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Quanten Systems und Sitegeist treiben deutsche Robotik voran

18.02.2026 - 19:22:12 | boerse-global.de

Quantum Systems expandiert mit vernetzten Bodenrobotern, während Sitegeist mit KI-gesteuerten Sanierungsrobotern die Bauindustrie automatisiert. Neue Softwarelösungen orchestrieren komplexe Roboterflotten.

Deutschlands Robotik-Branche setzt mit neuen Plattformen und Millionen-Investments auf integrierte KI-Systeme. Während Quantum Systems in Bodenrobotik expandiert, automatisiert Sitegeist mit frischem Kapital die Bauindustrie.

Diese Woche demonstrieren mehrere Unternehmen die Innovationskraft des deutschen Robotik-Ökosystems. Der Münchner Drohnenspezialist Quantum Systems kündigt seine erste Bodenroboter-Plattform an, die mit seinen Luftsystemen vernetzt arbeiten soll. Parallel sichert sich das Bau-Startup Sitegeist vier Millionen Euro für KI-gesteuerte Betonsanierungsroboter. Die Entwicklungen zeigen: Die Zukunft gehört intelligenten, integrierten Systemen – und Deutschland spielt dabei in der ersten Liga.

Quantum Systems: Vom Himmel auf den Boden

Der Schritt ist strategisch: Quantum Systems, bekannt für präzise Aufklärungsdrohnen, steigt in die terrestrische Robotik ein. Am 23. Februar 2026 will das Unternehmen seine neue Bodenplattform präsentieren. Es handelt sich nicht um einen Einzelgänger, sondern um den Start einer ganzen Produktfamilie.

Die Kerninnovation liegt in der vollständigen Integration. Die neuen Bodenroboter sollen nahtlos mit der bestehenden Drohnenflotte zusammenarbeiten und so vernetzte Einsätze ermöglichen. Missionen könnten damit umfassender geplant und durchgeführt werden. Die Technologie erbt die Präzision und Zuverlässigkeit der Luftsysteme. Die Expansion folgt auf die jüngste Übernahme von FERNRIDE, einem Spezialisten für autonome Transportlösungen. Das Ziel ist klar: die Vorherrschaft in autonomen Systemen für Luft und Boden.

Sitegeist: KI-Roboter sanieren marode Infrastruktur

Während etablierte Player expandieren, zeigt ein Startup die Dynamik der Szene. Das Münchner Unternehmen Sitegeist, ein Spin-off der Technischen Universität München, hat vier Millionen Euro in einer Pre-Seed-Runde eingesammelt. Die Investoren B2Venture und OpenOcean unterstützen damit den Einsatz von KI-Robotern für die Betoninstandsetzung.

Das Problem, das Sitegeist angeht, ist massiv: Europa hat einen gewaltigen Sanierungsstau bei Brücken, Tunneln und Parkhäusern. Gleichzeitig fehlen überall qualifizierte Handwerker. Herkömmliche Sanierung ist zeitaufwendig und körperlich schwer. Die modularen Roboter von Sitegeist arbeiten direkt am Bauwerk. Mit modernster Sensorik und KI-gestützter Entscheidungsfindung bewältigen sie komplexe Geometrien – und das ohne aufwendige 3D-Modelle. Das verspricht mehr Sicherheit und Effizienz auf der Baustelle.

Die Software-Schicht: Robotik einfach orchestrieren

Die Hardware ist nur eine Seite der Medaille. Entscheidend ist die Software, die komplexe Roboterflotten steuert. Hier setzt Robot Industries GmbH mit seinem „RiA Ecosystem Manager“ an. Die Plattform will die Industrieautomatisierung revolutionieren: weg von komplexer Programmierung, hin zur visuellen Echtzeit-Orchestrierung.

Das löst ein echtes Problem. Viele Betriebe managen heute ein fragmentiertes Sammelsurium an Robotern verschiedener Hersteller, die nicht miteinander kommunizieren. Die neue Software ermöglicht es Bedienern, wie ein Dirigent das Roboter-Orchester zu leiten – ohne eine Zeile Code zu schreiben. Dieser Ansatz spiegelt einen globalen Trend wider: die Verschmelzung von Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT). Durch diese Verbindung werden Roboter in der realen Produktion vielseitiger und effizienter.

Deutschland: Robotik-Führer unter Druck

Die neuen Entwicklungen festigen Deutschlands Spitzenposition in Europa. Das Land hat die höchste Industrieroboter-Dichte des Kontinents und liegt bei Neuinstallationen vorn. Global belegt es Platz fünf. Ein Marktbericht vom Februar 2026 bestätigt: Deutschland hatte 2024 einen Anteil von über 27 Prozent am europäischen Fabrikautomationsmarkt. Treiber sind die starke Automobilindustrie und die flächendeckenden „Industrie 4.0“-Initiativen.

Die Politik unterstützt diesen Kurs. Programme wie der „Forschungsaktionsplan Robotik“ und das „Robotics Institute Germany“ (RIG) stärken die technologische Souveränität. Doch die Branche spürt auch Gegenwind. Der Verband VDMA Robotics + Automation warnte 2025 vor gebremsten Investitionen und geopolitischen Spannungen. Dennoch beweisen Startups wie Sitegeist und Strategien wie die von Quantum Systems die anhaltende Dynamik des Forschungsstandorts.

Die Zukunft fährt mit KI

Der Weg der Robotik wird künftig von Künstlicher Intelligenz bestimmt. KI verleiht Maschinen mehr Autonomie – sei es bei der vorausschauenden Wartung durch Sensordaten oder beim Erlernen neuer Aufgaben ohne starre Programmierung. Die Entwicklung hin zu „agentiver KI“ wird Robotern ermöglichen, in Echtzeit komplexe Entscheidungen zu treffen. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine wird dadurch weiter verwischen.

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Die deutsche Branche setzt auf Integration und Zugänglichkeit. Die Vernetzung von Luft- und Bodenplattformen sowie die einfache Steuerung gemischter Roboterflotten werden entscheidend sein. Mit seinem ingenieurwissenschaftlichen Know-how und der politischen Unterstützung ist Deutschland gut aufgestellt. Das Ziel ist klar: nicht nur mitzuhalten, sondern die nächste Generation der Robotik global mitzuprägen.

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