konfrontieren, nicht als Objekt, sondern als gefährliches Subjekt. Das Foto wurde später zu einem ihrer berühmtesten Motive, millionenfach re-zitiert, geremixed, auf T-Shirts gedruckt.
Dieses Werk ist der Inbegriff von Feminismus als Angriff. Kein "Girl Power"-Sticker, sondern eine radikale Absage an passive Weiblichkeit. Für Memes und Art-Edits im Netz ist dieses Motiv ein Dauerbrenner. - "Körperkonfigurationen"
In dieser Werkserie legt sie ihren Körper in städtische Räume: an Stufen, Mauern, Ecken. Sie passt sich nicht gemütlich ein, sie verhakt, klemmt, spannt sich gegen die Architektur.
Optisch: Minimal, schwarz-weiß, superfotogen, extrem Instagram-tauglich, wenn man auf roughen Art-Content steht. Inhaltlich geht es um das Verhältnis von Körper und System, privat und öffentlich, Anpassung und Widerstand.
Diese Bilder funktionieren heute auf Social Media wie Mood-Images für alle, die sich "gegen das System" fühlen – nur dass hier ein echter Kunstkontext dahintersteckt.
Daneben gibt es noch Videos, Installationen, Medienarbeiten, in denen sie TV, Werbung, Pornos und Newsbilder auseinandernimmt. Ein Beispiel: In mehreren Werken zerschneidet sie klassische Medienbilder, montiert sie neu, hinterfragt, wie Frauen in Film und Fernsehen dargestellt werden. Das fühlt sich heute extrem aktuell an, in einer Zeit, in der die Diskussion um male gaze, Filter und Body-Standards explodiert.
Ihr Gesamtwerk ist eine Art visuelles Manifest gegen Sexismus. Und ja, das kann eklig, anstrengend und anklagend sein. Aber genau das ist der Punkt: Export will nicht gefallen, sie will knallen.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Okay, genug Rage – lass uns über Geld reden. Wie steht es um den Marktwert von Valie Export? Ist das Blue-Chip-Kunst oder eher Insider-Tipp?
Ein Blick in die gängigen Auktionsdatenbanken zeigt: Valie Export ist längst im Bereich der etablierten, internationalen Kunstgeschichte angekommen. Ihre Fotografien und Editionen werden regelmäßig bei großen Häusern gehandelt. Besonders die ikonischen Motive aus den 1960er und 1970er Jahren, etwa Varianten von "Aktionshose: Genitalpanik" oder "Tap and Touch Cinema", erzielen im Markt die stärksten Preise.
Nach öffentlich zugänglichen Auktionsberichten liegen die höchsten erzielten Preise für zentrale Foto- und Medienwerke im fünf- bis niedrigen sechsstelligen Bereich. Konkrete Spitzenverkäufe werden u.a. bei spezialisierten Auktionshäusern und Plattformen dokumentiert; bestimmte Serien und seltene Vintage-Prints zählen dabei zu den Highlights. Einen klaren Millionen-Hammer wie bei manchen Malerei-Superstars gibt es bislang nicht, aber: Innerhalb des Felds der Medien- und Performancekunst gilt Export als stabile Blue-Chip-Position.
Wichtig: Der Markt für Performance- und Medienkunst funktioniert anders als der für Malerei. Es geht weniger um ein einzelnes Unikat-Gemälde, das durch die Decke geht, sondern um Editionen, Vintage-Prints, Dokumentationen von Performances und installative Arbeiten. Sammler:innen, die in Export investieren, setzen eher auf kulturelles Gewicht plus soliden Markt, statt auf schnellen Flip-Hype.
Ihre Präsenz in großen Museen, Retrospektiven und Sammlungen weltweit zeigt: Kunstgeschichte first, Spekulation second. Wer heute in Werke von Valie Export einsteigt, kauft kein NFT-Memecoin – sondern eine Position, die in feministischen und medienkritischen Debatten immer wieder neu aufgeladen wird.
Zur Biografie: Valie Export wurde als Waltraud Lehner in Österreich geboren und hat sich ihren Künstlernamen selbst gegeben – als Statement gegen bürgerliche Identität und als Wortspiel mit einer bekannten Zigarettenmarke. Der Name allein ist schon eine Performance: Frau als Marke, als Produkt, als Exportgut. Seit den späten 1960ern mischt sie die Kunstszene auf, zunächst im Kontext der Wiener Avantgarde, dann international.
Karriere-Highlights, die du kennen solltest:
- Beteiligung an großen internationalen Ausstellungen (u.a. Biennalen, wichtige Museumsshows).
- Frühe Pionierin der Performancekunst und Medienkunst in Europa.
- Zahlreiche Preise und Auszeichnungen für ihr Lebenswerk, insbesondere im Bereich feministischer Kunst und Medienkritik.
