Quanta Cloud Technology bringt KI-Server für die Mobilfunk-Revolution
09.03.2026 - 00:11:07 | boerse-global.deDie Telekommunikationsbranche steht vor einem tiefgreifenden Umbruch: Künstliche Intelligenz soll direkt in die Funknetze einziehen. Mit einer neuen Server-Generation will Quanta Cloud Technology (QCT) diese Lücke zwischen klassischer Infrastruktur und KI-Rechenkraft schließen.
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Ein Standard-Baustein für KI-Netze
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte der taiwanesische Hardware-Spezialist am 2. März 2026 den QuantaEdge EGN77C-2U vor. Der Server dient als universelle Plattform für KI-gesteuerte Funkzugangsnetze (AI-RAN). Branchenbeobachter sehen darin einen Meilenstein. Er liefert Netzbetreibern die standardisierten Bausteine für den Übergang zu softwaredefinierten, KI-gestützten 5G- und künftigen 6G-Netzen.
Das kompakte 2U-System basiert auf der NVIDIA Aerial RAN Computer Pro-Referenzarchitektur. Jeder der beiden Knoten verfügt über eine 72-Kern-NVIDIA-Grace-CPU und bis zu 512 Gigabyte LPDDR5X-Speicher. Für den nötigen Datendurchsatz sorgen sechzehn 25-Gigabit- und zwei 400-Gigabit-Ethernet-Ports pro Knoten. Eine integrierte NVIDIA RTX PRO GPU beschleunigt die Funkverarbeitung direkt auf der Hardware.
Der Clou: Durch die Konsolidierung von Funk- und KI-Workloads auf einer einzigen, beschleunigten Infrastruktur sollen Latenzzeiten sinken und die spektrale Effizienz steigen. Gleichzeitig verspricht das Design einen energieeffizienteren Betrieb – ein entscheidender Faktor für die Betreiber.
Partnerschaften mit Nokia und NVIDIA als Schlüssel
Die Entwicklung des Servers ist das Ergebnis enger Partnerschaften. Die Hardware ist tief in Nokias anyRAN-Software-Ansatz integriert und baut auf der NVIDIA ARC-Pro-Plattform auf. Diese Kooperation soll Netzbetreibern eine intelligente und zukunftssichere Infrastruktur bieten, ohne sie in proprietäre Alt-Systeme zu zwingen.
Nokia kündigte an, die Verfügbarkeit seiner 5G- und 6G-Software auf der NVIDIA-CUDA-Plattform zu beschleunigen. Die ARC-Pro-Architektur wird damit zum Herzstück von Nokias KI-Netzlösungen. QCT-Präsident Mike Yang betonte auf der Messe die Bedeutung des Starts: Die Branche trete in eine neue Ära KI-nativer Drahtloskonnektivität ein. Die Kombination aus QCT-Hardware mit Software von NVIDIA und Nokia gebe den Betreibern mehr operative Agilität und einen klaren Weg zu autonomen Netzen.
Breites Portfolio für KI am Netzrand
Neben dem Flaggschiff-Server präsentierte QCT in Barcelona ein ganzes Paket spezialisierter Lösungen. Dazu gehört die umfassende AI-RAN Solution, die KI-native Software mit NVIDIA-Aerial-RAN-Servern kombiniert. Sie ermöglicht skalierbare Netze speziell für Unternehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die AI-on-RAN-Orchestrierung. Gemeinsam mit Partnern zeigte QCT, wie Betreiber ihre Infrastruktur monetarisieren können, indem sie Echtzeit-KI-Inferenzaufgaben über Geräte, Edge und Cloud hinweg ausführen. Die Rechenkraft dafür liefert die NVIDIA GH200 Grace Hopper Platform.
Für den schnellen Einstieg bietet QCT zudem den vorkonfigurierten QCT AI POD an. Diese Cluster-Lösung integriert Rechenleistung, Speicher und Netzwerke in einem Paket und soll so die Entwicklung und Einführung von KI-Anwendungen in Unternehmen beschleunigen.
Markt im Wandel: Vom Spezialgerät zum Mehrzweck-Server
Die Verfügbarkeit kommerzieller, standardisierter AI-RAN-Hardware markiert eine Zeitenwende. Bislang setzten Netzbetreiber auf hochspezialisierte Einzweckgeräte für die Funkverarbeitung. Der Wechsel zu softwaredefinierten Architekturen auf vielseitigen, GPU-beschleunigten Servern eröffnet nun neue Geschäftsmodelle.
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Eine aktuelle Studie von NVIDIA zum Stand der KI in der Telekommunikation bestätigt den rasanten Wandel: Mehr als drei Viertel der Branchenvertreter erwarten, dass die Einführung KI-nativer Netzarchitekturen deutlich schneller vonstattengehen wird als bei früheren Netzgenerationen. Standardisierte Hardware wie von QCT ist ein Haupttreiber dieses Tempos.
Erste Feldtests großer Betreiber wie T-Mobile US und SoftBank zeigen bereits Erfolge. Sie demonstrierten auf dem Kongress, dass KI- und Funknetzverarbeitung gleichzeitig auf gemeinsamer GPU-Infrastruktur laufen können. Experten werten dies als Beleg dafür, dass das Hardware-Ökosystem reift und komplexe Netzwerkkonzepte aus dem Labor in die kommerzielle Praxis überführt werden.
Die Basis für die 6G-Ära wird heute gelegt
Der Blick geht bereits über 5G hinaus. Die heute mit Servern wie dem QuantaEdge EGN77C-2U geschaffene Hardware-Basis wird eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der 6G-Standards spielen. Da die Netze der Zukunft von Grund auf KI-nativ sein werden, sorgt der Aufbau der notwendigen Edge-Recheninfrastruktur jetzt dafür, dass Betreiber bei der Einführung der nächsten Software-Generation nicht ihre gesamte Hardware ersetzen müssen.
In den kommenden Monaten rechnen Analysten mit einer Zunahme von Pilotprojekten und frühen kommerziellen Einsätzen dieser integrierten Plattformen. Mit der Vertiefung der Partnerschaften zwischen Hardware-Herstellern, Chip-Designern und Software-Anbietern dürften auch die Kosten für den Einsatz GPU-beschleunigter Funkzellen sinken. Die Konvergenz von KI und Telekommunikationsinfrastruktur verspricht letztlich ein noch nie dagewesenes Maß an Netzautomatisierung, verbesserten Nutzererlebnissen und äußerst resilienter Konnektivität.
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