R.E.M.-Comeback? Warum jetzt alle durchdrehen
13.02.2026 - 00:08:04Plötzlich ist der Name R.E.M. wieder überall: Feeds, Foren, Podcasts – nach Jahren Funkstille spekuliert das Netz, ob die Alternative-Legenden mehr planen als nur nostalgische Interviews. Für eine Band, die offiziell 2011 aufgehört hat, wirken die aktuellen Signale verdammt lebendig. Neue Statements, Jubiläen, Playlist-Updates – und immer öfter fällt ein Wort: Comeback. Vor allem deutsche Fans fragen sich: Gibt es wieder Konzerte, vielleicht sogar Dates in Berlin, Hamburg oder Köln?
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In diesem Deep Dive schauen wir auf das, was gerade wirklich passiert: neue Aussagen von Michael Stipe & Co., Fan-Theorien zur Tour, welche Songs sicher in jeder denkbaren Setlist wären – und was das alles konkret für dich in Deutschland bedeuten könnte.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell gilt: R.E.M. haben sich 2011 getrennt und seitdem kein klassisches Comeback gestartet. Trotzdem reißen die News rund um die Band nicht ab. In den letzten Monaten häufen sich Interviews, in denen Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills über die Vergangenheit reden – aber eben auch über die Zukunft. Die Tonlage hat sich dabei spürbar verändert: Statt kategorischem "Nein" zu Reunion-Fragen hört man öfter vorsichtiges Abwägen. Das sorgt naturgemäß für Alarmstufe Rot in den Fan-Communities.
Ein zentraler Punkt sind die zahlreichen Jubiläen. Ob 40 Jahre seit den ersten R.E.M.-Releases oder runde Geburtstage ikonischer Alben wie Murmur, Automatic for the People oder New Adventures in Hi-Fi – solche Daten sind perfekte Anlässe für Special-Editionen, Hommage-Shows oder einmalige Auftritte. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass Labels und Promoter seit Jahren Druck machen, diese Jubiläen nicht nur mit Reissues, sondern auch mit Bühnenaktionen zu feiern. Bislang haben R.E.M. dem widerstanden, aber je größer der Abstand zur Trennung wird, desto lockerer wirkt die Band in ihren Formulierungen.
Gerade für den deutschen Markt wäre ein Comeback mehr als logisch. R.E.M. hatten hier über Jahrzehnte eine treue Fanbasis, waren Stammgäste bei Festivals und in Arenen: Berlin, München, Frankfurt, Hamburg – quer durch die Republik. Deutsche Medien haben die Band immer früh und intensiv gefeatured, was man heutzutage an den Streamingzahlen aus Deutschland noch merkt. Für Veranstalter wäre eine limitierte Deutschland-Tour ein Selbstläufer: Hohe Nachfrage, solide Ticketpreise, starkes Publikum im Alter von Mitte 20 bis Ende 40, plus eine riesige Nostalgie-Welle bei älteren Fans.
Auch spannend: Michael Stipe arbeitet schon länger an Solo-Material und betont in Interviews, dass er sich wieder kreativer fühlt und wieder Lust auf Bühne hat – wenn auch unter kontrollierten Bedingungen. Genau da setzt ein beliebtes Szenario an: Stipe-Solo-Shows, bei denen nach und nach auch Buck und Mills auftauchen, zunächst als Gäste, später vielleicht als vollwertige R.E.M.-Konzerte. Offiziell bestätigt ist davon nichts, aber in Fan-Foren werden Routen durch Europa gezeichnet, bei denen natürlich auch Köln, Berlin oder Hamburg auftauchen.
Ein weiterer Treiber der aktuellen Spekulationen sind Social-Media-Aktivitäten. Der offizielle R.E.M.-Kanal teilt vermehrt Archivclips, Live-Ausschnitte und seltene Fotos. Solche Aktionen wirken zunächst wie typische Katalogpflege, aber die Dichte und Emotionalität der Posts lassen viele Fans vermuten, dass hier bewusst Stimmung aufgebaut wird. Sobald ein älteres Live-Video mit der Caption "Miss this" oder einem zweideutigen Kommentar auftaucht, interpretieren User das als verstecktes Signal, dass die Band selbst wieder an die Bühne denkt.
