R Stahl Aktie: Aktionäre lehnen Rückkauf ab
16.06.2026 - 20:40:01 | boerse-global.de
Die Hauptversammlung von R. Stahl hat eine klare Linie gezogen. Das Management erhält grünes Licht für die strategische Neuausrichtung – doch einen zentralen Punkt lehnten die Aktionäre ab: die Ermächtigung zum Aktienrückkauf fand keine Mehrheit. Bei einer Präsenz von fast 79 Prozent des Grundkapitals zeigt das: Die Anteilseigner wollen erst operativen Fortschritt sehen, bevor Geld für eigene Aktien ausgegeben wird.
Programm NEXUS als Rettungsanker
Das Unternehmen arbeitet derzeit mit angezogener Handbremse. Für 2026 peilt der Vorstand um Tobias Popp einen Umsatz von 285 bis 300 Millionen Euro an – das wäre ein Rückgang gegenüber den 313 Millionen aus dem Vorjahr. Auch operativ bleibt wenig Spielraum: Das EBITDA soll zwischen 22 und 27 Millionen Euro liegen, nach 34,4 Millionen Euro 2025.
Die Trendwende soll das Zukunftsprogramm „NEXUS" bringen. Es startete im Februar und zielt auf Stabilisierung und stärkere Internationalisierung. Ab 2027 will R. Stahl wieder profitabel wachsen. Der Free Cashflow soll im laufenden Jahr immerhin ausgeglichen sein.
Neues Gesicht im Aufsichtsrat
Auch personell gibt es Bewegung. Rolf Friedrich rückt für Harald Rönn in das Kontrollgremium. Zudem legt Aufsichtsrat Peter Leischner sein Mandat nieder – ein Wechsel auf mehreren Ebenen.
Die Aktie notiert aktuell bei 13,80 Euro und legt damit 2,2 Prozent zu. Auf Jahressicht steht der Titel mit minus 27 Prozent allerdings deutlich unter Druck. Der Halbjahresbericht am 31. Juli wird zeigen, ob die NEXUS-Wirkung bereits greift.
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