- Arbeiten in bedeutenden Museumssammlungen weltweit, was ihren Status als kanonisierte Künstlerin zementiert.
All das sorgt dafür, dass der Markt sie nicht als kurzfristigen Trend, sondern als Langzeit-Marke wahrnimmt. Für junge Sammler:innen ist sie damit vor allem eins: kulturelles Schwergewicht mit solider Wertbasis – und kein flüchtiger Social-Media-Hype.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Und jetzt zur vielleicht wichtigsten Frage: Wo kannst du Valie Export IRL erleben? Videos und Memes sind cool, aber ihre Arbeiten knallen ganz anders, wenn du sie im Raum siehst – großformatige Fotos, dunkle Video-Räume, Installationen, die dich körperlich einbeziehen.
Je nach Saison taucht Valie Export immer wieder in Gruppenausstellungen rund um Feminismus, Medienkritik, Performancegeschichte, 1960er/1970er Jahre, etc. auf. Größere Häuser in Europa und international zeigen ihre Arbeiten regelmäßig, oft im Kontext historischer Überblicksausstellungen oder thematischer Schauen zum weiblichen Blick in der Kunst.
Aktuell bekannte, klar terminierte neue Ausstellungen konnten in den öffentlichen Suchergebnissen nicht eindeutig verifiziert werden. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die mit eindeutigen, öffentlich verlässlichen Angaben zu Ort und Laufzeit für die nächsten Monate bestätigt sind. Das heißt aber nicht, dass ihre Werke nicht präsent sind – viele Museen zeigen sie in wechselnden Sammlungspräsentationen, die oft kurzfristig kuratiert werden.
Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst, wo und wann du Export-Works sehen kannst, check diese Seiten:
- Galerie Thaddaeus Ropac – Künstlerseite von Valie Export
Hier findest du Infos zu vergangenen und ggf. kommenden Gallery-Shows, Werkübersichten und teilweise Installationsansichten. Für Sammler:innen ist das die erste Adresse, um in Kontakt mit dem Primärmarkt zu kommen. - Offizielle Künstlerinformationen und weitere Projekte
Über die offizielle Seite (falls vom Umfeld der Künstlerin oder Institutionen betrieben) erhältst du oft Hintergrundinfos, Werklisten, Texte und Hinweise auf institutionelle Ausstellungen.
Tipp für dich: Viele Museen haben inzwischen mega gut sortierte Online-Sammlungen. Gib dort einfach "Valie Export" in die Suche ein – oft merkst du dann, dass ihre Arbeiten in Städten hängen, in denen du sowieso mal bist. Perfekter Must-See-Stop für deinen nächsten City-Trip.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Also, lohnt es sich, sich mit Valie Export zu beschäftigen, wenn du nicht Kunst studierst, sondern einfach verstehen willst, warum alle von "radikaler Feminismuskunst" reden?
Ganz klare Antwort: Ja.
Weil sie dir zeigt, wie krass Kunst sein kann, wenn sie nicht nur hübsch aussehen will. Ihre Aktionen würden heute auf Social Media sofort viral gehen – nicht, weil sie perfekt inszeniert sind, sondern weil sie echte Konflikte auslösen. Export arbeitet dort, wo es weh tut: am Körper, an Intimität, an Machtverhältnissen.
Wenn du auf Art-Content stehst, der mehr ist als Deko, dann ist das hier deine Hausaufgabe:
- Such dir ihre Key-Werke auf YouTube, Insta oder TikTok raus und lies die Kommentare. Du wirst sehen, wie heftig die Meinungen auseinandergehen – und du kannst dir deine eigene Position erarbeiten.
- Check Museums- und Galerie-Seiten regelmäßig. Sobald eine große Retrospektive irgendwo aufpoppt, ist das ein Must-See – nicht nur für Kunstnerds, sondern für alle, die verstehen wollen, wie wir dahin gekommen sind, wo Feminismus in der Popkultur heute steht.
- Wenn du sammelst oder sammeln willst: Informier dich bei seriösen Galerien und Auktionshäusern, schau dir Preishistorien an und überleg dir, ob du eher ikonische Motive, seltene Editionen oder dokumentarische Arbeiten spannend findest. Export ist kein spekulatives Meme-Asset – sie ist eine Langzeit-Ikone.
Am Ende ist die Frage nicht, ob Valie Export "gefällt". Die Frage ist eher: Hältst du es aus? Hältst du es aus, eine Kunst zu sehen, die dich als Betrachter:in mit hineinzieht, dich mitschuldig macht, dich nicht mehr bequem im Sessel lassen will?
Wenn du darauf Bock hast, dann ist Valie Export einer der wichtigsten Namen, die du dir merken solltest. Nicht nur für dein Kunst-Wissen – sondern für deinen Blick auf Medien, Körper und Macht im 21. Jahrhundert.
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