Was heißt das für dich als Fan in Deutschland? Realistisch betrachtet: Du solltest nicht morgen mit einer Tour-Ankündigung rechnen, aber du solltest R.E.M. 2026 im Auge behalten. Alles deutet darauf hin, dass die Band offener für spezielle Projekte geworden ist – von einmaligen Anniversary-Shows bis hin zu kuratierten Festivalauftritten. Und gerade größere europäische Städte haben historisch gute Chancen, wenn es um limitierte Auftritte internationaler Kultbands geht.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Selbst wenn R.E.M. bisher keine neue Tour offiziell gemacht haben: An möglichen Setlists mangelt es dem Netz nicht. Fans auf Reddit und spezialisierten Foren bauen seit Jahren Wunsch-Setlists, analysieren alte Touren und wägen ab, welche Songs 2026 realistisch wären. Spannend ist, wie stark sich die Favoriten decken – egal ob die Playlist von Hardcore-Nerds oder Casual-Hörer:innen kommt.
Unantastbar wären mit hoher Wahrscheinlichkeit die ganz großen Hymnen: "Losing My Religion", "Everybody Hurts", "Man on the Moon", "The One I Love" und "Orange Crush". Diese Tracks sind nicht nur Streaming-Leader, sie funktionieren live auch seit Jahrzehnten. Die Kombination aus Mitsing-Refrains, klaren Gitarrenhooks und melodischem Gesang erzeugt genau die Art von Gänsehautmoment, für die Fans heute bereit sind, Triple-A-Preise zu zahlen. In alten Setlists aus Europa tauchen diese Songs fast immer im letzten Drittel des Abends auf – als emotionaler Peak.
Daneben gäbe es Platz für Fan-Favorites aus verschiedenen Phasen der Bandgeschichte. Aus der frühen College-Rock-Ära wären Kandidaten wie "Radio Free Europe", "So. Central Rain" oder "Driver 8" fast gesetzt, weil sie den Ursprungssound der Band repräsentieren. Aus der großen 90er-Phase dürften "Nightswimming", "Drive", "Find the River" und "Everybody Hurts" kaum fehlen – Stücke, die live eher für ruhige, intime Momente sorgen und bei denen Michael Stipes Stimme im Mittelpunkt steht.
Die Shows von R.E.M. waren historisch nie nur "Best of". Gerade in Europa hat die Band immer wieder tief im Katalog gegraben und B-Seiten, rare Albumtracks oder schwerere Nummern aufs Programm gesetzt – etwa "Country Feedback", "Electrolite", "Fall on Me" oder "At My Most Beautiful". Für ein mögliches Comeback 2026 wäre ein ähnlicher Mix plausibel: ein starkes Rückgrat aus Hits, angereichert mit Songs, über die sich Hardcore-Fans freuen und die den Abenden eine individuelle Note geben.
Atmosphärisch darfst du keine auf Hochglanz getrimmte Pop-Show erwarten, sondern eher ein konzentriertes, emotionales Rock-Konzert. In früheren Touren verzichteten R.E.M. meist auf große Bühnen-Gimmicks. Stattdessen standen Licht, Projektionen und Stipes Präsenz im Fokus. Ein typischer Showablauf begann mit ein, zwei etwas härteren Nummern, um die Energie hochzufahren, gefolgt von einem Mittelteil mit mehr Balladen und tieferen Cuts, bevor das Finale wieder hymnischer wurde. Du kannst dir gut vorstellen, dass 2026 ähnlich aussehen würde – vielleicht mit einem stärkeren Fokus auf Storytelling, Anekdoten und politischer Einordnung, weil die Songs heute in einer anderen Welt stattfinden als zu ihrer Entstehungszeit.
Ein weiterer Punkt sind potenzielle Support-Acts. R.E.M. hatten historisch ein gutes Gespür für Vorbands, die später selbst groß wurden. Im heutigen Kontext wären Acts denkbar, die eine ähnliche Mischung aus Indie-Credibility und zugänglichen Melodien mitbringen – zum Beispiel jüngere Alternative-Bands aus den USA oder UK. Für den deutschen Markt könnten aber auch lokale Supports spannend sein, etwa deutsche Indie-Acts mit englischen Texten, die sich von R.E.M. beeinflusst zeigen. Preislich würden Tickets vermutlich im gehobenen Segment landen – vergleichbar mit anderen großen 90er-Acts auf Reunion-Tour.
