QVC, Schulden

QVC: Schulden von 6,6 auf 1,3 Milliarden

21.04.2026 - 17:54:00 | boerse-global.de

Die QVC Group leitet ein Chapter-11-Verfahren ein, um ihre Schulden von 6,6 auf 1,3 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Der operative Betrieb soll währenddessen aufrechterhalten werden.

QVC: Schulden von 6,6 auf 1,3 Milliarden - Foto: über boerse-global.de
QVC: Schulden von 6,6 auf 1,3 Milliarden - Foto: über boerse-global.de

Der Teleshopping-Pionier QVC Group flüchtet unter den US-Gläubigerschutz. Das Unternehmen hat beim Insolvenzgericht in Texas ein Verfahren nach Chapter 11 eingeleitet, um seine massive Schuldenlast abzutragen. Dieser Schritt markiert den vorläufigen Tiefpunkt eines Geschäftsmodells, das durch das Sterben des klassischen Kabelfernsehens massiv unter Druck geraten ist.

Radikale Entschuldung geplant

Die Konzernmutter von QVC und HSN strebt eine drastische Entlastung der Bilanz an. Die Verbindlichkeiten sollen von derzeit rund 6,6 Milliarden US-Dollar auf 1,3 Milliarden US-Dollar sinken. Das Management setzt dabei auf ein vorab ausgehandeltes Sanierungsabkommen mit den wichtigsten Gläubigern.

Der operative Betrieb soll während des Verfahrens ohne Unterbrechungen weiterlaufen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben weder Entlassungen noch Zwangsurlaub für die Belegschaft. Lieferanten sollen weiterhin vollständig bezahlt werden.

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Das Verfahren beschränkt sich auf die US-Einheiten der Gruppe. Die internationalen Ableger in Deutschland, Großbritannien, Japan und Italien sind nicht Teil des Insolvenzantrags. In diesen Märkten bleibt die Geschäftsführung vorerst unabhängig von den US-Vorgängen handlungsfähig.

Kampf gegen den Zuschauerschwund

Hintergrund der Schieflage ist der Wandel im Medienkonsum. Die Marktdurchdringung des Bezahlfernsehens in den USA ist von einst 88 Prozent auf etwa 50 Prozent im Jahr 2025 eingebrochen. QVC versucht nun, den Verlust der TV-Zuschauer durch Live-Shopping auf Plattformen wie TikTok zu kompensieren.

Die Aktie reagierte zuletzt mit massiven Schwankungen auf die finanzielle Instabilität. Nachdem das Papier zeitweise unter die Marke von einem US-Dollar rutschte, erholte sich der Kurs Ende letzter Woche wieder auf etwa 2,16 US-Dollar. Neben dem Zuschauerschwund belasten auch steigende Zölle und der Wettbewerb durch Streaming-Dienste das Ergebnis.

Das Management plant, den Restrukturierungsprozess innerhalb von 90 Tagen abzuschließen. Bis zum Sommer soll das Unternehmen als neu organisierte "Reorganized QVC Inc." mit einer deutlich schlankeren Schuldenstruktur aus dem Verfahren hervorgehen.

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