Proteinpulver, Tricks

Proteinpulver: Die Tricks der Hersteller beim Aminosäure-Spiking

23.01.2026 - 16:06:12

Viele Proteinshakes enthalten weniger hochwertiges Protein als angegeben, da Hersteller den Gehalt mit billigen Aminosäuren aufblähen. Verbraucherschützer fordern strengere Kontrollen.

Der Boom bei Proteinshakes hat eine Schattenseite: Viele Hersteller tricksen bei der Qualität. Sie strecken ihre Produkte mit billigen Aminosäuren, um den Proteingehalt auf dem Papier zu erhöhen. Verbraucher zahlen für hochwertiges Protein, erhalten aber oft minderwertige Mischungen.

Amino Spiking: So blenden Hersteller die Kunden

Das größte Problem heißt Amino Spiking. Dabei mischen Hersteller ihren Pulvern günstige, freie Aminosäuren wie Glycin oder Taurin bei. Standard-Labortests messen den Stickstoffgehalt, um den Proteingehalt zu bestimmen. Die zugesetzten Aminosäuren enthalten ebenfalls Stickstoff – und treiben so den Messwert künstlich in die Höhe.

Für Sportler bedeutet das: Ein Shake mit deklarierten 25 Gramm Protein kann in Wirklichkeit nur 18 Gramm hochwertiges Protein aus Quellen wie Molke enthalten. Der Rest sind Füllstoffe, die den Muskelaufbau kaum unterstützen. Die Praxis ist für Käufer schwer zu erkennen, da die Aminosäuren zwar in der Zutatenliste stehen, ihre genaue Menge aber nicht.

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Minderwertige Quellen und versteckte Risiken

Neben dem Spiking setzen einige Anbieter auf qualitativ schlechte Proteinquellen. Die biologische Wertigkeit – ein Maß dafür, wie gut der Körper das Protein verwerten kann – fällt bei Zutaten wie Sojaprotein-Konzentrat oder Kollagen deutlich niedriger aus als bei Molke.

Diese Quellen liefern oft kein vollständiges Spektrum der essenziellen Aminosäuren, die für den Muskelaufbau unverzichtbar sind. Verbraucherschützer warnen zudem vor Schadstoffen: Tests wiesen in einigen Pulvern, insbesondere in veganen Bio-Produkten, bereits Schwermetalle nach.

Gesetzliche Grauzone und Siegel als Orientierung

Die Branche der Nahrungsergänzungsmittel unterliegt weniger strengen Kontrollen als der Lebensmittelmarkt. Diese Lücken nutzen einige Hersteller aus. Es gibt keine Pflicht, das genaue Aminosäureprofil auf der Packung anzugeben.

Seriöse Anbieter setzen daher auf freiwillige Zertifizierungen. Siegel wie „NSF Certified for Sport“ oder „Informed-Sport“ garantieren, dass das Produkt auf Verunreinigungen getestet wurde und die Deklaration stimmt. Verbrauchern raten Experten, gezielt nach diesen Siegeln oder einem transparenten Aminogramm zu suchen.

Ein Milliardenmarkt unter Druck

Der globale Markt für Proteinpulver wächst rasant. In den USA konsumieren fast die Hälfte der Menschen regelmäßig Protein-Drinks. Der harte Preiskampf verleitet jedoch einige Firmen zum Trick mit den Aminosäuren.

Die Folgen für Kunden sind doppelt: Sie zahlen zu viel für eine geringere Wirkung und riskieren im schlimmsten Fall die Aufnahme unerwünschter Stoffe. Die Forderung nach schärferen Gesetzen und klarerer Kennzeichnung wird lauter. Langfristig dürften nur Hersteller mit nachweisbarer Qualität das Vertrauen der immer besser informierten Kunden behalten.

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