Für die Stimmung im Publikum wäre vor allem die Altersmischung spannend. Viele, die R.E.M. in den 90ern live gesehen haben, würden wiederkommen, dazu eine Generation, die mit "Losing My Religion" und "Everybody Hurts" erst via Streaming, TikTok oder Serien-Soundtracks warm geworden ist. Dieses Alters-Spektrum sorgt erfahrungsgemäß für eine besondere Dynamik: Nostalgie trifft Entdecker-Energie. Live führt das oft zu lauten Chören bei den Hits und sehr konzentzter Stille bei den ruhigeren Stücken – ein Setting, in dem eine Band wie R.E.M. maximal aufblühen kann.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Auf Reddit, TikTok und in einschlägigen Discord-Servern läuft aktuell ein wilder Mix aus Hoffnungen, Leaks und angeblichen Insiderinfos herum. Besonders präsent sind Threads in Subreddits wie r/REM und r/indieheads, in denen User jedes neue Interview-Detail auseinandernehmen. Wenn Michael Stipe in einem Gespräch erwähnt, dass er "die Energie der Bühne" vermisst, wird daraus schnell ein fünfzig Kommentare langer Diskussionsstrang, ob das ein versteckter Hinweis auf Live-Pläne ist.
Ein häufiger Fan-Take: Sollte R.E.M. zurückkehren, dann eher mit einem begrenzten, kuratierten Konzept als mit einer klassischen Welt-Tour. Genannt werden Formate wie "Residencies" in bestimmten Städten – also mehrere Abende hintereinander an einem Ort, vielleicht in kulturhistorisch aufgeladenen Venues. Für Europa werden unter anderem London, Berlin und Paris gehandelt. Berlin taucht dabei in vielen Spekulationen explizit auf, weil die Stadt seit Jahrzehnten ein Magnet für alternative Musik ist und R.E.M. hier immer starkes Feedback erlebt haben.
Auf TikTok kursieren viele Edits, in denen R.E.M.-Songs über aktuelle Szenen gelegt werden: melancholische U-Bahn-Fahrten zu "Everybody Hurts", Retro-Urlaubsvibes mit "Shiny Happy People", queere Coming-of-Age-Stories mit "Losing My Religion". Unter diesen Clips finden sich oft Kommentare vom Typ "Stellt euch vor, das 2026 wieder live zu hören" oder "Ich würde jeden Preis zahlen, um das einmal zu erleben". Aus Social-Media-Sicht wäre ein Comeback also kein Retro-Event, sondern ein Cross-Generationen-Phänomen.
Natürlich gibt es auch Skepsis. Einige Fans befürchten, eine Reunion könnte den Mythos beschädigen, weil R.E.M. 2011 relativ elegant aufgehört haben – ohne Skandale, ohne peinliche Endlos-Touren. In Diskussionen wird häufig gelobt, wie konsequent und würdevoll die Band damals den Schlussstrich gezogen hat. Ein Teil der Community sagt: "Lasst es so in Erinnerung bleiben." Andere argumentieren, dass eine Band mit so vielen relevanten Songs gerade in einer politisch angespannten Zeit wieder eine wichtige Stimme auf Bühnen sein könnte – und dass Stipes Texte über Empathie, Zweifel und gesellschaftlichen Druck aktueller wirken denn je.
Ein kleiner Dauerbrenner in der Gerüchteküche sind auch Spekulationen über Ticketpreise. Nach den extrem hohen Preisen mancher Reunion-Touren in den letzten Jahren (von The Cure bis Springsteen) sind viele Fans sensibel. Auf Reddit tauchen immer wieder Rechenbeispiele auf, was ein "fairer" Preis für eine R.E.M.-Show wäre. Der Tenor: lieber etwas teurer, dafür kleinere Hallen und eine Show mit Herz, als eine reine Stadion-Geldmaschine. Die Band selbst hat historisch versucht, Preise moderat zu halten – ob das im aktuellen Marktumfeld noch realistisch wäre, ist allerdings fraglich.
