QuantumScape, Aktie

QuantumScape Aktie: 15-Prozent-Schwankung bei Quartalszahlen

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vor den Quartalszahlen erwarten Händler extreme Kursschwankungen. Der Fokus liegt auf Fortschritten in der Pilotproduktion und der Partnerschaft mit PowerCo.

QuantumScape Aktie: Entscheidende Woche mit 15-Prozent-Beben
Abstrakte Darstellung des Batterietechnologie-Sektors mit flüchtigen Lichtern und Schatten, die Marktvolatilität symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

QuantumScape steht vor einer entscheidenden Woche. Wenn der Entwickler von Feststoffbatterien am Mittwochabend nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse vorlegt, rechnen Händler mit extremen Ausschlägen.

Optionen preisen aktuell eine Kursbewegung von etwa 15 Prozent in beide Richtungen ein. Das liegt deutlich über der durchschnittlichen Reaktion von rund 6 Prozent in den vergangenen Quartalen. Die Nervosität ist begründet, denn das Unternehmen befindet sich weiterhin in der kritischen Phase vor der kommerziellen Nutzung seiner Technologie.

Fokus auf die Produktion

Da QuantumScape noch keine nennenswerten Umsätze erzielt, achten Investoren weniger auf die Bilanzsumme als auf operative Fortschritte. Im Mittelpunkt steht die Pilotanlage „Eagle Line“. Hier soll der sogenannte Cobra-Prozess die Geschwindigkeit bei der Wärmebehandlung um das 25-fache steigern. Das Ziel: Die Batteriezellen endlich in Serie zu fertigen.

Parallel dazu rückt die Partnerschaft mit der Volkswagen-Batterietochter PowerCo in den Fokus. Anleger warten auf Details zur Akzeptanz der B1-Musterzellen durch die Automobilhersteller. Das Unternehmen kalkuliert für das laufende Geschäftsjahr bereits mit Abrechnungen in Höhe von 44 Millionen Dollar.

Finanzieller Spielraum bis 2028

Analysten erwarten für das zweite Quartal einen Nettoverlust von 0,18 Dollar je Aktie. Das entspräche einer Verbesserung um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der anhaltenden Verluste verfügt das Unternehmen über ein finanzielles Polster. Die Liquidität stieg zuletzt auf 911 Millionen Dollar an.

Dieser Puffer soll den Betrieb bis in die zweite Hälfte des Jahres 2028 sichern. Dennoch bleibt die hohe Cash-Burn-Rate ein Risiko. Für das gesamte Jahr 2026 kalkuliert das Management mit einem bereinigten EBITDA-Verlust zwischen 250 und 275 Millionen Dollar.

An der Börse herrscht derzeit Zurückhaltung. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 43 Prozent an Wert verloren. Mit einem Relative-Stärke-Index von 32,4 nähert sich das Papier jedoch einer Zone, die technisch als überverkauft gilt. Am Mittwochabend wird sich zeigen, ob die Fortschritte bei der Eagle Line ausreichen, um die Trendwende einzuleiten.

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