Qiagen, Aktie

Qiagen Aktie: Jahresprognose auf 1-2 Prozent gekürzt

11.05.2026 - 12:38:14 | boerse-global.de

Qiagen senkt Umsatz- und Gewinnprognose für 2026. Schwaches QuantiFERON-Geschäft und rechtliche Prüfungen belasten die Aktie.

Qiagen gerät nach einer gekappten Jahresprognose und mehreren juristischen Prüfungen unter Druck. Die Aktie hat in den vergangenen drei Monaten deutlich verloren. Im Mai summierte sich der Rückgang zeitweise auf knapp 20 Prozent.

Schwächere Nachfrage belastet

Auslöser war vor allem der schwache Start ins Jahr. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz nur um 1,8 Prozent auf 492,32 Millionen Dollar. Der Nettogewinn fiel um 25 Prozent auf 68,04 Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie standen 0,33 Dollar zu Buche.

Deutlich schwerer wog die neue Jahresprognose. Das Management senkte das erwartete Umsatzwachstum für 2026 von mehr als 5 Prozent auf nur noch 1 bis 2 Prozent. Beim Ergebnis je Aktie rechnet Qiagen nun mit 2,43 Dollar statt mit mehr als 2,50 Dollar.

QuantiFERON bleibt das Problem

Der Hauptgrund liegt im Geschäft mit dem QuantiFERON-Test für latente Tuberkulose. Die Testvolumina sanken im ersten Quartal um 5 Prozent. Zuvor hatte der Konzern noch mit leichtem Wachstum gerechnet.

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Finanzchef Roland Sackers stellte für diesen Bereich ein weiteres schwaches Jahr in Aussicht. Der Umsatz soll vorerst auf dem Niveau des zweiten Quartals 2025 bleiben. Erst 2027 erwartet das Unternehmen wieder normales Wachstum. Hinzu kommt ein Gegenwind von 30 bis 35 Millionen Dollar durch den Verlust eines Teils des US-Geschäfts mit Immigrations-Tests.

Rechtliche Fragen und lange Strategie

Die operative Schwäche hat auch Juristen auf den Plan gerufen. Mehrere Kanzleien prüfen, ob frühere Aussagen des Managements zu den QuantiFERON-Aussichten irreführend waren. Im Raum steht der Vorwurf, Anleger könnten zu optimistische Wachstumserwartungen erhalten haben.

Parallel dazu hält Qiagen an seiner langfristigen Strategie fest. Der Konzern will bis Ende 2027 gemeinsam mit DiaSorin und Inpeco eine neue Automatisierungsplattform starten. Die CLIA-2-Chemie soll nach den jüngsten Rollouts in Europa und den USA den Durchsatz um 75 Prozent erhöhen und die Bearbeitungszeit um 25 Prozent senken.

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Auch im Bereich digitale Diagnostik arbeitet Qiagen weiter an einer KI-gestützten Lösung zur Tuberkulose-Risikoeinstufung. Die Entwicklung stützt sich auf Daten von rund 13 Millionen Patienten. Der geplante Start liegt 2027.

Die Aktie bleibt damit zwischen operativem Druck und längerfristiger Perspektive eingeklemmt. Analysten liegen laut Marktbeobachtern derzeit zwischen Halten und Kaufen, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 46,38 Dollar. Vom 52-Wochen-Hoch bei 57,81 Dollar ist der Titel weiter klar entfernt.

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