Interessant ist auch die Frage nach möglichem neuen Material. Ein Teil der Fanbase wünscht sich ein neues R.E.M.-Album gar nicht, weil die Diskografie in sich geschlossen wirkt. Andere hoffen zumindest auf ein, zwei neue Songs, die live integriert werden könnten – ähnlich wie es andere zurückgekehrte Bands gemacht haben. In diversen Threads wird spekuliert, wie ein R.E.M.-Sound 2026 klingen könnte: reduzierter, elektronischer angehaucht, oder bewusst organisch mit Fokus auf Akustikgitarren und Stipes Stimme.
Unterm Strich ist die Gerüchteküche ein großes Spiegelbild der Sehnsucht: Die Leute vermissen ehrliche, emotional intelligente Rockmusik mit Haltung. R.E.M. verkörpern genau das – deshalb reicht schon ein kleines Zitat oder ein Archiv-Post, um die Debatten neu anzufeuern. Solange es keine klare Absage gibt, bleibt der Interpretationsraum offen – und damit das Feuer in den Foren an.
Alle Daten auf einen Blick
Konkrete Tourdaten für Deutschland sind Stand heute nicht offiziell bestätigt. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf typische Eckdaten rund um R.E.M., die für deine Planung wichtig sein können – von historischen Deutschland-Shows bis zu relevanten Release-Daten.
| Kategorie | Datum | Ort / Release | Hinweis für Fans |
|---|---|---|---|
| Bandgründung | 1980 | Athens, Georgia (USA) | Startpunkt der R.E.M.-Story; prägt den College-Rock-Sound. |
| Debütalbum | 1983 | Murmur | Früher Kultklassiker, wichtig für Setlist-Spekulationen. |
| Durchbruch-Album | 1991 | Out of Time | Enthält "Losing My Religion"; zentrales Album für jeden Neueinstieg. |
| Klassiker-Album | 1992 | Automatic for the People | "Everybody Hurts", "Man on the Moon" – Live-Favoriten. |
| Letztes Studioalbum | 2011 | Collapse into Now | Aktuell letzte Albumveröffentlichung vor der Trennung. |
| Offizielle Trennung | 2011 | Band-Statement | R.E.M. beenden ihre Karriere "ohne Streit", wie sie betonten. |
| Historische Deutschland-Shows | verschiedene Jahre | u.a. Berlin, Köln, Hamburg, München | Zeigen, wie wichtig der deutsche Markt für die Band war. |
| Wichtige Chart-Erfolge (DE) | 1990er | diverse Singles und Alben in Top 10 | Sichert R.E.M. bis heute hohe Bekanntheit in Deutschland. |
| Aktuelle Info-Quelle | laufend | remhq.com | Offizielle Seite für Statements, Archivmaterial und Projekte. |
Häufige Fragen zu R.E.M.
Rund um R.E.M. tauchen im Netz immer wieder ähnliche Fragen auf – gerade jetzt, wo die Gerüchte um mögliche neue Aktivitäten hochkochen. Hier findest du ausführliche Antworten, die dir helfen, das große Bild zu verstehen.
Wer sind R.E.M. überhaupt – und warum sprechen alle von ihnen?
R.E.M. gehören zu den wichtigsten Alternative-Rock-Bands überhaupt. Gegründet Anfang der 80er in Athens, Georgia, haben sie aus dem damals noch kleinen College-Rock-Underground heraus eine weltweite Karriere aufgebaut. Charakteristisch ist die Mischung aus Peter Bucks schimmernder Gitarrenarbeit, Michael Stipes unverwechselbarer Stimme und oft rätselhaften, aber emotional direkten Texten. In den 90ern schaffte die Band den Sprung in den Mainstream, ohne ihre Eigenheiten komplett zu verlieren – ein Kunststück, das bis heute als Referenz gilt.
Dass heute noch so viele über R.E.M. reden, liegt nicht nur an ihren Hits, sondern auch an ihrem Einfluss. Unzählige Indie- und Alternative-Bands beziehen sich auf sie, von großen Namen bis zu kleinen DIY-Acts. Für viele Musiker:innen waren R.E.M. der Beweis, dass man keine klassischen Rockposen braucht, um große Songs zu schreiben und Stadien zu füllen. Gleichzeitig sind viele ihrer Texte erstaunlich gut gealtert, weil sie Themen wie Identität, Unsicherheit, Mediendruck und politische Verantwortung verhandeln, ohne plump zu werden.
