Quiet Cracking: Jeder dritte Arbeitnehmer am Limit
23.02.2026 - 02:19:12 | boerse-global.deFast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer arbeitet am Rande der Erschöpfung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Pronova BKK. Besonders betroffen sind junge Beschäftigte unter 30 Jahren – hier berichten 40 Prozent von der stillen Überlastung.
Die lautlose Krise breitet sich aus
Das Phänomen heißt „Quiet Cracking“. Betroffene funktionieren nach außen hin normal, sind innerlich aber ausgebrannt. Die Studie „Arbeiten 2025“ befragte über 1.200 Beschäftigte. Als Hauptgründe nannten sie Dauerstress (42 Prozent), fehlende Wertschätzung (40 Prozent) und überlange Arbeitszeiten (29 Prozent). Wirtschaftspsychologen warnen: Diese stille Erschöpfung ist tückisch. Sie bleibt oft unentdeckt, bis ein ernsthafter Burnout eintritt.
Angst und wirtschaftliche Folgen
Viele Mitarbeiter verbergen ihre Überlastung aus Angst vor beruflichen Nachteilen. Die Konsequenzen sind gravierend. Psychische Erkrankungen zählen bereits zu den häufigsten Ursachen für Krankschreibungen. Ein Report der Techniker Krankenkasse bestätigt das Problem: 42 Prozent der Beschäftigten fühlen sich oft verbraucht. Experten schätzen die gesamtwirtschaftlichen Kosten durch Burnout auf rund 25 Milliarden Euro jährlich.
Politik und Unternehmen in der Pflicht
Die Politik reagiert. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) macht die Erfassung psychischer Belastungen zum Schwerpunkt. Für 2026 plant die EU-Arbeitsschutzagentur eine große Kampagne. Unternehmen müssen proaktiv werden. Gefragt sind nachhaltige Lösungen wie Führungskräfteschulungen und eine offene Fehlerkultur. Einzelne Aktionstage reichen nicht aus.
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