Qualcomm Dragonwing: Der neue KI-Chip für die Roboter-Revolution
14.01.2026 - 22:30:12Qualcomm stellt mit seiner Dragonwing IQ10-Plattform das technische Herzstück für die nächste Generation von menschenähnlichen Robotern und Industrieautomaten vor. Der Halbleiterriese will damit seine Marktmacht vom Smartphone in die physische KI übertragen.
Auf der CES 2026 in Las Vegas dominierte ein Thema: humanoide Roboter. Doch hinter den beeindruckenden Prototypen steht der Kampf um die entscheidende Technologie – das leistungsstarke und energieeffiziente „Gehirn“. Genau hier positioniert sich Qualcomm mit einem strategischen Vorstoß. Das Unternehmen hat Anfang Januar seine Dragonwing IQ10 Series vorgestellt, eine vollständige Prozessor-Architektur speziell für fortgeschrittene Roboter. Diese Plattform soll den Übergang von vorgeprogrammierten Maschinen zu intelligenten, autonomen Systemen beschleunigen.
Bei der am 5. Januar vorgestellten Dragonwing IQ10-Plattform handelt es sich um eine vollständige Stack-Architektur. Sie vereint Hardware, Software und fortschrittliche KI-Fähigkeiten in einem System. Das Ziel ist es, Robotern die Rechenleistung am „Edge“ – also direkt vor Ort – zu geben, um in Echtzeit zu „denken“, sich anzupassen und Entscheidungen zu treffen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Energieeffizienz. Diese ist entscheidend für mobile und kabellose Roboter. Die Architektur unterstützt moderne KI-Modelle wie Vision-Language-Action (VLA), die für menschenähnliche Interaktion und Manipulation nötig sind. Dadurch können Roboter von starren, einprogrammierten Abläufen zu adaptiven Verhaltensweisen übergehen und in unstrukturierten Umgebungen agieren.
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Ein Ökosystem für den Durchbruch
Qualcomm setzt nicht nur auf eigene Technik, sondern baut ein breites Partner-Ökosystem auf, um die Verbreitung voranzutreiben. Eine der prominentesten Kooperationen besteht mit Figure, einem Entwickler von Allzweck-Humanoiden. Gemeinsam arbeiten sie an der nächsten Generation der Computerarchitektur.
Auch der Industrieriesen Kuka Robotics steht in Gesprächen mit Qualcomm für seine Lösungen der nächsten Generation. Bereits heute laufen Humanoiden von Firmen wie Booster und VinMotion mit der Vorgänger-Generation Dragonwing IQ9. Dieser partnerschaftliche Ansatz soll die „letzte Meile“ in der Robotik-Entwicklung überbrücken und Innovationen in Bereichen wie Fertigung und Logistik skalierbar machen.
Strategischer Schwenk in neue Märkte
Die Einführung der Dragonwing-Plattform wird als klarer strategischer Schritt gewertet, um das Geschäft über das Smartphone hinaus zu diversifizieren. Qualcomm nutzt dabei seine Kernkompetenz in der Entwicklung leistungsstarker und stromsparender Chips, die über Jahre in der Mobilfunkbranche geschärft wurde, für den aufstrebenden Markt der physischen KI.
Damit betritt Qualcomm ein zunehmend wettbewerbsintensives Feld. Während Nvidia mit seinen Jetson- und Thor-Plattformen bereits stark in der Robotik präsent ist, setzt Qualcomm auf einen kompletten, energieoptimierten Ansatz für die Edge. Analysten der Deutschen Bank merken an, dass der Erfolg von der Geschwindigkeit der breiten Marktakzeptanz durch große Kunden abhängen wird.
Vom Labor auf den Fabrikboden
Das übergeordnete Ziel Qualcomms ist es, mit dem Dragonwing IQ10 das zentrale Nervensystem für die neue Robotergeneration zu stellen. Die Plattform soll die Hürden für die Entwicklung und Kommerzialisierung senken. Die Branche wird nun auf wichtige Meilensteine achten: die Veröffentlichung von Entwicklungskits und die ersten kommerziellen Einsätze von Humanoiden auf IQ10-Basis.
Das Jahr 2026 gilt als Schaltjahr, in dem humanoide Roboter in den Kleinserieneinsatz gehen sollen. Die eigentliche Herausforderung für Qualcomm wird es sein, den technologischen Vorsprung in flächendeckende Design-Erfolge umzumünzen und seinen Standard im aufstrebenden Zeitalter der physischen KI zu etablieren.
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