Radikal, nackt, unzensiert: Warum Valie Export jetzt wieder überall ist
06.03.2026 - 03:13:07 | ad-hoc-news.deAlle reden wieder über Valie Export – und wenn du ihre Arbeiten gesehen hast, weißt du auch warum. Nackt in der Innenstadt, Kippen am nackten Körper, Männer als Möbel: Diese Künstlerin hat schon in den 70ern Sachen gemacht, die heute noch TikTok sprengen würden.
Die Frage ist: Genialer Mindfuck oder einfach nur Skandal um des Skandals willen? Und vor allem: Lohnt sich das als Kunst-Hype und vielleicht sogar als Investment – oder ist das nur was für Uni-Seminare?
Das Netz staunt: Valie Export auf TikTok & Co.
Valie Export war feministische Performance-Queen, lange bevor irgendwer "Female Gaze" gesagt hat. Ihre Kunst ist roh, direkt, körperlich und oft brutal ehrlich – genau die Art Bilder, die als Clip oder Reel sofort hängenbleiben.
Du siehst Zigaretten auf Haut, Körper in Schaufenstern, Männer an Halsbändern – alles wie aus einem düsteren Fashion-Shoot, nur ohne Filter und ohne Rücksicht auf deine Komfortzone. Provokant, politisch, maximal shareable.
Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:
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Gerade durch den neuen Fokus auf Body Politics, Consent und queere Perspektiven taucht Export ständig in Feeds, Vorlesungen und Panels auf. Ihr 70er-Jahre-Look wirkt wie ein Vintage-Filter, der plötzlich wieder ultramodern ist.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Valie Export mitreden willst, brauchst du ein paar Key-Pieces im Kopf. Hier die Must-Know-Werke, die auf jeder Timeline und in jedem Kunstbuch auftauchen:
- "Tap and Touch Cinema" – Performance auf der Straße: Export trägt eine Art "Mini-Kino" auf Brusthöhe, ein Kasten vor ihrem Oberkörper, Männer dürfen mit den Händen "ins Kino greifen". Kein Screen, nur echter Körper. Kommentar zu Voyeurismus, Pornokultur und Male Gaze. Heute würde das als Social-Experiment-Video millionenfach geteilt werden.
- "Aktionshose: Genitalpanik" – die legendäre Foto- und Performance-Serie: Export steht mit offener Hose, die Genitalien sichtbar, oft mit Waffe in der Hand, mitten im Kino oder öffentlichen Raum. Das Bild ist zum ikonischen Feminismus-Meme geworden – tausendfach zitiert, remixt, gecovert. Aggressiver geht Body-Politics kaum.
- "Menschenrechte sind unteilbar" & andere Videoarbeiten – Export hat früh mit Video, Film und Medieninstallationen gearbeitet. Flackernde Screens, harte Schnitte, Sound-Loops: Das fühlt sich heute an wie Oldschool-Glitch-Art. Für viele Medienkünstler:innen ist sie so etwas wie die Proto-Influencerin der Body- und Medienkritik.
Ihr Style ist klar: kalt, direkt, ohne Weichzeichner. Schwarzweiß-Fotos, harte Posen, performative Aktionen im öffentlichen Raum. Nichts daran ist bequem – genau das macht die Bilder so stark und so quotable für Social Media.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Du fragst dich, ob sich der Kunst-Hype auch im Markt niederschlägt? Ja – aber auf eine sehr spezielle Art.
Valie Export gilt seit Jahren als feste Größe im internationalen Kunstbetrieb. Ihre Arbeiten hängen in großen Museen, stehen in wichtigen feministischen Sammlungen, und sie ist bei Top-Galerien wie Thaddaeus Ropac vertreten. Das ist ein klares Blue-Chip-Signal.