Wird es 2026 eine R.E.M.-Tour in Deutschland geben?
Stand heute gibt es keine offiziell bestätigte R.E.M.-Tour für 2026 – weder weltweit noch speziell für Deutschland. Alle Vermutungen basieren auf Interview-Aussagen, Social-Media-Aktivität und der Logik von Jubiläen und Katalogpflege. Trotzdem ist die Frage legitim, weil die Tonlage der Band in den letzten Jahren weicher geworden ist. Früher hieß es häufig klipp und klar: "Keine Reunion". In neueren Gesprächen klingt es eher nach "Aktuell haben wir nichts geplant", oft ergänzt durch persönliche Reflexionen, wie sehr man bestimmte Aspekte des Bandlebens vermisst.
Für Deutschland würden Karten vermutlich erst dann ins Spiel kommen, wenn ein übergeordnetes Konzept fertig ist – zum Beispiel eine limitierte Europa-Route oder eine Reihe spezieller Shows. Berlin, Hamburg, Köln und München wären aufgrund ihrer Infrastruktur und historischen Verbindung zur Band gute Kandidaten. Wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, solltest du neben der offiziellen Website auch die Kanäle großer deutscher Veranstalter und Ticket-Plattformen beobachten – erfahrungsgemäß sickern dort frühe Hinweise durch, bevor die ganz große Promo-Maschine anläuft.
Welche Songs muss ich kennen, wenn ich neu bei R.E.M. einsteige?
Wenn du dir gerade erst einen Überblick verschaffst, helfen dir ein paar Schlüsseltracks, um die Band zu greifen. Ganz oben stehen natürlich "Losing My Religion", "Everybody Hurts" und "Man on the Moon". Diese Songs zeigen verschiedene Seiten der Band: stilistisch reduziert, maximal emotional oder spielerisch mit Popkultur spielend. Daneben lohnt sich ein Blick auf "The One I Love", das oft für eine romantische Ballade gehalten wird, textlich aber deutlich dunkler ist, und auf "Orange Crush", das politisch aufgeladen ist und trotzdem sofort hängen bleibt.
Wenn du einen Schritt weitergehen willst, schnapp dir komplette Alben. "Automatic for the People" gilt vielen als Meisterwerk – melancholisch, aber melodisch stark, perfekt für konzentriertes Durchhören. "Out of Time" zeigt die Band auf dem Weg zum ganz großen Pop-Erfolg, während "Document" und "Green" noch stärker im alternativen Rock verwurzelt sind. Für den Live-Kontext sind diese Alben besonders relevant, weil ein Großteil der immer wieder gewünschten Setlist-Songs genau von dort kommt.
Wie stehen R.E.M. selbst zu einem möglichen Comeback?
Die offizielle Linie der Band war lange eindeutig: R.E.M. haben sich im Guten getrennt und wollen dieses Kapitel nicht wieder aufschnüren. In verschiedenen Interviews betonen die Mitglieder, wie wichtig ihnen war, aufzuhören, bevor Routine und Zynismus das Projekt zerstören. Gleichzeitig hört man immer öfter Nuancen: Michael Stipe spricht offen darüber, dass er wieder an Musik arbeitet und sich vorstellen kann, neue Songs zu veröffentlichen. Peter Buck und Mike Mills klingen bei Reunion-Fragen nicht mehr ganz so kategorisch ablehnend wie früher, sondern verweisen auf praktische Aspekte wie Gesundheit, Logistik und die Frage, ob es sich "richtig" anfühlt.
Wichtig ist: Selbst wenn eine Rückkehr stattfindet, muss das nicht automatisch heißen, dass R.E.M. wieder als Vollzeit-Band unterwegs sind. Denkbar wäre eine einmalige Reihe von Konzerten, vielleicht zur Feier eines Album-Jubiläums, oder eine spezielle Kollaboration, bei der die Band ein Festival kuratiert und einen besonderen Abend spielt. In solchen Szenarien könnten die Mitglieder ihre künstlerische Unabhängigkeit behalten und trotzdem den Fans etwas geben, ohne in alte Strukturen zurückzufallen.
