Quarks dreht Gen-Z-Modus auf: Warum alle plötzlich wieder Wissenschaft bingen
12.02.2026 - 22:20:43Quarks dreht Gen-Z-Modus auf: Warum du plötzlich wieder Bock auf Wissenschaft hast
Du scrollst gemütlich durch YouTube oder Insta – und auf einmal erklärt dir Quarks, warum dein Kopf bei Prüfungsstress dicht macht oder wieso Fake-News so verdammt glaubwürdig wirken. Genau da haben sie dich.
Das Wichtigste in Kürze
- Quarks ballert komplexe Themen wie Klima, Gesundheit & Psychologie in snackbare Clips und gut produzierte Erklärvideos.
- Gerade viral: Formate mit Straßenumfragen, Alltagsmythen und wissenschaftlichen Deep-Dives, die wie Reaction-Content wirken.
- Die Community feiert: "Endlich jemand, der Wissenschaft erklärt, ohne uns für dumm zu halten" – aber kritisiert auch manchmal ARD/WDR-Vibes.
Warum Quarks gerade überall auf deinem Screen ist
Quarks gibt es zwar schon ewig als WDR-Brand, aber der aktuelle Hype kommt von einem klaren Move: Vollgas auf Social-First. Die Clips sind so geschnitten, dass du eigentlich nur kurz reinschauen willst – und plötzlich bist du 12 Minuten in einem Video über Schlafmangel oder Mikroplastik gefangen.
Als wir den neuesten YouTube-Upload angeschaut haben, hatte der typische Aufbau wieder alles, was Gen Z triggert: harter Hook in den ersten Sekunden (direkt mit einer Alltagsszene, die jede*r kennt), dann super schnelle Schnitte, eingeblendete Chats, Insta-DMs als Stilmittel und dazu klare Zahlen, die dir direkt ein "Oha" entlocken. Kein langes Blabla, sondern: These – Beweis – Aha-Moment.
Dieser Moment bei Minute 3:12, wenn der Host ganz trocken sagt, dass wir unseren Körper oft schlechter behandeln als unser Handy (inkl. Screen-Time-Vergleich vs. Schlaf) – brutal relatable. Genau da merkst du, wie Quarks es schafft, dir eine Studie reinzudrücken, ohne dass es sich nach Schule anfühlt.
Der Viral-Faktor: Wissenschaft, aber bitte snackable
Warum funktioniert das gerade so gut? Ein paar Punkte, die wir beim Durchsuchten des Kanals festgestellt haben:
- Alltag first, Theorie später: Die Videos starten fast immer mit Szenen, die du kennst: Prüfungsphase, Dating-Apps, Klimapanik, TikTok-Health-Hacks. Erst wenn du schon drin bist, kommt der wissenschaftliche Unterbau.
- Edits im Creator-Style: Jump Cuts, Zoom-ins, Memes, Stock-Videos mit Humor – vom Vibe her näher an TikTok-Creators als an klassischer TV-Doku.
- Klare Haltung: Bei Themen wie Klima, Desinformation oder Verschwörungstheorien bezieht Quarks Position, aber immer mit Quellen und Studien. Das wirkt nicht wie moralischer Zeigefinger, eher wie: "Hier sind die Fakten, mach was draus."
- Gesichter statt Marke: Hosts und Expert*innen werden zu wiederkehrenden Personen. Du merkst schnell: Ah, das ist wieder die, die letztens über Dopamin-Fasten gesprochen hat.
- Cross-Plattform-Storytelling: Längeres Erklärvideo auf YouTube, dazu Reels/Shorts mit dem stärksten Ausschnitt und vielleicht noch ein Karussell-Post auf Insta mit Key-Fakten – perfekt, um auf verschiedenen Feeds immer wieder aufzutauchen.
Als wir vorhin durch den aktuellen Upload geskippt haben, ist uns auch aufgefallen, wie krass stark Quarks mit Mythen spielt: Erst die Aussage, die du schon hundertmal auf TikTok gehört hast – dann der Moment, wo sie mit einem "Stimmt so nicht ganz" das Ding komplett auseinandernehmen. Dieser Switch ist pures Hook-Material und extrem teilbar in Freundesgruppen: "Ey, schau mal, das mit Kaffee vorm Schlafen stimmt gar nicht so, wie wir immer dachten."
Mehr Quarks-Content finden
Wenn du tiefer in den Content von Quarks rein willst, hier ein paar praktische Such-Shortcuts für deine nächste Prokrastinations-Session:
- YouTube-Suche: "Quarks" auf YouTube suchen
- Instagram-Suche: Öffne Insta und such nach @quarks.de für Reels & Karussells
- TikTok-Suche: Such nach "Quarks WDR" für geschnittene Erklärclips
Das sagt die Community
Der Hype um Quarks kommt nicht nur von Views, sondern extrem aus der Bubble selbst. Beim Stöbern durch Reddit und X sind uns ein paar Stimmen hängen geblieben:
Auf Reddit schreibt jemand sinngemäß: "Ich hab Stress mit Naturwissenschaften in der Schule, aber bei Quarks check ich plötzlich, worum es geht. Die reden endlich normal mit uns." Genau dieses "normal" ist der Punkt: Keine Oberlehrer-Vibes, sondern erklären auf Augenhöhe.
Auf X (ehemals Twitter) liest man auch: "Quarks ist basically der einzige Wissenschafts-Channel der ÖR, den ich Freunden wirklich empfehlen kann, ohne mich zu schämen." Das zeigt, wie stark das Image gegenüber dem klassischen öffentlich-rechtlichen Content shiftet, wenn Format & Ton angepasst werden.
Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Teilweise heißt es dort: "Quarks ist nice, aber manchmal merkt man halt doch, dass WDR dahintersteckt – Alles sehr brav, wenig edgy." Andere kritisieren, dass komplexe Themen manchmal zu stark vereinfacht werden, damit sie in 10 Minuten passen. Das ist eine legitime Diskussion: Wie viel Vereinfachung ist okay, damit ein Video noch viral funktioniert, aber nicht unfair gegenüber der Wissenschaft wird?
Insgesamt ist die Grundstimmung aber klar positiv: Leute feiern, dass Fakten bequem konsumierbar werden – und dass sie endlich Argumente an der Hand haben, wenn onkelmäßige Fake-News bei Familienfeiern droppen.
Insider-Vokab: So spricht die Quarks-Bubble
Wenn du in der Welt von Quarks und Science-Content unterwegs bist, fallen dir ein paar typische Begriffe immer wieder auf:
- Faktencheck: Klassiker. Wenn Quarks was auseinander nimmt, steht oft "Faktencheck" dick drüber – gerade bei viralen TikTok-Health-Hacks.
- Pseudowissenschaft: Alles, was sich wissenschaftlich anhört, aber keine stabile Datenbasis hat. Genau das wird dort regelmäßig vorsichtig aber klar zerlegt.
- Bias: Egal ob Confirmation Bias oder Survivorship Bias – in vielen Videos wird auf diese Denkfehler hingewiesen, um zu zeigen, wie uns unser Kopf austrickst.
- Studienlage: Typisches Quarks-Wort, wenn sie erklären, ob es zu einem Thema viele, wenige oder nur schwache Studien gibt.
- Placebo-/Nocebo-Effekt: Kommt ständig in Clips zu Medizin, Psychologie und Gesundheit vor und ist super wichtig, um TikTok-Hacks einzuordnen.
Warum Quarks für Gen Z so gut funktioniert
Wenn du es runterbrichst, macht Quarks drei Dinge, die für Gen Z extrem entscheidend sind:
- Vertrauen plus Entertainment: Du willst keine trockenen PDF-Studien lesen, aber du hast auch keinen Bock mehr auf random TikTok-Gurus ohne Quellen. Quarks liefert beides: unterhaltsam und verlässlich.
- Konflikte klar benennen: Bei Themen wie Impfungen, Klimaschutz oder Social Media Impact auf die Psyche wird nicht so getan, als wäre alles easy. Sie zeigen, wo sich Forschende uneins sind und wo die Datenlage dünn ist – was sie authentisch macht.
- Handlungsoptionen: Viele Videos enden nicht nur mit "So ist es halt", sondern mit konkreten Ideen, was du anders machen kannst: besser schlafen, kritischer scrollen, nachhaltiger konsumieren.
Als wir uns den letzten Clip zu Mental Health reingezogen haben, war das Ende wieder typisch Quarks: Erst die harten Zahlen zu Burnout und Stress, dann praktische Mini-Steps, die sich nicht nach Life-Coach-Mist anfühlen, sondern realistisch sind. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Menschen das Video an Freund*innen schicken mit Kommentaren wie: "Guck das, das erklärt genau, warum du dich gerade so fühlst."
Warum Quarks die Zukunft von Science-Content prägt
Wenn man sich anschaut, wohin Wissenschafts-Content gerade driftet, ist klar: Quarks ist ein Blueprint dafür, wie öffentlich-rechtliche Marken überleben, ohne boomerig zu wirken.
Statt auf lineares TV zu hoffen, setzen sie auf algorithmengerechte Formate: starke Hooks, Kapitelstruktur, Short-Form-Ableger. Für eine Gen Z, die mehr Zeit auf YouTube und TikTok verbringt als vor dem Fernseher, ist das einfach logische Evolution.
Dazu kommt der Aspekt Media Literacy: Wir sind die Generation, die von Fakes, Deepfakes und Shitstorms umgeben ist. Wer es schafft, uns nicht nur Fakten zu geben, sondern auch Tools, um andere Infos kritisch zu checken, gewinnt langfristig. Und genau da setzt Quarks mit Begriffen wie "Bias", "Korrelation vs. Kausalität" oder "Studienlage" an – immer wieder, bis es hängen bleibt.
Wenn andere große Player sich anschauen, wie man junge Zielgruppen nicht verliert, werden Cases wie Quarks extrem wichtig. Die zeigen, dass man Wissenschafts-Formate nicht neu erfinden muss – man muss sie nur so erzählen, wie wir wirklich konsumieren: schnell, visuell, ehrlich, mit klaren Quellen im Rücken.
Gönn dir den Content
Wer noch in deiner Science-For-You-Page auftauchen wird
Wenn du auf Quarks hängengeblieben bist, wirst du früher oder später auch bei anderen Science-Creators landen, die oft im gleichen Atemzug genannt werden:
- maiLab / Mai Thi Nguyen-Kim: Bekannt durch extrem gut recherchierte Wissenschafts-Videos auf YouTube, mittlerweile TV- und Buch-Autorin. Viele, die Quarks feiern, haben auch ihre Videos in den Playlists.
- Terra X (Leute wie MrWissen2Go): Ebenfalls öffentlich-rechtlich, aber mit Fokus auf Geschichte, Politik und große Zusammenhänge. Oft empfohlen, wenn man von Quarks aus noch weiter in Erklär-Content reinrutschen will.
Zusammen bauen diese Formate gerade etwas auf, was lange gefehlt hat: einen Kosmos, in dem du viral scrollen kannst und am Ende trotzdem mehr weißt als vorher – ohne dass es sich nach Hausaufgaben anfühlt.
@ ad-hoc-news.de
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