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Qlik NPrinting: Microsoft gewährt Aufschub für kritische Sicherheitsumstellung

26.03.2026 - 01:00:30 | boerse-global.de

Microsoft gewährt Unternehmen mit Qlik NPrinting mehr Zeit für die Migration von Basic Authentication auf OAuth 2.0. Der finale Abschalttermin wird frühestens für 2027 erwartet.

Qlik NPrinting: Microsoft gewährt Aufschub für kritische Sicherheitsumstellung - Foto: über boerse-global.de
Qlik NPrinting: Microsoft gewährt Aufschub für kritische Sicherheitsumstellung - Foto: über boerse-global.de

Die Abschaltung der veralteten Basic Authentication in Microsoft 365 verzögert sich erneut. Für Tausende Unternehmen, die auf Qlik NPrinting für automatisierte Report-Aussendungen setzen, bedeutet das wertvolle Zeit für die Migration auf moderne Sicherheitsstandards. Microsoft hat den Zeitplan für das Ende des alten SMTP-AUTH-Protokolls grundlegend überarbeitet.

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Neuer Fahrplan: Atempause bis Ende 2026

Eigentlich sollte der Countdown bereits laufen. Microsoft plante ursprünglich, die einfache Passwort-Authentifizierung für E-Mail-Versand ab März 2026 schrittweise abzuschalten. Doch eine Ankündigung vom 27. Januar 2026 revidiert diesen strikten Fahrplan. Das Unternehmen gewährt einen strategischen Aufschub.

Basic Authentication bleibt nun für bestehende Microsoft-365-Mandanten bis mindestens Ende Dezember 2026 standardmäßig aktiv. Selbst danach können Administratoren das Protokoll manuell reaktivieren, falls kritische Anwendungen noch nicht migriert sind. Für nach Dezember 2026 neu angelegte Mandanten gilt die alte Methode dagegen von vornherein nicht mehr. Der finale, verbindliche Abschalttermin für alle wird frühestens für die zweite Hälfte 2027 erwartet.

Diese Verschiebung kommt nicht von ungefähr. Viele globale Unternehmen kämpfen mit der Modernisierung veralteter, tief in Automatisierungsskripten und Spezialsoftware wie Qlik NPrinting verankerter E-Mail-Workflows. Die manuelle Aktualisierung hartkodierter Zugangsdaten stellt eine erhebliche Hürde dar.

Qlik NPrinting vor der technischen Zerreißprobe

Für die Qlik-Community ist die Umstellung eine besondere Herausforderung. Die Reporting-Plattform NPrinting nutzt historisch eingebaute SMTP-Verbindungen, die auf einfacher Benutzername-Passwort-Authentifizierung basieren. Genau dieses Modell wird von Microsoft zugunsten des sichereren, tokenbasierten OAuth 2.0 abgelöst.

Qlik arbeitet bereits an Lösungen. Mit dem Service Release 4 (SR4) vom Januar 2026 wurde eine veraltete Internet-Explorer-Komponente im NPrinting Designer durch ein modernes, browserbasiertes Modul ersetzt. Dieser Schritt ist essenziell, um die für Microsoft 365 erforderlichen Modern-Authentication-Dialoge und SAML-Logins zu unterstützen.

Doch die Kernfrage bleibt: Wie gelingt der Sprung vom einfachen SMTP-Passwortversand zu OAuth 2.0? Qlik selbst rät in aktuellen Kommunikationen, über den reinen SMTP-Versand hinauszudenken. Als Alternativen gelten die Reporting-Funktionen der Qlik Cloud oder dedizierte Web-Connector, die OAuth 2.0 für Microsoft 365 bereits seit Mai 2024 unterstützen.

Drei Wege in die sichere Zukunft

Warum ist die Ablösung von Basic Auth überhaupt so dringlich? Das alte Protokoll überträgt Zugangsdaten mit jeder Anfrage unverschlüsselt und ist anfällig für Diebstahl und Brute-Force-Angriffe. OAuth 2.0 nutzt dagegen kurzlebige, verschlüsselte Tokens, die für bestimmte Aufgaben berechtigt und sofort widerrufen werden können.

Für betroffene Unternehmen zeichnen sich drei Migrationspfade ab:

  1. AppSMTP-Konfiguration: Bestimmte Geräte und Systeme können über spezielle Anwendungs-Relays („Application SMTP“) weiterlaufen, die Microsoft separat vom Standard-E-Mail-Versand behandelt.
  2. Externe E-Mail-Dienste: Dienste wie SendGrid oder Mailgun sind für den Massenversand von Reports und Alerts ausgelegt. Ihre APIs unterstützen moderne Sicherheitsstandards und können als sichere Brücke zwischen NPrinting und dem Empfänger dienen.
  3. Microsoft Graph API: Diese Lösung erfordert die größte Umstellung, ist aber der „Goldstandard“ innerhalb des Microsoft-Ökosystems. Sie passt perfekt zur „Zero-Trust“-Sicherheitsarchitektur des Konzerns.

Sicherheitsexperten betonen: Der Aufschub ist keine Einladung zum Abwarten, sondern eine Chance für geplante Migrationen. Die weitere Nutzung von Basic Auth bleibt ein Sicherheitsrisiko in einer Zeit zunehmender Cyber-Bedrohungen.

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Was bedeutet die Verzögerung für die IT-Strategie?

Die Verschiebung des „Drop-Dead“-Datums hat eine Signalwirkung. Sie zeigt, dass Cloud-Giganten wie Microsoft die praktischen Probleme bei der Modernisierung von Altsystemen anerkennen. Für viele Firmen ist Qlik NPrinting ein geschäftskritisches Tool, das täglich essentielle Daten an Entscheider liefert.

Ein Ausfall des Reportings wäre mehr als ein technisches Ärgernis – er würde Lücken in der Business Intelligence und damit der Entscheidungsfindung reißen. Der Fokus liegt nun auf strukturierten, gestaffelten Migrationsprojekten. Managed Service Provider nutzen die gewonnene Zeit, um gesamte IT-Landschaften auf versteckte Nutzungen der Basic Auth zu durchforsten, von Drucker-Einstellungen bis zu alten Report-Skripten.

Die Roadmap für Qlik-NPrinting-Nutzer ist klar. Die gewonnene Zeit bis Ende 2026 ist der letzte Weckruf zum Handeln. Künftige Updates der Software sollen die Integration moderner Authentifizierungstokens weiter vereinfachen. Das gemeinsam Ziel von Microsoft und Qlik ist ein sichereres, widerstandsfähiges Reporting-Umfeld. Unternehmen, die jetzt die Umstellung angehen, sind für den endgültigen Abschied von der Legacy-Authentifizierung 2027 bestens aufgestellt.

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