Wie relevant ist R.E.M. für Gen Z und Millennials wirklich noch?
Überraschend relevant – nur auf andere Weise als zu CD- und MTV-Zeiten. Für viele Jüngere sind R.E.M. weniger eine "aktuelle Band" als ein Soundtrack-Baustein: Songs tauchen in Serien, Filmen, TikTok-Edits und Playlists auf, die nichts explizit mit 90er-Nostalgie zu tun haben. Vor allem die emotionalen Balladen funktionieren in der heutigen Meme- und Short-Video-Kultur extrem gut, weil sie Instant-Stimmung erzeugen. "Everybody Hurts" ist quasi das Template für traurige, überinszenierte Clips geworden, während "Losing My Religion" mit seinen Doubts und Selbstfragen perfekt in queere und identitätspolitische Diskurse passt.
Dazu kommt, dass viele Indie-Acts, die Gen Z heute feiert, R.E.M. als Referenz nennen – sei es soundtechnisch oder vom DIY-Mindset her. Wenn du dich tiefer mit deiner Lieblingsband beschäftigst und deren Einflüsse abcheckst, landest du früher oder später bei R.E.M. Genau darüber entstehen gerade neue Fan-Schichten: nicht durch klassische Promo, sondern durch musikalische Ahnenforschung. Ein mögliches Comeback hätte also nicht nur Nostalgie-Publikum, sondern auch Kids, die die Songs erst vor Kurzem via Streaming entdeckt haben.
Lohnt sich ein R.E.M.-Konzert noch, wenn ich die Band bisher kaum kenne?
Absolut – vorausgesetzt, du hast etwas übrig für ehrliche, melodiegetriebene Rockmusik ohne große Effekte. R.E.M.-Shows leben nicht von Pyro oder aufwendigen Choreos, sondern von Dynamik, Songwriting und der Energie im Raum. Selbst wenn du nur drei, vier Songs vom Namen her kennst, wirst du in einem Set Dutzende Momente entdecken, in denen Melodien dich sofort abholen. Viele Fans berichten, dass sie R.E.M. live gesehen haben, bevor sie richtig in die Platten eingestiegen sind – und dass genau diese Konzerte der Auslöser waren, tiefer in die Diskografie zu tauchen.
Für dich als eher neuen Fan wäre eine mögliche 2026er-Show die Gelegenheit, eine Band zu erleben, die ihre Songs über Jahrzehnte verfeinert hat. Du bekommst keine halbgare Reunion-Probe, sondern ein Best-of einer Karriere, die bereits abgeschlossen ist – und deshalb sehr bewusst kuratiert werden kann. Gerade diese Endlichkeit könnte die Konzerte besonders intensiv machen: Alle wissen, dass es wahrscheinlich keine endlose Reihe von Touren mehr geben wird. Jeder Abend zählt.
Wie bleibe ich bei R.E.M.-News verlässlich auf dem Laufenden?
In Zeiten von Leaks, Fake-Accounts und überdrehten Fan-Theorien ist es wichtig, zwischen Wunschdenken und echten Infos zu unterscheiden. Die sicherste Quelle ist die offizielle Website remhq.com sowie die verifizierten Social-Media-Profile der Band-Mitglieder. Ankündigungen zu Reissues, Sonderprojekten oder möglichen Auftritten tauchen dort in der Regel zuerst auf oder werden zumindest bestätigt.
Ergänzend lohnt sich ein Blick auf Musikmedien mit starkem News-Fokus und auf Ticket-Plattformen, die Verified-Fan-Programme oder Wartelisten anbieten. Wenn du ganz tief drin sein willst, kannst du einschlägige Subreddits oder Foren verfolgen – dort werden Hinweise oft früh entdeckt, aber eben auch stark spekulativ diskutiert. Als Faustregel gilt: Solange kein klares Statement von Band, Management oder offizieller Touragentur existiert, bleibt alles im Bereich Gerücht. Lass dich davon gern hypen, aber plane noch nichts, was du nicht im Zweifel wieder canceln kannst.
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