Bei Auktionen werden vor allem ikonische Fotografien und frühe Performancedokumentationen gesucht. Laut öffentlichen Auktionsdaten liegen ihre höchsten erzielten Preise im mittleren fünfstelligen Bereich, vereinzelt darüber, wenn es sich um rare, großformatige Vintage-Prints oder historisch besonders aufgeladene Serien handelt. Konkrete Summen schwanken je nach Haus, Auflage und Provenienz – aber der Trend ist klar: Steigend, vor allem für frühe, signierte Arbeiten.
Im Vergleich zu mega-teuren Maler-Stars ist das noch nicht "Millionen-Hammer"-Level. Aber im Segment feministische Avantgarde & Medienkunst gehört sie zu den Namen, die regelmäßig in internationalen Auktionen auftauchen – ein klarer Hinweis darauf, dass Sammler:innen sie langfristig ernst nehmen.
Für dich heißt das: Blue Chip im Museum, sammelbar im Markt – aber die richtig spannenden, musealen Stücke landen meist direkt in Institutionen oder bei großen Sammlungen, bevor sie überhaupt öffentlich auftauchen.
Karriere-Check in Kurzform:
- Pionierin der feministischen Performance- und Medienkunst im deutschsprachigen Raum.
- Früh mit Film, Video, Fotografie, Performance und Installation gearbeitet, lange bevor "Crossmedial" ein Buzzword war.
- Retrospektiven in wichtigen Museen, dauerhafte Präsenz in internationalen Sammlungen, starke Galerievertretung – kein Hype von gestern, sondern stabiler Kanon.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Weil du dir solche Arbeiten live anschauen musst, um sie wirklich zu fühlen, kommt hier der Ausstellungs-Check.
Nach aktuellem Stand sind größere, klar datierte Einzelausstellungen von Valie Export öffentlich nicht eindeutig angekündigt oder bestätigt. Viele ihrer Werke sind jedoch dauerhaft oder in wechselnden Präsentationen in Museums-Sammlungen zu sehen, besonders in Häusern mit Fokus auf Medienkunst, Feminismus und Gegenwartskultur.
Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und konkret terminiert sind – zumindest nicht so, dass sie jetzt schon flächendeckend kommuniziert würden. Deshalb lohnt sich ein direkter Blick auf die Seiten der Institutionen und ihrer Galerie.
- Galerie-Infos, verfügbare Werke und vergangene Shows findest du bei Thaddaeus Ropac: Offizielles Galerie-Profil von Valie Export
- Weitere Hintergrundinfos, Werklisten oder Projekt-Updates gibt es oft auf der offiziellen Künstlerseite: Direkter Draht zu Valie Export & Projekten
Tipp: Viele Museen mit Fotografie- oder Medienkunst-Schwerpunkt haben Valie Export regelmäßig in Gruppen-Ausstellungen. Wenn du im Programm Begriffe wie Feminismus, Medienkritik, Performance, 70er liest – Augen offen halten, ihr Name taucht oft mit auf.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Valie Export ist nichts für Leute, die Kunst nur als hübsche Wanddeko sehen. Ihre Arbeiten tun weh, triggern, stören – und genau deshalb sind sie so wichtig.
Für die TikTok-Generation fühlt sich vieles daran überraschend zeitgemäß an: Consent, Objektifizierung, Machtverhältnisse, Körperbilder – das alles verhandelt sie, nur ohne Soft-Filter und ohne Wellness-Vibes. Ihre Bilder funktionieren als viraler Hit, aber eben auch als harter Reality-Check.
Sammler:innen sollten sie auf dem Schirm haben, weil der Kanon um feministische Pionierinnen gerade neu geschrieben wird – und wer da früh und klug sammelt, profitiert nicht nur ideologisch, sondern oft auch finanziell. Auch wenn es (noch) nicht um regelmäßige Millionen-Hammer geht, ist der Qualitäts- und Kultstatus ziemlich unstrittig.
Wenn du Kunst willst, die mehr ist als nur Ästhetik – die dir Fragen stellt, dich unangenehm berührt und lange im Kopf bleibt – dann ist Valie Export ein Must-See. Und wer weiß: Vielleicht ist das nächste Meme, das du teilst, eigentlich schon Kunstgeschichte.
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